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3
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LABORATORY of NATURAL HISTORY
HAMPAIGN, ILLINOIS. 22 ²˙ c I
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roger BIOLOGY
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15
Die
Schmetterlinge von Europa.
4
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| Gortſetzung des Ochſenheimer ſchen Werks) von
Friedrich Treitſchke.
Sechſter Band. Zweyte Abtheilung.
|
Leipzig, bey Gerhard Fleiſcher. 1 8 2 8. 5
x Die eine der Sprachen, welche der Höchſte felber von Ewigkeit zu Ewigkeit fortredet, die ewig lebendige, unendliche Natur, zieht uns durch die weiten Räume der Lüfte unmittelbar zur Gottheit hinauf. We \ | ER N 2 Herzensergießungen e. kunſtl. Kloſterbruders, S. 158.
*
Die
Schmetterlinge von Europa.
Sechſter Ban d. Zweyte Abtheilung.
G. Acidalia — Idaea.
12 . RR N a N 12 * 3 N * ri * 1
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1 2
Gzxvs CL. ACIDALEM:
Die S Schmetterlinge haben die Fluͤgel mit gehaͤuften wellen⸗ artigen gleichlaufenden Querlinien, ohne ein deutliches Mittel⸗ band, uͤberzogen.
Die Raupen ſind dick und kurzleibig; gewöhnlich g grün
mit bleichen Laͤngslinien oder einigen röthlichen Strichen; die
Ringe des Leibes ſondern ſich meiſtens deutlich ab. Die Verwandlung geſchieht unter der Erde. Acidalia, Zunahme der Venus. Wien. Verz. Fam. K. Wertenfiriemige Spanner. Geom. undatae,
„
8 1. OCHREARIA.
* Acid. alis ochraceis, strigis fimbriisque obscurioribus.
Hübner, Geom. Tab. 20. Fig. 110. (mas.) G. Ochrearia.
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 20. Schuingeſpame, G. Ochreata. |
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 440. N. 20. — A
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 201. 265. Ph. Ochreata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 321. N. 150. G.
Ochreata. AR
De Villers, Ent, A T. IV. pag. 5 11. Ph. de la Fetuque durette, G. Ochreata,
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 33. N. 18
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 409. N. 244. —
Müller, Zool. Dan. prodr, p. 129. N. 1489. Eh, Ochrata.
Scopoli, Ent. Carn. p. 227. N. 567. Ph. Heir
Dieſer, hier, in anderen Gegenden von Deutſchland und in mehreren Laͤndern, häufig vorkommende Spanner, hat kaum die Größe von Fid. Glarearia. Eine Varietaͤt, die man zur eigenen Art erheben wollte, und die ſich, ſtandhaft kleiner als die gewoͤhnliche, auch etwas dunkler gefaͤrbt, zwi⸗ ſchen Bergen findet, hat doch bey naͤherer Unterſuchung nichts weſentlich Verſchiedenes, und ich wage nicht, fie beſonders auf⸗ zuführen. Kopf und Körper von Ochrearia zeigen einen ſchwaͤrzlichen Grund und ſind mit ochergelben Haaren bedeckt. Die Fühler ochergelb, bey'm Manne fein gefiedert. Die Füße braungelb. Der Mann hat einen laͤnglichen Afterbuͤſchel. |
Die ochergelben Vorderfluͤgel find gegen die aͤußere Ecke des Hinterrandes zugeſpitzt. Ueber ihre Flache laufen mehrere Wellenlinien, gewöhnlich fünf, von denen eine nachft der Wurzel, und zwey gegen den Hinterrand, uͤber der Fluͤgel— mitte, am deutlichſten werden. Alle haben ein roͤthliches Braun, die Franzen gehen in's Eiſengraue uͤber.
—
2
Die Hinterflügel entbehren eine der von den Vorderfluͤ⸗ geln herablaufenden Linien, indem meiſtens jene naͤchſt der Wurzel ausbleibt. Nur ſelten ſieht man auf allen Fluͤgeln, oͤfter allein auf den hinteren, kleine braune Mittelpunkte.
Bey ſtark gefaͤrbten Stuͤcken ſind dieſe Punkte ganz bedeckt.
Die Unterſeite aller Flügel iſt dunkler, die zwey nach außen ſtehenden Wellenlinien ſind gleichfalls noch mehr ausge⸗ zeichnet, purpurbraun, und laufen bindenartig nebeneinander. Von ihnen bis zu den Franzen liegt wieder purpurfarbiger Staub. Bey der kleineren Varietät iſt zuweilen die ganze
N Sache mit Purpurbraun beſtreut.
Der Schmetterling fliegt im May, Juny und July, auf Waldwieſen. Seine Raupe lebt nach dem Wien. Verz. am Schwingelgras (Festuca duriuscula.)
2. N UV AR IA. 5
Acid. alis pallide flavis, strigis ferrugineis, puncto medio nitro.
Hübner, e Tab. sarah 112. (mas,) G. Ru-
far i ia.
Herr Huͤbner hat zuerſt, und bis jetzt allein, Ru fa- ria von der vorigen Ochrearia getrennt. In aͤlteren Sammlungen findet man beyde Arten vermiſcht, doch ſind ſie, wie die treuen Abbildungen a. ang. O. beweiſen, ſehr verſchie⸗ den. Rufaria iſt ſtets um ein Gutes größer, wie eine ans fehnliche Clathrata, der Grund der Faͤrbung iſt ledergelb, die Wellenlinien auf den Flügeln ſind rothſteinfarbig, u. ſ. w.
Kopf, Ruͤcken und Koͤrper fuͤhren die erwaͤhnte Grund⸗
. farbe, die Fühler roͤthliche Beſtaͤubung und bey'm Manne feine Federn, die Füße find braungelb.
Die Vorderfluͤgel haben mehrere Wellenlinien, von de: | nen aber drey beſonders ausgezeichnet und ſtaͤrker als die übri—
gen ſind. Die eine ſteht naͤchſt der Wurzel, und macht einen
Winkel. Dann folgt ein, meiftens, ſehr deutlicher, ſchwarzer
8
Mittelpunkt, hierauf zwey fark N parallel laufende, roth⸗ ſteinfarbige Linien, welche bey Varietäten bindenartig dunkler ausgefuͤllt ſind. Hinter ihnen ſtehen zwey ſchwache Linien vor den gelbgrauen Franzen. ;
Die Hinterflügel haben eine Reihe weniger von den er⸗ waͤhnten Wellenlinien, indem ſich die innerſte von oben hier nicht fortſetzt. Auch auf ihnen bemerkt man deutliche BE punkte, die hoͤchſt felten nur ausbleiben.
Auf der Unterſeite, welche ganz mit roͤthlichem Staube belegt iſt, ſind die zwey aͤußeren ſtarken Wellenlinien vorzuͤg⸗ lich deutlich. Hinter ihnen, vor den Franzen, löſen ſich die feineren Linien in einzelne Striche auf. Die Mittelpunkte verſchwinden meiſtens.
Die Faͤrbung des Weibes iſt meiſtens lebhafter als jene des Mannes.
Der Schmetterling fliegt im Juny und July bey uns auf trockenen Wieſen, nicht fo allgemein verbreitet wie Ohr ea- ria; wo er vorkommt aber ebenfalls geſellſchaftlich. Auch andere Gegenden von Deutſchland beſitzen ihn, ſtets ſeltener als die vorgenannte Art. i 5
Seine Naturgeſchichte * unbekannt.
s. RUBRICARIA ö
Acid. alis strigis N e strigis undatis kati
Hübner, Geom. Tab. 21. Fig. 111. (dem.) G. Ru- bricar ia. — — — 94. Fig. 487. (mas.) — Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 19. Roͤthelſteinfarbe⸗ ner, dunkelſtriemiger Spanner, G. Rubricat a. Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 439. N. 19. — Fabr. Ent. Syst. III. 2. 201. 264. Ph. Rubricata. Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 523. N. 152. G. Ru- bricata. | | De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 5 10. La Rougie. G. Rubricata. |
9 Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 610. N. 77. Ph. Ru- biginata. Na turforſcher, XI. St. S. 83. N. 77 Göize, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 581. N. 67. „h. Mani gie — — III. Th. 3. B. S. 598. N. RR G. Ru-
bricata.
Rubricar ia hat die Größe der vorigen Art, oder von Clathrata. Der Körper iſt rothſteinfarbig, die Fuͤh⸗ ler find am Schafte gelblich, die feinen Federn des Mannes purpurbraun. Die Fuͤße und der Afterbuͤſchel gelb.
Saͤmmtliche Flügel zeigen ſich purpurroͤthlich, mit durch⸗ ſchimmernden gelblichem Grunde. Drey dunklere ſtarke Quer- linien ſtehen auf den vorderen, eine eckige nach außen an der Wurzel zwey gleichlaufende, wenig gezackte, uͤber der Fluͤgel⸗ mitte. Nur die beyden letzteren ſetzen ſich deutlich auf den Hinterfluͤgeln fort. Zwiſchen ihnen und vor den Franzen iſt die Flache am meiſten gelb, bisweilen ſpitzenartig damit ſchat⸗ tirt. Die Franzen ſelbſt ſind gelblich roth. |
Die Unterſeite ift gelber als die obere. Alle Linien, mit Ausnahme der erſten auf den Vorderfluͤgeln, ſind hier ebenfalls vorhanden.
Varietaͤten, die mit mehr Roth bedeckt, noch ſeltener aber fat eiſengrau oder ganz truͤbgelb find, kommen auch vor. Rubricaria fliegt zwiſchen Gras und in lichten Waldun⸗ gen, mit den beyden vorigen Arten zu gleicher 1965 „ weniger haufig als Ochrearia.
Alle mir bekannt gewordenen Exemplare von Turbi- daria Hbr. Tab. 97. Fig. 50 1. gehörten als Varietäten zuRubricaria. Doch ſtimmten fie nur theilweiſe mit der erwähnten Abbildung, über welche ich vielleicht kuͤnftig ge⸗ nauere Nachricht geben kann. 0 |
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4. PYGMAEARIA.
Acid. alis ſusco flavescentibus, strigis undatis albidis, media latiori. Hübner, Geom, Tab. 65. Fig. 335. (mas. ) Fig. 33 6. (oem. ) G. Pygmaeari ia,
Von den allerkleinſten Arten europaͤiſcher Spanner; noch weit unter Fid. Auroraria. Fabr. Beſchreibung, Ent. Syst. III. 2. 165. 122. ſo wie Borkh. V. Bd. S. 555. N. 279. und De Villers, T. IV. pag. 501. welche beyde Letztere dem Erſteren folgten, iſt nur gewaltſam hier unterzubringen. Auch die Huͤbner'ſche Figur 336 erregt einige Zweifel; ſie ſtimmt mit keinem hier vorhandenen Exemplare, doch finden ſich in ihr die Grundzüge der gewöhn⸗ lichen Art Fig. 355.
Die Grundfarbe der Oberſeite iſt hellbraun, zum Gelb⸗ lichen ſich neigend. Die Fühler des Mannes find zart ges kaͤmmt. Kopf, Ruͤcken und Körper zeigen ſich ie diefer mit dunkleren Ringeinſchnitten.
Die Vorderflügel haben weiße, dunkler braun gefäumte Wellenlinien, von denen zwey über der Mitte am deutlichſten ſind, und eine Art von Binde abſondern. 8
Auf den Hinterflügeln ſetzen ſich dieſelben, nur mit Aus⸗ nahme der erſten oberen, zunaͤchſt der Wurzel, fort. Man ſieht, hier wie dort, kleine ſchwarze Mittelpunkte. Die Franzen ſind grau und braun geſcheckt.
Unten erſcheint der Grund truͤbweiß, von drey bindenar⸗ tigen braunen Streifen durchſchnitten. Ba und Füße res ganz grau. ö
Der bey uns ziemlich ſeltene, und bey feiner Zartheit der Zerſtoͤrung leicht unterworfene Schmetterling, fliegt im Juny und July auf Wieſen.
Von ſeinen erſten Staͤnden iſt nichts bekannt. n
5. V ITT AR I A.
Acid. alis ex flavo brunneis, fascia media lata maculisque
albidis, puncto medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 83. Fig. 429. (mas. ) G. Vit-
taria. *
90 Bon den kleinſten Waun un Spannern. Der Koͤrper ift braungelb, mit ſchwärzlichen Ringeinſchnitten des Hinter⸗ leibes, die Fuͤhler des Mannes ſind braun, mit ſchwaͤrzlichen Kammfaſern und nackten Spitzen. Die Füße ſchwarz.
Die n ee zeigen ſich im erſten Felde nächft der
Wurzel braungelb. Es iſt daſſelbe mit einer dunkleren Linie begraͤnzt. Eine zweyte Querlinie mit Zacken folgt hierauf, und laßt zu beyden Seiten verhaͤltnißmaͤßig breite gelbe Binden frey. In der aͤußeren Binde ſteht ein kleiner ſchwarzer Punkt. Das dritte Feld vor den Franzen iſt braun und roͤthlich, dahin⸗ ter wird wieder Gelb fichtbar, die Franzen find graubraun.
Die Hinterflügel ſind, wie die oberen, am Anfange und am Ende braun, in der Mitte bleibt nur eine breite
gelbe Binde. Vor den Franzen befinden ſich einzelne röthliche Ducken |
Unten ift alles bleicher als oben. Jeder Fluͤgel hat einen Mittelpunkt.
Das Vaterland dieſer großen Seltenheit ſoll Spanien und Dalmatien ſeyn. Nähere Nachrichten darüber mangeln. Die ob. ang. Hübner'ſche Abbildung ſtimmt gut mit einem im k. k. Naturalien⸗Kabinette befindlichen Exemplare.
P HSFL LA R IL A. Acid. alis albidis, atomis fuscis strigisque undatis obscurio-
1 ribus, puncto medio nigro er PUNLIOrN um ad marginem externum. «
Hübner, Geom. Tab. 19. Fig. 99. (foem.) G. Pu- 5
sıllarıa.
10 4
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Illiger, N. Magaz. II. B. S. 165. N. 26. (bey G. Pu- sillata.)
Laspeyres, Krit. Revis. S. 153. (bey G. Pusillata.)
Pusillaria bey Hübner a. ang. O. iſt ein ganz anderes Geſchöpf, als deſſelben, und mehrerer anderen
Schriftſteller, im folgenden G. Larentia ſtehende Pu-
sillata. Laspeyres hatte alſo vollkommen Recht, wenn er Illiger’s Verſetzung derſelben zur gegenwaͤrtigen tadelte. Ich fable ‚habe bey meinem Entwurfe der Spanner irrig W. V., Fabr. u. Borkh. hierher gezogen. Nur die Hübner’fche treue Abbildung eines etwas bleichen
Stuͤckes kann mit Sicherheit erwaͤhnt werden.
Die Größe iſt etwas über Pygmaeari a. Zuweilen kommt fie kleiner vor. Die Grundfarbe des Körpers und der Fluͤgel iſt weißlich braun. Erſterer hat am Hinterleibe weiße und braune Ringe. Die männlichen Fühler find auf dem Schafte weiß, zart braun gefiedert.
Ueber die Vorderfluͤgel laufen mehrere dunkelbraune Wel⸗ lenlinien; kurz vor der Flügelmitte vereinigen ſich zwey zu einer Binde, die doch lichte Stellen durchſchimmern laͤßt. Vor den Franzen geht eine zackige weiße Linie, in welcher gegen die Mitte ein Paar ſchwaͤrzlichbraune Punkte liegen. Eben ‚fo befindet ſich, nahe vor den hellbraunen Franzen, eine dunkel⸗ braune regelmaͤßige Punktreihe.
Die Hinterfluͤgel bleiben etwas lichter. In ihnen ſteht
ein brauner Mittelfleck.
Die Unterſeite iſt durchaus hell gelblichbraun, ohne deut⸗ liche Zeichnung, nur mit dunkleren Hinterraͤndern. | Der Schmetterling fit an Zaͤunen und Bretwaͤnden, auch fing ich ihn in Steyermark auf einer Wieſe, im July. Sonſt kann ich keine Heimath mit Gewißheit angeben. Die erſten Staͤnde ſind unenthuͤllt.
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„. DECOLORATA.
7 Acid. alis albidis, anticis strigis fuscis confluentibus, fascia interrupta alba, posticis dilutioribus.
Hübner, Geom. Tab. 47. Fig. 243. (oem. ) G. De-
colo rata.
In der Größe von Atomaria. Kopf und Rüden find gelb und weiß gefleckt, der Hinterleib ift gelblich weiß, und hat auf der Hoͤhe ſchwarze Punkte. Die Fuͤhler es gelb⸗ lich, bey beyden Geſchlechtern fadenförmig.
Die Vorderfluͤgel haben eine weiße Grundfarbe, welche aber von unzaͤhligen feineren und ſtaͤrkeren braungelben Wellen⸗ linien faſt bedeckt wird. Nur auf dem erſten Dritttheil der Flaͤche bleibt eine leere Binde. Die braungelben Ränder der⸗ ſelben find dunkler. Das zweyte Dritttheil der Fluͤgel ſtellt ſich als eine breite braungelbe Binde dar. Nach ihm kommt wieder ein leerer Streif, in dem zwey große braungelbe Flecke liegen. Eine weiße Zackenlinie lauft naͤchſt den braun und gelblichweiß geſtrichten Franzen.
Die Hinterfluͤgel ſind gelblich weiß, mit einer oder einie gen verloſchenen braunen Querlinien. Die Franzen bleiben wie zuvor. Saft alles dieſes hat Hr. Nahe treu nach⸗ | gebildet.
Unten ift der Grund der Flügel weiß , die 3eihmungen erſcheinen weniger gelb, mehr braun als oben. | .... Decolorata fliegt in Steyermark auf Bergen, in den Sommermonaten. Der Schmetterling iſt noch ff und von feinen erſten Be nichts befannt. |
7 —— \
3. 4 L B UL 4 7 4.
Acid. alis niveis, strigis undatis fuscescentibus.
Hübner, Geom. Tab. 50. Fig. 257. (foem.) G. Al- bulata.
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Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 12. Siienweißer, gelb: ' lichſtriemiger Spanner; G. Albulata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 43. N. 12. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 204. 277. Ph. Albulat a.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 312. N. 144. G. AL. bulat a.
De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 512. La Blan- chätre, G. Albulata.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 398. N. 105 G. Albulata.
In der Größe von G. Viridata. Die Grundfarbe der Oberſeite aller Fluͤgel iſt rein lilienweiß. Die Fühler find fadenförmig, weiß, gelblich geringelt. Kopf, Rüden und Körper weiß, mit zartem grauem Staube. Die Füße grau und weiß geringelt.
Ueber die Vorderfluͤgel laufen mehrere gelbliche, zuwei⸗ len mit Grau gemiſchte Wellenlinien. Bisweilen ſind ſie nur ſchwach und unterbrochen, oft auch zuſammenhaͤngend, und bindenartig in einander verfloſſen. Am ſtaͤrkſten zeichnen ſich dann jene gegen den Hinterrand aus. Die Franzen ſind gel⸗ lich oder grau. | | |
Die Hinterflügel bleiben rein weiß, mit Ausnahme einer oder zweyer gelblicher, auch zum Grau fi neigender Wel⸗ lenlinien. K
Auf der Unterfeite find die Vorderfluͤgel aſchgrau „ mit dunkleren Wellen, die hinteren gewöhnlich, doch nicht immer, weißgrau. Zuweilen haben die letzteren einen feinen braunen Mittelpunkt. |
Ich fing den Schmetterling auf Graswieſen im May. Aber auch im July ſoll er vorgekommen ſeyn; wahrſcheinlich beſteht eine doppelte Generation.
Er wohnt in mehreren Gegenden von Deutſchland, nirz gends häufig. 2
Hufnagel's u. A. Alb pen gehoͤrt nicht hierher. M. ſ. die bald folgende Candidata.
;
U 153 „
9. 8 FT LV AT A.
Acid. alis albidis, atomis griseis, fascia strigisque obscurio- ribus, margine externo nigropunctato.
Hübner, Geom, Tab. 44. Fig. 231. (foem.) G. Syl-
Vata.
Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. G. b. Fig. 1.
2. b. C. —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 7. Makeln G. Sylvata.
IIliger, N. Ausg. dess. 1. B. S. 435. N. 7. —
ee, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 5 DIR N. 161. —
Gewöhnlich in der Größe von Olaihrata, ſelten an⸗ ſehnlicher. Kopf und Ruͤcken ſind weißgrau, mit gelblichen Haaren untermifcht, der Körper iſt weißgrau mit feinem gelb⸗ lichem Staube. Die Fuͤhler ſind weiß und braun geringelt, die Fuͤße hellbraun. EN
Die Vorderfluͤgel zeigen fich in der Grundfarbe weiß, mit einzelnen gelblichbraunen Atomen beſtreut. Naͤchſt der Wurzel laufen drey undeutliche Wellenlinien, dann bleibt ein breiter, bindenartiger leerer Raum. Ueber der Fluͤgelmitte folgt eine gezackte braune Binde, die eigentlich aus zwey Her: floffenen Linien beſteht. Hierauf eine bleichere Linie, dann eine Reihe von braunen Strichen, vor den weiß und braun gemiſchten Franzen. 1 | Alle dieſe Zeichnungen, mit der bewöhnichen Ausnah⸗
me der erſten Linien naͤchſt der Wurzel, auf den Vorderfluͤ⸗ geln, ſetzen ſich auf den weißeren Hinterflügel mehr . chen fort.
Die Unterfeite iſt ſchmutzig weiß. Die ſtaͤrkeren Linien ſcheinen durch, die innere Hälfte der ai iſt mit Grau g ausgefült.
Die Huͤbner 'ſche Abbildung darf ſehr treu genannt werden. Man findet dieſen zarten Spanner in den Som⸗ mermonaten in lichten Waldungen. Seine Raupe lebt, nach
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dem Wiener Verzeichniſſe, auf Rothtannen (Pinus pi- cea Du R., etc.) Herr Hübner hat fie auf Buchen Fagus sylvatica), abgebildet. Zufolge dortiger Angabe hat ſie einen kleinen ſchwarzen, mit gelb geſtreiften Kopf. Die untere Hälfte der erſten vier duͤnneren Gelenke ift grasgrün „ nad) oben mit einem gelben Striche begraͤnzt. Die mittleren dicke⸗ ren Gelenke haben einen braunrothen, mit Weiß bezeichneten, Sattel, ungefähr wie wir ihn bey H. Vinula im vergrö- ßerten Maße finden. Die letzten, wieder verdunnten, Ge⸗ lenke führen eine weiße Rückenlinie, darunter eine rothe, ſchwarz punktirte, und uͤber den Bauchfuͤßen wiederholt fi das vorer⸗ | wähnte Grün und Gelb. 9
Die Puppe iſt braun, ihr ee mit gane e BON.
10. LUTEATA. kai 175 alis pallide flavis, ferrugineo fasciatis, puncto medio ulvo,
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 18. ‚Stefan, jonquillegelbſtriemiger Spanner, G. Luteata. Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 439. N. 18. N. Magaz. S. 165. — u. S. 177. (bey Re- mutata.) | Hübner, Geom. Tab. 19. Fig. 103, (foem.) G. Lu- tearia. a Fabr. Ent. Syst. III. 2. 199. 256. Ph. Lutes tagt iur — — — III. 2. 200. 258. Ph. Centrata Borkh., Eur. Schm. V. . S. 520. N. 149. G. Laus te ata. | De Villers, Ent, Tata T. IV. pag. 5 10. La Jaunie. G. Luteata. T. II. pag. 37 6. N. 606. La Centreé. en).
Centrata. Lang, Verz. 2. Ausg. 8. 187. N. 1303. G. Te teata.
Götze, entom, Beytr. III. Th. 5. B. S. 398. N. 10 Sad
. 47
Laspeyres, Krit. Revis, 8. 131 — u 8. 145. (bey Remutata.) Aa
DLuteata hat kaum die Größe von Glarearia. Der Koͤrper iſt weißlichgelb, der Hinterleib mit dunkleren Rin⸗ gen. Die Fuͤhler ſind fadenförmig, braungelb.
Ueber die hell ledergelben Fluͤgel ziehen drey doppelte, oft theilweiſe in einander verfloſſene, vielgezackte Querlinien. Ihre Farbe ift ochergelb, bey Varietäten purpurbraun. Das erſte Paar dieſer Linien ſteht auf den Vorderfluͤgeln an der Wurzel, und bleibt auf den Hinterfluͤgeln aus. Nach ihm folgt ein breiter Raum, wie eine weißliche Mittelbinde. In ihm befindet ſich auf jedem Flügel ein kleiner ſchwarzbrauner Punkt.
Die Unterſeite iſt wie oben en „ aber das Hochs gelb wird bräunlich „ und die Grundfarbe faſt weiß. Die Franzen zeigen ſich auf beyden Seiten ledergelb.
Ich fand dieſen Spanner noch nicht in unſerer Gegend, ob er gleich hier vorkommen fol. Borkhauſen traf ihn im May und Juny in Gebüfchen, auf den Blättern der Erlen, mit flach ausgebreiteten Flügeln ruhend. Auch in Ungarn er⸗ hielt man ihn. Von ſeiner Amme iſt nichts bekannt.
11. 4 LPS T R A 7 4
Acid. alis anticis albidis, atomis ferrugineis, 2 media „„ lineolis nigris, posticis cinereis.
Hübner, Geom. 1 6. Big 320. . (em) G. Ar
pestrata. Am}
Die angeführte Figur, bis jetzt die einzige, ie kemtich⸗ doch allzubunt fleckig colorirt. Es iſt eben ſo ſchwer, dieſen zartgefaͤrbten Spanner nachzubilden , als ihn zu befchreiben. Seine Größe iſt gleich jener von Atomarıa. Kopf und Rücken find roſtbraun, der Hinterleib ift gelblicher mit ſchwaͤrz⸗ lichen Ringeinſchnitten, der Afterbuͤſchel roſtgelb, die Fuͤhler | B
18
find eabenfSemig „gelb und braun fein geringelt. Die Füße ganz braun.
| Die Vorderfluͤgel haben einen weißgrauen, mit Roſtgecb gemiſchten Grund. Auf demſelben, meiſtens auf den Fluͤ⸗ geladern, ſtehen viele dunkelbraune Haͤckchen und Striche, welche an der Wurzel eine einfache, weiterhin eine doppelte, und dann eine dreyfache unterbrochene Querlinie bilden. Hin⸗ ter Letzterer, bis zum Rande, wird das Roſtgelb am lebhaf⸗ teſten. Vor den Franzen ſtehen mehrere einzelne braune Laͤngsſtriche. Die Franzen ſelbſt ſind weiß und roſtbraun wechſelnd gefaͤrbt, inwendig mit einer feinen Wann ein⸗ gefaßt.
Die Hinterflügel zeigen ſich braͤunlich weiß, an der Wurzel am hellſten, vor den weißgrauen Franzen befindet ſich eine Reihe feiner brauner Striche oder Punkte.
Die Unterſeite iſt einfach weißgrau, ſeidenartig glaͤnzend. Nur gegen die Franzen hin bildet ſich hinter einem undeutlichen weißen Bogenſtreife eine dunklere Randbinde. Die Franzen find. hier trübe weiß.
Alpestrata wird in den Sommermonaten auf den Gipfeln der Steyriſchen und Kaͤrnthner Gebirge gefunden. Der Schmetterling, deſſen frühere Stände noch verborgen find, iſt ziemlich ſelten, vorzüglich i in guten Exemplaren.
12. 5 CA R ARI A.
Acid. alis anticis albidis, atomis fusco griseis, strigis fasciis- abt Untis fuscis, dente nigricante versus n posticis idis, fascia n fuscescente,
Hübner, Geom. Tab. 44. Fig. 229. (mas.) G. See
brata.
Kaum kennbar iſt Huͤbner's Abbildung, und eine ge⸗ nauere recht ſehr zu wuͤnſchen. Vorzuͤglich iſt die Faͤrbung verfehlt, die dort im Grunde ſchieferblau angenommen wurde, waͤhrend ſie gelblichweiß ſich zeigt. Auch iſt es wohl ein Werk der Eile, daß die Endſylbe des Nahmens fadenfoͤrmige
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Fühler andeutet, da doch dieſelben, auf dem Bilde wie in der Natur, bey'm Manne gekaͤmmt, und zwar recht ſtark ge⸗ kaͤmmt ſind.
Soabraria vergleicht ſich mit Ato maria. Kopf wi Ruͤcken find weiß mit Roſtbraun gemiſcht, der Hinterleib iſt weiß, braͤunlich geringelt. "Die männlichen Fuͤhler ſind, wie ſchon erwaͤhnt, ſtark gekaͤmmt, mit fein zulaufender Spitze. Ihr Schaft iſt weiß, braun punktirt, die Kammfe⸗ dern ſind ſchwaͤrzlich braun. Die weiblichen Fuͤhler erſcheinen gekerbt, weißlichbraun. Die Fuͤße gelbbraun.
| Ueber den gelblichweißen Grund der Vorderfluͤgel ziehen eine Menge roſtbrauner, zackiger, feiner Querlinien. Da⸗ bey ſind die Adern mit ſolchen Punkten beſetzt. Gewöhnlich vereinigen ſich dieſe Linien an zwey Stellen bindenartig, nahe an der Wurzel und auf der Flügelmitte; hierauf wird der Grund wieder heller, bis zu einer dunkelbraunen, mit durch⸗ ſchimmerndem Weiß oft unterbrochenen, breiten Randbinde. In derſelben, vorzuͤglich gegen ihre Mitte, ſtehen mehrere ſchwaͤrzliche zahnartige Laͤngsſtriche. Vor den Franzen Läuft eine dunkelbraune ſtarke Reihe von Punkten, die fich zu zwey und zwey einander mehr naͤhern. Ueber den braͤunlichweißen Franzen befindet ſich noch eine zarte braune Linie.
Die Hinterflügel find auf der inneren Halfte weiß, mit braͤunlichen Atomen, dann folgen eine matte zackige Linie, zu⸗ weilen deren mehrere, ferner eine bleiche braune Binde, als Fortſetzung jener der Vorderfluͤgel. Die Franzen ſind wie dort, und eben ſo eingefaßt. Auf allen Fluͤgeln ſtehen ſchwarze Mittelpunkte.
Die Unterſeite iſt im Grunde braͤunlich weiß. Die vier Punkte find ſtark vorhanden; die übrige Zeichnung ſchimmert verloſchen durch. Die braune Binde umfaßt ganz einfach ſaͤmmtliche Flügel.
Das Weib iſt träge, und wird darum hoͤchſt ſelten ge- fangen. Der Schmetterling fliegt, mit dem Vorigen zugleich, auf den Kaͤrnthner und Steyriſchen Alpen, gewöhnlich i im July. Naͤheres iſt nicht von ihm bekannt.
B 2
*
2 t
13. ELUTATA.
Acid. alis anticis viride brunneis, fascia media maculaque externa dilutioribus, posticis cinereo fuscis.
Hübner, Geom. Tab. 43. Fig. 224. (mas.) 6. bn tata.
— — 74. Fig. 581— 384. (mas.) 55 585.
(foem.) —
Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. F. a. 2 Fig.
2.2, b. 65 m *
Ein, in letzterer Zeit, in Steyermark mehrmals We: fundener, vorher hoͤchſt feltener Spanner. Nachdem ihn Hr. Hübner, nicht zum Beſten, auf der früheren Tab. 43. gegeben hatte, wurden ſo viele Abaͤnderungen bekannt, daß
die ganze Tab. 74. nochmals dieſer Art widmete. In Größe und Geſtalt reiht fie ſich nahe an die folgende Implu- viata. Die Zeichnung, und noch mehr die Faͤrbung, wech⸗ ſelt allerdings außerordentlich, fo, daß faſt kein Stuͤck dem andern gleicht.
Kopf und Ruͤcken ſind rehgrau, oft mit Weiß und Roth⸗ braun gemiſcht. Die Fuͤhler hellgrau, bey'm Manne gekerbt, der Hinterleib iſt gelbgrau, mit ſchwaͤrzlichen Ringen, Mit⸗ telpunkten, oder auch einem ſolchen Laͤngsſtreife über die Quer⸗ ringe. Die Fuͤße ſind gelbbraun. | K.
Die Vorderflügel führen ein er Gemiſch von Rothbraun und gruͤnlichem Weiß auf olivengruͤnem, zuweilen in's Graue uͤbergehendem, Grunde. Naͤchſt der Wurzel lau⸗ fen mehrere unterbrochene röthliche Querlinien. Am Vorder⸗ rande ſtehen gruͤnlichweiße Flecke, und in der Fluͤgelmitte dergleichen groͤßere, die faſt in eine Binde zuſammen fließen. Gleich dahinter folgt wieder Rothbraun. Die Fluͤgelſpitze iſt gelblich oder gruͤnlichweiß, von einem ſchwarzen Striche bes graͤnzt. In der Mitte des Hinterrandes zeigt ſich meiſtens, doch nicht immer, ein runder weißlicher verwaſchener Fleck. Die Franzen find grau, mit ſchwarzen kleinen Strichen ein⸗
gefaßt.
. Die Hinterfluͤgel bleiben einfach grau, nur mit wenig dunkleren Bogenlinſen. Vor den gleichen Franzen ſtehen bleiche Striche. ER
Die Unterſeite ift ſchmutzig grau, ohne Zeichnung, Auch von Elutata leben die Weiber verſteckt, und werden nur durch Aufjagen, dann aber gewöhnlich unbeſchaͤdigt und leb⸗ haft gefärbt erhalten. Souſt findet man die Männer an Haus fern, Bretwaͤnden, Zaͤunen und Baumftämmen, in Alpenge⸗ genden, gewöhnlich im July.
Von der Raupe, welche auf Erlen (Betula Alnus), lebt, kann ich Folgendes ſagen; Sie gleicht ziemlich der Hübner 'ſchen Abbildung, und iſt eben fü veraͤnderlich in der Farbung wie ihr Schmetterling. Gewöhnlich wird fie, er- wachſen, einen Zoll lang, ihr Kopf ift gelb, braun gegittert, oder ganz braun. Der Grund des Körpers zeigt ſich ſchmutzig gelb, mit röthlich braunen Längsſtreifen, die ſich aber oft als
lecke trennen. Auf jedem Gelenke ſtehen einzelne ſchwarze aare.
Die Puppe iſt klein , kolbig, grasgrün.
SIEH
r, 1 * P L. VIA A.
Acid, alis anticis fusco griseis, fascia lata undata albicante,
lineolis nigris ad apicem ; posticis dane e 197
Hühner, Ba. Tab, 45. Fig. 225. (mas.) G. Im- pluviat a.
— Larv. Lep. Geom. II. Aequiv. F. a. b. Fig. 1. 8% b. —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 5 „Gartenbirnſpanner, SG. Impluviata. .
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. S. 454. N. 5. —
N. Magaz. II. B. S. 162. —
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 308. N. 141. 6. Tri-
fasciata.
22 Götze, entom. Beytr. III. Th, 3. B. 8. 397. N. 159. | G. Impluviata. Laspeyres, Krit. Revis. S. 150, —
Unter dem jetzigen Nahmen allgemein bekannt, in man⸗ chen Jahren in Oeſterreich haufig, Die Größe iſt über At o- maria, die Geſtalt wie jene des Mannes der folgenden Brumata. Kopf und Rücken ſind weißgrau, die Schul⸗ terdecken braungrau, der ganze Hinterleib wieder weißgrau, bey'm Manne mit Seiten- und Afterbuͤſcheln.
Die Grundfarbe der Vorderfluͤgel wechſelt bindenfoͤrmig zwiſchen gruͤnlichem Weißgrau und Braungrau. Das erſte Feld an der Wurzel iſt weißgrau „ mit einer zarten braunen Wellenlinie. Dann folgt eine braungraue Binde, die zu bey⸗ den Seiten mit dunkleren Linien begraͤnzt iſt, eine bleiche Wel⸗
lenlinie ſcheint zuweilen mitten durch. Hierauf in der Fluͤgel⸗ mitte eine weißgraue, breite, wie durch Regen verwaſchene Binde. Hinter ihr wird die Flaͤche wieder dunkel, vor den Franzen aber noch einmahl hell. An der Fluͤgelſpitze ſtehen ein Paar ſchwarze Striche, und mehrere kleine vor den dun⸗ kelbraun und hellgrau geſeheckten Franzen.
Die Hinterflügel find braͤunlichgrau, mit einigen, ges woͤhnlich zwey, dunkleren Bogenſtreifen. Die Franzen blei⸗ ben wie vorerwaͤhnt, eine braune Linie trennt ſie von der Flaͤche.
Unten haben alle Fluͤgel die Farbe und auch die Zeich⸗ nung von der Oberſeite der hinteren. Alle fuͤhren Mittelſtriche und mehr oder weniger dunkleren Staub. |
Die Raupe hat Hr. Hübner zuerſt abgebildet. Ich fand ſie im September auf Erlenbuͤſchen (Betula Alnus). Sie war erdbraun, mit gelb und braun gegittertem Kopfe, einem gelben Seitenſtreife uͤber den Fuͤßen und blaͤulichgrauen Gelenkeinſchnitten. Bey einigen bemerkte man braunliche Laͤngslinien. Zwiſchen Blättern wurde fie zu einer dunkel ſchwarzgruͤnen Puppe.
Der Schmetterling entwickelte ſich Ende April Ker, im May des naͤchſten Jahres.
23
a BR VDMATA.
Acid. alis anticis ſlavescentibus, strigis obsoletis fuscis; po- sticis albidis; foemina aptera fusca.
ner, Geom. Tab. 57. Fig. 191. (mas.) G. Bru- mata.
— — 30. Fig. 415. (mas.) —
G. Brumata.
IIIliger, N. Ausg. dess. I. B. 435. N. g.
Linné, S. N. 1. 2. 874. 281. G. Brumata.
Faun. Suec. Ed. 2. N. 1293.—
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 190. 225. Ph. Brumata.
Esper, Schm. V. Th. Tab. XXXVII. Fig. 7 — 14. S. 208. G. Brumaria:
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 297. N. 136. G. Br u- mata.
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 357. N. 554. L. Hiémale. G. Brumata,
De Geer, Ueberſ. v. Goͤtze, I. B. 2. Qu. S. 107. Tab.
XXIV. Fig. 11 — 24. 4. Qu. S. 125. Tab. XXIV.
Fig. 11 — 14. u. II. B. 1. Th. S. 531. N. 6. Fueßly, Schweiz. Inu S. 41. N. 796. Ph. Bru- mat a.
Schrank, Be boic.1I. B. 2. Abth. S. 3 1. N. 1656. —
Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 612. N. 85. Ph.
Hyemat a.
Naturforſcher, VII. St. S. 132. Ph. Brumata.
XI. St. S. 85. N. 85. Ph. Hy emata.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 355. N. 281.
SG. Brumata,
Müller, Zool. Dan. prodr. p. 128. N. 1483.—
Brahm, Inſ. Kal. II. 1. 514. 376. G. Prunata. (In Bezug auf Kleemann, Tab. XXXI.)
a)
— — 99. Fig. 509. (foem.) — My 0 Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. g. Fruͤhbirnſpanner.
24
Schwarz, Raup. Kal. S. 136. N. 126. u. S. 322. N.
316. G. Brumata. Kleemann, Beytr. Tab. n Fig, 1— 12. S. 256.
Allgemein bekannt. Gibbet des Mannes, mindeſtens
wie Ato maria, oft anſehnlicher. Das Weib hat ſtatt der
Fluͤgel nur kleine Lappen, die nicht zum Fliegen dienen koͤn⸗ nen. Der Mann aber iſt ſehr zart gebaut, ſeine Faͤrbung iſt nur deutlich, wenn er aus der Puppe kommt, nach kurzer Zeit geht ſie verloren oder ſtirbt ab. Er wechſelt in der Grund⸗ farbe zwiſchen gelblicheren und ſchwaͤrzerem Erdbraun. So iſt auch der Koͤrper; der Hinterleib ſtets heller, als Kopf und Rücken. Die Fühler ſind auf der inneren Seite behaart.
Die Vorderfluͤgel haben auf bleicherer Flache mehrere zackige Linien, die ſich meiſtens zu dunkleren Binden vereini⸗ gen. Eine ſteht nahe an der Wurzel, eine breitere in der Fluͤgelmitte, eine ſchmaͤlere gegen den Hinterrand. Wenn die Linien getheilt ſind, findet man, an der Wurzel und in der Mitte, deren gewoͤhnlich drey, am Hinterrande nur zwey.
Der Adernlauf iſt mit dunkleren Puͤnktchen belegt. Die Fran⸗
zen find heller als der Fluͤgelghrund.
Auf den Hinterfluͤgeln, welche braͤunlich weiß bleiben, ſteht ein verloſchener Wellenſtreif, der zuweilen ganz ausbleibt, ſelten doppelt erſcheint.
Unten ſind alle Fluͤgel heller als oben, mit Mittelpunk⸗ ten, und der Spur von einer oder zwey Bogenlinien. 5
Varietäten find oben und unten weißlich, faſt zeich⸗ W
Das Weib iſt ſo groß, wie der Korper des Mannes, walzenfürmig, feine Füße find lang. Die Fluͤgellappen haben
einen bindenartigen dunkeln Streif uͤber die Mitte, e |
einzelne dunkle Linien. | Die Raupe, welche faft auf allen zahmen und wilden Holzarten lebt, verläßt gleich zu Anfange des Fruͤhjahres das Ey, und erreicht im May ihre voͤllige Groͤße. Ihre Farbe iſt von Jugend auf manchen Veraͤnderungen unterworfen. In
r
. N N der fruͤheſten Zeit iſt fie grau. Nach der erſten Haͤutung wird ſie hell und gelblich bleichgruͤn, und es ziehen ſich weiße, kaum ſichtbare Linien über den Rücken. Der Kopf iſt ſchwarz, und hinter ihm ſteht ein ſolches Fleckchen. Nach der zweyten Haus tung verliert ſich dieſe Schwaͤrze, die Grundfarbe wird grüner, und man bemerkt die hellen Rückenlinien. Nach der letzten Haͤutung, mit der ſie die Groͤße eines Zolles erreicht, iſt die Grundfarbe blaß gelblichgruͤn, zuweilen auch dunkler. Der Kopf ift in zwey rundgewoͤlbte Theile abgeſondert, mattgelb⸗ lich, oder glanzend hellbraun. Eine dunklere, zarte Ruͤcken⸗ linie, neben der zwey andere weißlichgelbe ſtehen, und unter welchen eine ungemein feine hellere ſich befindet, zieht uͤber den ganzen Koͤrper. Die Luftloͤcher, welche unter der letzten Linie ſichtbar ſind, erſcheinen als dunkle Punkte. Dieſe Rau⸗ pen verbergen ſich gewoͤhnlich zwiſchen Blatter, und haben die Eigenſchaft, daß fie ſich vermöge eines Fadens, den fie aus dem Munde ziehen, aus ihrer Wohnung zur Erde herabe laſſen koͤnnen. Sie find der Verfolgung kleiner Muͤcken ſehr ausgeſetzt, doch haben ſie zur Schutzwehr einen gruͤnen Saft, den fie ihnen entgegen ſpritzen, wenn fie ſich nähern. (Dieſe genauen Beobachtungen von Schwarz a. ang. O.) Noch muß angemerkt werden, daß die Raupen in ihren gleichen Groͤßen ſelten ſich ganz ahnlich find, Man findet fie dunkel⸗ gruͤn, faſt ſchwarz, und wieder gelbgruͤn, mit weißen, gelb⸗ lichen und gruͤnlichen Laͤngsſtreifen. Einer meiner Freunde traf fie einſt weißlichgruͤn, mit einer deutlichen weißen Laͤngslinie zu beyden Seiten des Ruͤckens, und einer weniger deutlichen oberhalb der Fuͤße. Zwiſchen beyden Linien liefen noch in der Seite mehrere zarte weißliche Linien, aber nicht über den Ruͤcken; biebmehr erſchien dort die Mittelader als ein dunkler Laͤngsſtreif. In der erſten Zeit, wenn die Baͤume Knospen treiben, graͤbt ſich die Raupe in die Knospen ein. Da ſie zuweilen, beſon⸗ ders in trockenen Fruͤhjahren, in un geheurer Menge erſcheint, ſo richtet ſie große Verwuͤſtungen an, und zerſtoͤrt auf Obſt⸗ baumen die ganze gehoffte Ernte. ö In der Erde verfertigt fie ein ovales Gehaͤuſe, worin fie
*
. 26
zur Puppe wird. Dieſe fuͤhrt eine gelbbraune Farbe, iſt dick⸗ leibig, und hat am Ende zwey auswärts, gekruͤmmte Spitzen. Auch wird man an ihr neun Luftlöcher gewahr. Im Oktober, oft erſt im November und Dezember, ſogar während des Fro⸗ ſtes, entwickelt ſich der Schmetterling, und ſchwaͤrmt bey Tage mit traͤgem und zitterndem Fluge. Die Weiber aber ſitzen an Baͤumen, Mauern u. ſ. w.
Zu ihrer Vertilgung wurde mit großem Erfolge das, 125 Fid. Defoliaria, 1. Abthlg. d. Bds., S. 317. ange⸗ fuͤhrte, einfache Mittel, die Umwickelung 505 Staͤmme mit einem harzigen Ringe, angewandt. In Schweden erhielt man einſt, an einem Orte, und in Zeit von einem Monate, nicht weniger als zwey und zwanzig Tauſend Weiber auf dieſe Weiſe, jene ungerechnet, welche im Theer verborgen blieben, und die man auf ſechs Tauſend anſchlug, nebſt einer Menge Männer, die ſich zu ihnen geſellt hatten. Auch duͤrfte es gut ſeyn, dies Verfahren zu Anfange des Fruͤhlings zu wiederho⸗ len, um die anderswo ausgekrochenen jungen Raupen vom Emporſteigen abzuhalten. |
Hier ſollte Boreata, Hbr. Tab. 80. Fig. 413 et 414. folgen. Die uns davon bekannt gewordenen Exemplare bieten aber durchaus keine Verſchiedenheit von weißen Abaͤn⸗ derungen unſerer Brumata. Für die Raupe von Bor e a- ta wird zwar die Fichte und anderes Nadelholz als Nahrung angegeben; allein Brumata verſchmaͤht faſt keine Holzart, und ſo mußte ich allerdings Bedenken tragen, die Zahl der Spanner mit dem neuen Nahmen zu vermehren.
16. D ILV T A T A. Acid, alis anticis griseis, fasciis dilutioribus aliisque obscu- rioribus undatis; posticis albidis, lineis griseis ad marginem externum,
Eder, Geom. Tab, 36, Fig, 188. (mas.) G. Di- lutata,
Hübner; Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. B. b. Fig. 1. a—f. G. Dilutata.
Wie n. Verz. S. 109. Fam. K. N. 4. Heckeichenſpanner G. Dilutata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 454. N. 4. —
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 290. N. 130. und S.
564. G. Dilutata. | — — V. Th. S. 294. N. 153. G. Quadri- fasciata.
——
V. Th. S. 294. N. 134. G. Affi- niata.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 397. N. 158. SG. Dilutata. |
Größer als Brumata, meiſtens wie eine anfehnliche Crataegata. (Es iſt offenbar ein Schreibfehler, wenn Borkhauſen Impluviata größer als Dilutata be⸗ zeichnet.) Kopf und Hals ſind hellgrau, die Fuͤhler bey bey⸗ den Geſchlechtern fadenfoͤrmig, fein, grau und ſchwarz ge⸗ ringelt. Der Ruͤcken iſt wollig, dunkel aſchgrau, der Leib glatt, heller, in's Gelblichweiß uͤbergehend. Die Fuͤße ſind hellbraun. a
Die Flügel andern im Grundtone, wie in der Zeichnung mannichfaltig ab. Vorzüglich giebt es eine Varietät, die Bork h. a. ang. O. als Quadrifas ci ata beſchrieb, wel⸗ che ſich ſo weit von der gewoͤhnlichſten Faͤrbung entfernt, daß
man noch jetzt hin und wieder ſie als eigene Art aufſtellt. Aber
jener ſcharfe Beobachter hat ſpaͤter ſelbſt, S. 564. a. ang. O. feine frühere Angabe verbeſſert, nachdem er nicht nur die eine und die andere Abart in Begattung gefangen, ſondern auch AUebergaͤnge in allen Stufen erhalten hatte, wie wir deren auch beſitzen.
Dilutata, wie fie zuweilen haufig Kan hat ſehr zarte, abgerundete Fluͤgel. Die vorderen ſind aſchgrau, glaͤnzend, mit einzelnen oder zuſammengefloſſenen Zackenlinien
uͤberzogen, die dunkler grau, zuweilen mit olivengruͤnem
28
| Schimmer, fich zeigen. Nachft der Wurzel ſtehen gewoͤhn⸗ lich drey Linien, die zwiſchendurch hellere Streife ſehen laſſen. In der Fluͤgelmitte bleibt eine helle Binde, mit einem feinen ſchwarzen Punkte darin. Zuweilen iſt aber auch dieſe dunkel überflogen, und dann wird nur der Anfang der Binde, am Vorderrande, deutlich. Hierauf folgt wieder eine Binde von drey Linien, deren letzte kleine Bogen macht, auf den Adern aber weiße Pünktchen führt. Noch ſteht vor dem hellen Hin⸗ terrande eine doppelte Linie von kleinen Halbmonden. An der Flügelſpitze iſt ein ſchwarzer Strich, vor den hellgrauen $ Nane zen aber eine ſolche Punkt- oder Ftichrahe N
Die Hinterflügel find truͤbweiß. In der Nähe des Fran⸗ zenrandes ſieht man zwey oder drey verloſchene aſchgraue Li⸗ nien, die nicht ſelten zu einer dunklen Binde ſich vereinen. Die Franzen werden auch Pe durch eine ae Linie von der Flaͤche getrennt.
Unten find alle Fluͤgel weißlich glühen mit ſcwache dunkler, von oben durchſcheinender Linienzeichnung. In der Mitte eines jeden Fluͤgels ſteht meiſtens ein kleiner Punkt.
Die erwähnte Varietät, Quadrifasciata, hat ei⸗ nen ſilberweißen Grund, undeutlichere ſchwaͤrzliche Zeichnung, die ſich nicht zu Binden vereinigt, und in der Fluͤgelmitte, wo
0 ſich die Hauptader theilt ‚ ein gabelfürmiges ſchwarzes Zei⸗
chen, das bey der An enen grauen Art weniger beet bar iſt. >
Der Schmetterling fliegt in Wäldern bey FRE fodt im Herbſte, im Oktober und November. Das Wien. Verz. giebt die Eiche (Quercus Robur), als Nahrung der Raupe an, Borkhauſen fand ſie im May und Juny auf Buchen (Fagus sylvatica). Aber auch auf anderen Baumgattungen, . | Ellern (Betula Alnus), Ruͤſtern (Ulmus campestris), u. f. w. wurde ſie beobachtet. Ihre Zeichnung und Faͤrbung wech⸗ ſeln ebenfalls vielfach ab. Meiſtens iſt ſie ſammetgruͤn, auf dem Bauche weißlich, der obere Theil des Koͤrpers mit helle⸗ ren zarten Laͤngsſtreifen. Zuweilen erſcheint ſie mehr oder we⸗ niger blutroth oder ſchmutzig braunroth gefleckt. Ein Längs⸗
—
ſtreif über den Fuͤßen it faſt gelb Sie hat fuͤr ihre Größe eine bey Spannerraupen ungewöhnliche Dicke.
Die Puppe iſt kurz, e rothbraun, und legt in der Kae; |
LOBULAT.A.
Acid, alis hide, atomis griseis strigisque obsoletis fuscis; 1 7 85 solito longioribus.
144 4.
Rüpner; Geom. Tab. 70. ‚Fig. 362. berker, G. Lo- rt. e Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. G. a. 2 Fig.
1. c. NA
—
Ein Sede „ den unſere ſteyriſchen und tyroler Alpen liefern, in der Größe von Ato maria. Seine Vor⸗ derfluͤgel, vorzuͤglich die des Mannes, ſind am Vorderrande beſonders lang geſtreckt, die hinteren gehen anſehnlich weit uͤber den Hinterleib herab. Die Faͤrbung iſt zart braungrau, auf truͤbweißem Grunde. Kopf und Ruͤcken ſind grau be⸗ haart, der Hinterleib iſt weißlicher, mit dunkeln Ringeinſchnit⸗ ten. Die Fuͤhler ſind fein hellgrau und braun en , die Fuͤße braun. *
Laͤngs des Vorder andes, auf den Vorderſlägem, ſtehen mehrere kleine ſchwaͤrzliche Striche, aus denen zarte Quer⸗ linien laufen. Die Adern werden mit ſchwarzen Puͤnktchen ausgezeichnet. Das erſte Dritttheil der Flache, von der
Wurzel an gerechnet, bleibt uͤberhaupt am dunkelſten, die Mitte iſt hell, und auf dem letzten Dritttheil zeigen ſich zwey Reihen von feinen Laͤngsſtrichen. Vor den grauen Franzen ſteht noch eine Punktreihe, ein undeutliches hakenfoͤrmiges Zeichen aber auf der Stelle, wo die Hauptader ſich in Zweige theilt. | Die Hinterflügel ſind weiß, mit ſchwachen braͤunlichen Adern, und einer ſolchen Bogenlinie vor den Franzen, die zu⸗ weilen bindenartig zerfließt.
Die Unterſeite aller Fluͤgel iſt weiß ; bräunlich bgerlo:
nn
gen, mit verloſchenen gelblichbraunen Linien und Mittel: punkten. |
Nach Hübner lebt die Raupe auf Heckenkirſchen (Lonicera Xylosteum). Der Kopf iſt braͤunlich, der Ruͤcken dunkel- der Bauch hell grasgruͤn. Die Gelenke tren⸗ nen ſich durch dunklere Ringeinſchnitte. Ueber den Luftlöͤchern zieht eine gelbe Laͤngslinie.
Die Puppe iſt vorn Bräunfichgrin „ hinten delbuch braun.
Ort der deem und Zeit des Stuges f ſind mir un⸗ bekannt. :
1
Acid. alis albis; anticis ME undatis fuscis.
Hübner, ori Tab. 37. Fig. gen (mas) G. no pestrata —— Larv. Lep. V. Geom. II. Aer B. 6. Fig. 1. a. — Wien. Verz. S. 10g. Fam. K. N. 6. Fahlweiße, ba. braunſtriemiger Spanner, G. Ru pestrata. | Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 435. N. 6.— Fabr. Ent. Syst. Suppl. 455. 206 —7. Ph. Ru- Aestrata⸗ Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 310. N. Br G. Ru- pestrat a. Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 597. N. . G. Rupestrata. Größe und Heimath der vorigen Art. Dieſe, wie jene, iſt von Herrn Huͤbner ſehr treu abgebildet worden. Die ganze Oberfläche von Ru pestrata iſt matt gelbbraͤunlich weiß. Der ganze Koͤrper, ſo wie der Vorderrand der vorde— ren Fluͤgel fuͤhren das meiſte Braun. Die Fuͤhler ſind gelbli⸗ cher, die Fuͤße braun und weiß gefleckt. ueber die Vorderfluͤgel laufen mehrere, ungefähr fünf,
U
105 31
Wellenlinien, von denen die zweyte und fünfte doppelt find. Die dritte und vierte entfernen ſich am weiteſten von einander, und laſſen eine Binde frey. Die Franzen ſind weiß, mit fei⸗ nen braunen Punkten eingefaßt.
Auf den helleren Hinterfluͤgeln ſetzen ſich, verloſchen, meiſtens drey der obigen Linien fort. Die Franzen bleiben wie zuvor.
Die Unterjeite der Vorderflügel iſt ſtark mit Braun be⸗ legt, die der hinteren wie oberhalb, nur mit einer dahin Querlinie.
Die Raupe wohnt auf Fichten und anderem Nadelholz. Der Koͤrper iſt uͤber den Ruͤcken ſammetartig dunkelgruͤn, mit weißen Punkten neben der Ruͤckenlinie. Dann folgen drey hellere Laͤngslinien, von denen die letzte, über den Füßen, am hellſten ift und faſt weiß wird.
10 Von der Weiſe ihrer e e und Flugzeit habe ich | keine ſichere en N
10. CANDIDATA
Acid. alis niveis, strigis undatis flavescentibus.
nner Geom. Tab. 19. Fig.101, (foem.) G. Can- di daria.
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 25. Rothbuchenſpan⸗ ner, G. Candidata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 441. N. 23.—
N. Magaz. II. B. S. 164. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 203. 273. Ph. Immutat a.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 527. N. 155. G. Can- di data.
Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 616. N. 96. Ph. AL
ae bulata.
Natur forſcher, XI. St. S. 88. N. 96. —
8 entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 384. N. 80. G. Albulata.
1
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. 10 8. 569. N. s G. Candidata. Laspeyr es, Krit. Revis. S. 132. 6. candidate,
Li
N Groͤße, etwas uͤber eee. Der Körper if ſchneeweiß, wie überhaupt die ganze Oberfeite des Schmet⸗ terlinges. Die Fühler haben einen weißen Schaft, und bey'm Manne kurze braune Faſern. Die Füße find hellgrau. Die Flügel werden von geſchlaͤngelten hellbraͤunlichen
matten Querlinien uͤberzogen. Man zaͤhlt deren meiſtens fuͤnf auf den Vorderfluͤgeln, und vier auf den hinteren. Die dritte
und vierte Linie ſtehen ſehr nahe an einander, und fließen zu⸗
weilen in einen Strich zuſammen; hierauf folgt ein rein wei⸗
ßer Raum. Vor den gleichfalls weißen Franzen befindet ſich
eine ſchwarze Punktreihe, welche aber meiſtens ſo fla daß man ſie nur durch Vergroͤßerung erkennt.
Auf der Unterſeite iſt das Weiß gelbliche, y die Linien ſind gar nicht, oder nur einzeln vorhanden, dagegen iſt die Punktreihe vor den Franzen ſtaͤrker. In der Mitte eines jeden Flügels zeigt fich ein ſchwarzer Punkt „ der ſelten oben wache ſchimmert.
Ich fing den Schmetterling zwey Mahl im Jahre, im May und im July, das erſte Mahl nicht ſelten in einem Buchenwalde. Aber auch in Gegenden, wo keine Buchen ſtehen, habe ich ihn angetroffen. 4
Seine erſten Stande find noch menthüll. e
20. OSS EAT A. ö Acid. alis flavescentibus obscurius undatis, puncto meitid nigro, anticis costa ferruginca,
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 22. Beinfarbener, bräaͤunlichſtriemiger Spanner, G. Osseata. | IIliger, N. Ausg. dess. I. B. S. 441. N. 22. —
Hübner, . Tab. 19. Fig. 102. (oem. ) G. Os
KARTE
33
Fabr., Ent. Syst. III. 2. 204. 276. Ph. Osseata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 526. N 154. G. Os-
s8ceata.
De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 511. La Salie. G. Osseata.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 398. N. 171.—
Wie Ochrearia. Der Kopf iſt roſtbraun, der uͤbrige Koͤrper, wie ſaͤmmtliche Flügel, gelblich weiß oder beinfarbig. Die männlichen Fühler find eben fo, mit kurzen dunklen Haͤrchen. Die Fuͤße hellbraun.
Ueber ſaͤmmtliche Flügel laufen mehrere undeutliche Wels lenlinien „ meiſtens fünf auf den vorderen, und vier auf den hinteren. In der Mitte laſſen ſie einen breiteren leeren Raum. In ihm befindet ſich, auf jedem Fluͤgel, ein kleiner ſchwarzer Punkt. Was aber dieſen kleinen Spanner in der Regel ſo— gleich kenntlich macht, iſt der roſtfarbige Vorderrand der Vor— derfluͤgel, der verhaͤltnißmaͤßig in ziemlicher Breite von der Wurzel auslaͤuft, und durch den gleichfarbigen Kopf ununter⸗ brochen fortdauert. Die Franzen ſind ſchmutzig weiß.
Auf der Unterſeite zeigt ſich die Faͤrbung uͤberhaupt truͤ— ber, die Vorderfluͤgel find durchaus roſtfarbig beſtaͤubt, und
alle Linien nehmen mehr oder minder dieſen T Ton an. Die Mittelpunkte erſcheinen wie oben.
Eine eben nicht jelten vorkommende Varietaͤt, die bey mehreren Sammlern fuͤr eigene Art gilt, iſt etwas bleicher, der roſtfarbige Vorderrand verſchwindet, und die Mittels punkte der Flügel find nicht vorhanden. Doch fehlt es nicht an Uebergaͤngen, wo Rand und Punkte, nur undeutlich, ſich zeigen.
Osseata, mit der erwähnten Abart untermengt, fegt in den Sommermonaten haufig auf Wieſen und lichten Wald: platzen. a
Raupe und > Puppe wurden er nicht beobachtet.
VI. 2. a a 5 C
34
211% BAD DIDI RI
Acid, alis pallide flavis, strigis saturalioribus obsoletis,
Hübner, Geom. Tab. 18. Fig. 96. (mas.) G. Pal- lidaria. ns |
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 2 1. Weißlicher, braun⸗ gelbſtriemiger Spanner, G. Pallidata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 440. N. 21.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 525. N. 155. G. Pal-
MAidat a. BaN)” i | 0 |
Götze, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 599. N. 170. G. Pallidata. | / wur
| Huͤbner's Pallidaria a. ang. O. iſt die wahre Palli data des Wien. Verz. welche ich aber in aͤlteren hieſigen Sammlungen zuweilen mit bleichen Stuͤcken unſerer unaͤhnlichen Rufaria vermengt finde. Illiger im N. Magaz. II. B. S. 163. und Las peyres, in feiner Krit. Revis. S. 13 1. zweifeln, daß Borkhauſen die rechte Art gekannt habe, und vermuthen, daß er vielmehr Huͤbner's Fig. 97. verſtehe, — dagegen ſpricht entſcheidend Bork⸗ hauſen's Angabe der Größe, „wie Ochreata,“ welches unmöglich auf jene Abbildung angewandt werden kann. Ich finde ſeine Beſchreibung paſſend, nur mag er ſich nach einem einzelnen kleineren Exemplare gerichtet haben. Meiſtens iſt Pallidari a etwas über Ochrearia. Die ganze Ober⸗ fläche ift beinfarbig gelb. Bey Vergroͤßerung ſieht man auf Körper und Flügeln einzelne ſehr feine ſchwarze Staͤubchen. Die Fühler find gleichfalls gelblich, die männlichen zart braun
gekammt. Der Hinterleib hat dunklere Ringeinſchnitte. Die
Fuͤße ſind hellbraun. 19% Met | | | Auf den Vorderfluͤgeln ſtehen vier, auf den hinteren drey braͤunlichgelbe Linien, von denen die gegen den Franzenrand am breiteſten ſind. Zuweilen, aber im Verhaͤltniß ſelten, ſieht man feine braune Mittelpunkte auf den hinteren, noch ſel— tener auf allen Flügeln. Die Franzen find gelblich.
Ze
35
Die Unterſeite ift braͤunlicher beſtaͤubt, nur die außeren Linien erſcheinen deutlich, auf jedem Slügel iſt der braune Mittelpunkt vorhanden.
Ich fing Pallidaria im Juny und July auf Wald⸗ wieſen. Das Weib iſt ungleich ſeltener, als der Mann.
22. 8 7 HI GAA IA. Acid. alis griseo flavicantibus, atomis nigris, strigis obscu- rioribus rectis,
5
Hübner, Geom, Tab. 18. Fig, 98. (mas.) G. Stri⸗ garia.
LäreiLep,V.Geom.LAtnpkPib; Fig. 1. Ku
Wien. Verz. S. 117. Fam. P. N. 8. Weißgrauer, gen: deſchattiger Spanner, G. Virgulata.
pr N. Ausg. dess. I. B. S. 480. N. 8. —
| Herr Hübner hat auf feiner eben angeſthrten“ Tab. 18., durch falſche Bezeichnung einzelner Figuren, Anlaß zu viele Mißverſtändniſſen gegeben, und wer das in fpaterer Zeit von ihm erſchienene „Verzeichniß bekannter Schmett— linge“ um Erlaͤuterung befragt, geräth in noch größere Zweifel. Hier nur von Strigaria zu ſprechen, nennt er dieſelbe in letzterem Buche, S. 310. N. 2991. G. Sul- caria, ohne Gründe für die Veränderung anzugeben. Es iſt aber . b . „ wie in ganz Deutſchland, ſeine ſehr treu gelieferte Fig. 95. als Strigaria längſt bekannt, welcher Name alſo beybehalten werden muß. N Strigaria hat die Größe von Glarearia, oder noch genauer, von der eben beſchriebenen Pälkider; 14. Die Grundfarbe der Oberſeite iſt ein erdfarbiges, gelbliches Grau. Eben fo find die Fühler, bey'm Manne zart gekaͤmmt. Der Afterbüfchel des Letzteren iſt heller, als en Leib. Die Fuͤße ſind hellbraun.
Ueber die Vorderfluͤgel, deren Flaͤche mit zahlreichen Atomen belegt iſt, ziehen mehrere braͤunliche, mit etwas Gelb gemiſchte Linien, die ſich dadurch auszeichnen, daß fie nicht,
C 2
36
wie bey den naͤchſtberwandten Arten, zackig oder wellenfoͤrmig, ſondern faſt gerade, nur in einem ſanften Bogen, gehen. Drey, zuweilen auch nur zwey in der Mitte, ſind beſonders deutlich, und weiter als die uͤbrigen von einander entfernt, wodurch ein einfacher oder doppelter bindenartiger Raum ent⸗ ſteht. Hier erblickt man meiſtens einen matten Commaſtrich. Die Franzen ſind durchaus mit dem Grunde gleichfarbig.
Auf den Hinterfluͤgeln erſcheinen nur die mittleren und aͤußeren Linien deutlich, wenden ſich ſchnell gegen den Innen⸗ rand, und vor ihnen befindet ſich ein ſchwarzer Punkt, der auch nicht ſelten ausbleibt.
Unten erſcheint die Zeichnung von oben; alle Fluͤgel ha⸗ ben Mittelpunkte. Die Beſtaͤubung ’ wie der vorde⸗ ren, iſt dunkler grau.
Die Raupe findet ſich nach Hübner auf Birken (Be- tula alba), und ſoll in zwey Generationen, im Herbſte und im Fruͤhjahre vorkommen. (Ich fing den Schmetterling Ende Juny.) Ihre Farbe iſt gelblichgrün, mit braunrothen he durch welche einzelne weiße Laͤngsſtriche gehen.
Die Puppe iſt klein, oben kolbig, braunroth.
Das Weib iſt ſehr traͤge, und deshalb ſelten.
Die Verf. des Wien. Verz. nannten dieſen Schmet⸗ terling a. ang. O. Virgulata. Ich habe dieſen Namen zur Beſeitigung der deswegen ſchon beſtehenden Mißverfiand- niſſe nicht anganmttene (M. ſ. mehr darüber bey Id. In- canata. . Ai
25¹¹ BET NAT
Acid. alis albo flavicantibus, strigis obscurioribus.
Eine um Wien und in Steyermark vorkommende, noch unbeſchriebene und nicht abgebildete Art. Ihre Groͤße und Geſtalt iſt wie von Candidata, mit welcher Letzteren fie auf den erſten Anblick Aehnlichkeit hat. Naͤher betrachtet fin— den ſich ſtandhafte, bedeutende Unterſchiede.
Byssinata hat auf der ganzen weißen Oberfläche
NY
des Koͤrpers und aller Flügel ein düſteres Anfehen, das durch viele ſchwarze Atome entſteht, die aber ſo fein find, daß man fie nur durch Vergrößerung erkennt. Die Fühler zeigen fich weiß, fadenfoͤrmig. Kopf, Halskra⸗ gen und Rücken find gelblich, der Körper iſt durch ſchwarzen Staub, wie ſchon erwahnt, e Die Fuße find ebenfalls ſchmutzig weiß, ziemlich lang.
Ueber die Flügel ziehen mehrere bieichgefbtice Mellen- linien, 3 fünf uͤber die vorderen, und vier uͤber die hinteren. Auch die Wurzel der Vorderflügel iſt gelblich ges färbt. Dieſe Linien ſtehen faſt gleich weit von einander, ganz anders als bey Candidata, wo die mittelſte doppelt re ſcheint, dann aber eine Nie weiße Binde entſteht. Die Franzen ſind gelblich weiß , von ſehr feinen ſchwarzen Puͤnkt⸗ chen begraͤnzt.
Die Hinterfluͤgel bleiben an der Wurzel weiß, und eine | der Linien der Vorderfluͤgel verſchwindet hier.
Ich fing mehrere Exemplare im Monat July, auf einer trockenen Wieſe, die ganz mit Waldſtroh (Galium verum, Linn.) bedeckt war. Auch das k. k. Naturalienkabi⸗
nett beſitzt dieſen Schmetterling in feinen reichen Vorrathen.
24. & E R I C E A TA.
9 Acid. alis albis nitidis, fasbiis 15 84 1 N
17
Hübner, Geom. Tab. 758. Fig, 404, re 6. Set.
riceats.
ungefahr wie GR: ear ia, oft ein wenig ite g Die ganze Oberflache glanzt ſeidenartig, und iſt weiß. Kopf und Halskragen ſind goldbraun, der Hinterleib hat bräunlichen Staub, die Fuͤhler ſind weißlich, mit kurzen braunen Härchen, die Fuͤße graubraun. Auf dem weißen Grunde der Vorderflügel ſtehen fünf, zum Theil der Quere nach geſpaltene Binden, alle von hell gold⸗ brauner, etwas zum Grünlichen ſich neigender Farbe. Da:
Rn. RR
zwifchen bleiben vier weiße Räume, und eine feine weiße Linie vor den Franzen. Die ſo entſtehenden goldbraunen und wei⸗ ßen Streife ſind alle gezackt, die Franzen aber nach den ge⸗ dachten zwey Farben gemengt. >
Die Hinterflügel bleiben weiß; drey bindenartige bleich goldbraune Zackenſtreife ziehen einzeln durch. Die Franzen, und ihre Einfaſſung, ſind wie oben.
Die Unterſeite iſt mehr als die obere mit Goldbraun be⸗ deckt, die Binden und Zackenſtreife ſind zuſammengefloſſen; nur zwey weiße Linien laufen deutlicher über alle Fluͤgel.
Die Heimath dieſes ſchoͤnen Schmetterlinges iſt Ungarn. Er iſt ziemlich ſelten, 9 und Naͤheres über ihn noch em bekannt Kein den u |
1
25. V EX A PI E R A T 4.
Acid. alis anticis fusco griseoque varlis; posticis albis, maris basi duplicatis.
Hübner, Geom. Tab. 44. Fig. 252, (mas) G.
Hexapterata.
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 10. Bauche ſpanner, G. Hex apterata.
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. 8.456. N. 10.
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 193. 253. Ph. Hexapterata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 302. N. 137. G. Hexapterata.
De Villers, Ent. Linn. T. IM pag. 308. Ph. du Hetre. G. Hexapterat a.
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 186. N. 1294. G. He- xapter ata. Berl. Ma gaz. IV. B. 6. St. S. 608. N. 72. und S. 626. R. Ph. Halterata. Naturforſcher, IX. St. S. 77. XI. St. S. 82. N. 72. Ph. Hal-
1
te rat a.
Götze, entom. 17 III. Th. 3. B. S. 579. N. 62. G. .
39
Brahm, Juſ. Kal. U. 1. 284. 176. — p Kle emann, Beytr. Tab. XIX. Fig. a. b. S. 169
Größe wie a ia, zuweilen etwas anſehnlicher. Die Grundfarbe des Körpers und der Vorderfluͤgel iſt weißgran. - Der Körper am dunkelſten, mit ganz weißen Haaren gemiſcht, die Fühler find grau, bey'm Manne gekerbt, bey'm Weibe fadenförmig, die Fuͤße truͤbweiß. | Die Vorderflügel zeigen ſich wie ein Dreyeck gefiatet, von welchem der Vorderrand die läͤngſte Seite giebt. Sie ſind breit, und mit vielen, zum Theil zuſammen gefloſſenen, dunkel aſchgrauen Wellenlinien überzogen, auch mit ſolchen, und zuweilen einigen roſtfarbigen Staͤubchen beſtreut. Naͤchſt der Wurzel ſtehen mehrere Linien in einer Binde, welche, bey deutlichen Exemplaren, zu beyden Seiten zwey weißbleibende Räume fuͤhrt. Das Mittelfeld iſt ſehr breit, am hellſten; in ihm zeichnen ſich ein oder zwey, aus Linien zuſammenge⸗ ſetzte, Schattenſtreife aus. Vor den Franzen iſt der Grund mehr fleckig, eine weiße Zackenlinie lauft durch. Die Franzen ſelbſt ſind heller und dunkler grau „von einer dunkeln Linie begraͤnzt.
Die Hinterfluͤgel 55 weiß, gegen die Franzen grau an⸗ geſlogen; ; diefe letzteren haben wieder die Begraͤnzung einer grauen Linie, bleiben aber rein weiß.
Die ganze Unterſeite iſt weiß, mit grauem, is Boll liche übergehenden, Anfluge und grauen laͤnglichen Mittelſtri⸗ chen auf allen Fluͤgeln, uͤber welche zuweilen noch eine verlo— ſchene Zackenlinie, unfern des Franzenrandes laͤuft. | | Der Mann hat das Ausgezeichnete, daß ſich über feinen Hinterfluͤgeln noch ein drittes kleines Paar Flügel von loͤffel⸗ foͤrmigem Anſehen befindet, das weiße Farbe und gleiche Fran zen, wie die eigentlichen Hinterfluͤgel hat. Im Ruheſtande liegen dieſe Flügel doppelt aufanıntengefchlagen: Ihr Zweck iſt noch nicht bekannt.
Die Raupe wird im Herbſte auf Buchen eus syl- vatica), gefunden. Herr Freyer erzog fie ſchon mehr⸗
“
40
mahls, ohne beſondere Beobachtung. Ste jeheint alſo den verwandten Arten ſehr nahe zu ſeyign.
Der Schmetterling fliegt, faſt aller Orten in Deutſch⸗ land, Ende April und im May.
26. 8 EXA LAV A. Acid. alis antieis ex flavo griseis, faseils tribus dentatis 39 flavicantibus; postieis albidis, maris basi nen
7
Borkh., Eur. Schm. v. Th,. S. 504. N. 158. G.
S8exalata.
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 678. N. 94. Les six A G. Sexalata. 1
Hübner, Geom. Tab. 44. Fig 226. en 6 Sezalata. |
— Beyträge, I. B. 3. Th. Tab. 2. N L. 8. 17. G. Sexalisata.
— Larv. Lep. Geom. II. ee 6. a. b. Pig 1. a. b. G. Sexalata. $
De Geer, Ueberſ. v. Goͤtze, II. B. 1. Th. S. 358. N. 9. Tab. IX. Fig. 6 —8.
In beyden Geschlechtern Kleiner als Hexapterata. Kopf und Rücken find braun, mit Hellgrau gemiſcht. Der Hinterleib iſt weißgrau, mit braͤunlichen Ringen. Die Aken, und Fuͤße ſind braun, erſtere fadenfoͤrmig. | Die Grundfarbe der Vorderflügel zeigt fich gelblich grau. An deutlichen Exemplaren bemerkt man drey weißliche Bin⸗ den, und hinter denſelben eine weiße, kleingezackte Linie. Jede Binde hat in ihrer Mitte eine braune feine Linie, Die erſte begraͤnzt die dunkle Wurzel, die zweyte ſteht nahe der erſten, die dritte laͤßt ein breiteres Feld, das am Vorderrande am dunkelſten iſt und nachſt der zweyten Binde einen kleinen ſchwarzen Haken hat. Dann folgt die ſehr deutliche Zacken⸗ ine. Die Franzen find braun, weiß geſtrichelt, mit einer dunkleren ſcharfen Linie eingefaßt.
4
l Die Hinterflügel, welche nach Verhaͤltniß der Vorder⸗ fllͤgel ziemlich klein bleiben, find weiß, und am Hinterrande, der von einer braunen geſtrichelten Linie begraͤnzt wird, dun— kel beſchattet, die Franzen weiß, und in der Fluͤgelmitte ſteht ein ſchwarzes Pünktchen. Der Mann hat, gleich He xapte- rata, ein drittes Paar kleiner Fluͤgel. Im Ruheſtande liegen fie, wie dort, auf den gewöhnlichen Hinterflügeln doppelt zuſammengeſchlagen. Sie ind weiß, ſtark be⸗ franzt.
Unten fuͤhren alle Flügel e eine weißliche Grundfarbe, mehr oder minder braun beſtaͤubt. In der Mitte eines jeden Vorderfluͤgels ſteht ein braunes Querſtrichchen, und auf je⸗ dem Hinterfluͤgel ein brauner Punkt. Eine braͤunliche Wer: lenlinie läuft durch alle Fluͤgel, die aber oft ha iſt, oder auch ganz verſchwindet. 5 '
Das Weib unterſcheidet ſch vom 1 Manne durch 795 | Mangel der kleinen Hinterflügel, durch blaͤſſere, undeutliche Zeichnung der Vorderfluͤgel, und durch breitere Hinterflügel,
die am Hinterrande noch einige Wellenlinien führen. '
Nach Borkhauſen lebt die Raupe auf. Saalweiden (Salix caprea), und verſchiedenen Pappelarten. Sie iſt weißlichgruͤn, mit drey weißen Streifen, welche laͤngs dem Rücken hinlaufen. Der Kopf iſt platt gedruͤckt, oben herz⸗ foͤrmig eingeſchnitten. An jedem Hinterfuße ſitzt eine Fleiſch⸗ ſpitze; beyde zuſammen bilden gleichſam einen Gabelſchwanz, und find am Ende roͤthlich. Sie erſcheint im Auguſt, vers wandelt ſich gegen Ende deſſelben in der Erde, und der Schmetterling entwickelt ſich im Fruͤhlinge des folgenden Jahres. Im May findet man ihn an den Staͤmmen der Weiden und Pappeln. Um Augsburg ſoll er nicht ſelten ſeyn; in Wien kam er mir lebend noch nicht vor, und wenige Sammler beſitzen ihn hier in guten Exemplaren.
— ——ů— *
1
27. N I V L A V A.
5 id alis anticis fuscis, fascia mene undata nivea, striga fusca.
Hübner, Geom. Tab. 50. i 259. (mas.) G. Rivulat a.
— Larv. Lep. "N: En II. Acguiv. H. b. Fig. 2. a. b. —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 15. RE wei firiemiger Spanner, G. Rivulata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 457. No. 15. —
N. Magaz. II. B. S. 165. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 204. 278. Ph. Nassata.
De Villers, Ent. Linn. T. IV. Pag. 512. La ı Coupee. G. Nassata.
G18 entom. Beytr. III. Th. 5, B. 8. 590. N. 165. G. Rivulata. |
Laspeyres, Krit. Revis. 8. 131. —
Rivulata hat Größe und Geſtalt o. von aids ia, oder Ru bricaria. Kopf und Ruͤcken ſind roſtbraun mit Weißgrau gemiſcht, der Hinterleib iſt, wie die Fuͤhler, hell⸗ braun. Die Füße find grau, weiß gefleckt.
Die Vorderftuͤgel führen die hell roſtbraune Faͤrbung des Ruͤckens. Weiße, gewaͤſſerte, unterbrochene Linien ſtehen auf dem Grunde. An der Wurzel ſind kleine weiße Flecke; eine folgende, aus zwey Linien beſtehende, erſte Querbinde, von zwey breiteren Linien mit einem braunen Striche dazwiſchen, findet ſich hinter der Mitte, und vor der Fluͤgelſpitze liegt noch ein kleiner zackiger Strich, der ſich zuweilen als undeutliche Zackenlinie bey den Franzen fortſetzt. Dieſe letzteren find hel- ler braun, mit zarten weißen Punkten.
Die Hinterfluͤgel bleiben bleicher braun, einige verlo⸗ ſchene zackige helle Linien ſchwingen ſich durch die Mitte. Die Franzen wechſeln ſehr en zwiſchen Hell- und Dun⸗ kelbraun.
Die nan iſt graubraun „ mit vier verloſchenen
43
Punkten auf den Flügel. Die zweyte Querbinde 3 weißgrau durch.
Alle meine Exemplare ſind viel heller Heilen „ als die Huͤbner'ſche Abbildung, an welcher auch die n Fran⸗ zen vergeſſen ſind.
Las peyres hat in Tllig. Magaz. u. in feiner Krit. Revis. den Glauben ausgeſprochen, daß Linné unfere Rivulata, (welche ganz gewiß jene des Wien. Verz. iſt,) als Alchemillata beſchrieben habe. Ich kann dieſer Meinung nicht beytreten. Mehr davon bey Cid. Alchemillata.
Die Raupe von Rivulata hat Hr. Huͤbner auf der rothen Taubneſſel (Lamium purpureum), abgebildet. Sie iſt gruͤnlich gelb, mit mehreren rothbraunen Laͤngslinien, und eben ſolchen Gelenkringen. Man findet fie im September: In der Erde uͤberwintert ſie als eine kolbige kleine eee wee Puppe. | Der Schmetterling Busen im 2 er vi 5 0 uns Auen m ſelten.
e eee Acid. alis anticis niveis, fascia media interrupta fusca, mar- gine externo fuscescente, striga undata Er Pede basi albis, ea externo dilute fuscis. 1 Hübner, Geom. Tab. 50. Ib. 258. ben) 6. | Blandiata. 1 ö Wien. Verz. S. 516. Fam. N. N. 15. (Anhang.) Mich weißer, ſchwarzgrauſtreifiger Spanner, G. Blandiata. Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 464. N. 2— 3. Götze, e Beytr. III. Th. 3. B. S. 404. 8. 223.—
Blandiata erreicht nicht die Größe von Gre Die Grundfarbe der ganzen Oberſeite iſt milehweiß. Dieſes Weiß iſt auf Körper und Flügeln hin und wieder mit hellem und dunklerem Braun beſtaͤubt. Der Körper zeigt ſich mehr aſchgrau, auf dem Ruͤcken braͤunlich, die Fuͤhler ſind weiß
* 1
44 und braun, die Füße weißlich. Die Hübner’fche Abbil- dung, bis jetzt die einzige, kann kaum kennbar genannt werden. |
Auf den weißen Vorderfluͤgeln befindet ſich zuerſt an der Wurzel ein kleines braunes Feld. Dahinter kommt ein braun⸗ gelblicher bleicher Schattenſtreif, durch den das Weiß ſchim⸗ mert. Eine Mittelbinde beginnt am Vorderrande mit einem großen dunkelbraunen Flecke, dann wird ſie ſchmal, verliſcht faſt „und wird am Innenrande wieder deutlicher. Ein zwey⸗ ter bleicherer und kleinerer Fleck ſteht vor der Flügelſpitze, von dem eine verloſchene braungelbliche Schattirung, mit weißen Zacken begraͤnzt, abwaͤrts lauft. Die Franzen find, mit braunen Punkten auf weißem Grunde eingefaßt, gelblichbraun.
Die Hinterfluͤgel haben ſehr matte braͤunliche Wellenli⸗ | 1 weer eine ſolche Einfaſſung vor den Franzen.
Die Unterſeite iſt braungrau beſtaͤubt, die Zeichnungen von oben ſcheinen durch. Alle Flügel haben kleine Mittel: punktet mn ui di
Ich fing dieſen Sa ir im May af einer r Watdwieſe. | Er kommt bey uns hin und wieder, doch niemals häufig vor. Seine Aae iſt unbekannt. . TOR
4 8 % 0
Acid. u ex in albidis; - anticis fascia media fusca omni- hnusqus puncto centrali nigro. 8
Hübner, Geom. Tab. 46. Tig 241 (mas .) 6. Hu- sticat a. ee a Wien! Verz. S. 108. Fam. M. N. 15. Semubigneier, ſchwarzbraunſtreifiger Spanner, G. Rustioata. 1 Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 457. N. 15. — . Fabr. Ent. Syst. III. 2. 189. 218. Ph. Rusti- data. * 0 Borkh., Eur. Schm. V. 70 S. 3599. N. 195. G. Ru- stioata. De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 507. La Ru- stique. G. kei cd
N | 45
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 400. N. 187. G. Rusticata.
Bon den kleinſten Arten der Spanner, kaum wie Os- seata. Körper und Oberſeite der Flügel find gelblich weiß, die Fuͤhler e ee „ weiß, braun beſtaͤubt; eben ai 5 Füße. 7 “Weber die Mitte der Vorderflügel läuft eine im Ver⸗ haͤltniß breite braune Binde, die gegen den Innenrand ſchmaͤ⸗
ler wird. In ihr ſteht ein ſchwarzer Punkt. Vor dem Frans
zenrande folgt noch ein verloſchener bräunlicher Schattenſtreif. Die Franzen find weiß, mit ſchwarzen Punkten eingefaßt. Zuweilen iſt auch die Wurzel braun angeflogen.
Die Hinterflügel haben mehrere gelbliche graue Wellen⸗ linien, auf der Mitte der Flaͤche iſt ebenfalls ein deutlicher ſchwarzer Punkt vorhanden.
Unten iſt Alles ſchmutzig weiß, die Zeichnung von oben
feheint matt durch, nur die vier Punkte find beftimmt. - Rusticata fliegt um Wien, eben nicht ſelten. Ich
erhielt ſie i im Juny auf Graswieſen.
a eee e ee
Acid, alis ex flavo albidis, basi fuscis violaceo micantibus, puncto centrali nigro. a
Hübner, Geom. Tab. 46. Fig. 238. (foeın.) G. Fi
Größe von Rusticata, auf den erſten Blick ihr aͤhn⸗ lich, aber die mehr in die Laͤnge gezogene, dadurch ſchmaͤler ſcheinende Geſtalt der Vorderflügel, macht dieſe Art ſogleich kennbar. Die ganze Oberſeite iſt, wie dort, ſchmutzig gelb⸗ weiß, der Hinterleib aber dunkler, aſchgrau; bie und
Fuͤße ſind braͤunlich weiß.
Die Wurzel aller Flügel iſt, bis uͤber das erſte Dritt⸗ theil der Flaͤche, braun, mit violettem Scheine. Das Mit⸗ telfeld am weißeſten, in ihm ſtehen ſchwarze Punkte. Vor
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46
den Franzen kommt wieder eine violettbraune, aber mehr ver: | > 14 N
loſchene Schattenbinde. Auf den Hinterfluͤgeln loͤſt fich - dieſe Binde in einzelne Wellenlinien auf. Die Franzen au weißlich. Unten iſt die Zeichnung von oben, nebſt den Mittel⸗ punkten, aber Alles ſehr bleich, wie verwaſchen, zu finden. Dieſes kleine Geſchoͤpf, in Oeſterreich ſeltener als die vorige Art, fliegt im Juny in trocknen freyen Gegenden.
\
3..SALICARI4L
Acid. alis anticis albo cinereoque variis, fasciis strigisque ob- soletis fuscescentibus.
Hübner, Geom. Tab. 53. Pig. 273. Cas) G. Sa- licata
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. 7 11. Bandweiden⸗ ſpanner, G. Sali cata. 05
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 456 N. 11. .
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 597. N. 163. —
Salicaria, (von Hrn. Huͤbner als Se aber mit gekaͤmmten Fuͤhlern abgebildet,) iſt kleiner als die vorige Art, wie Ato maria. Ihre, Grundfarbe iſt blaͤu⸗ lichgrau, die Beſtaͤubung braͤunlich. Der ganze Körper zieht in's Braͤunlichgraue. Die Fuͤhler des Mannes haben einen hellgrauen Schaft, und deutliche ſchwarze Kammfaſern. Die Fuͤße ſind hellbraun.
Ueber die Vorderfluͤgel ziehen drey zackige dunkelbraͤun⸗ liche Binden, aus angehaͤuften Atomen beſtehend. Die Binde naͤchſt der Wurzel iſt am unbeſtimmteſten; die zweyte
geht faſt gerade, und begranzt mit der, nach außen zackigen
dritten, ein weniger beſtaͤubtes, alſo helleres Mittelfeld, in dem ein kleiner ſchwarzer Punkt ſich befindet. Hinter der dritten Binde folgt eine gewaͤſſerte weißliche Stelle, dann ſte— hen vor einer weißen Zackenlinie, beſonders gegen die Fluͤgel⸗ ſpitze, wieder dunklere Flecken und Punkte. Die Franzen
/ —
BEN.
find hell und dunkel geſcheckt, von kleinen einzelnen Puͤnktchen begraͤnzt.
Die Hinterfluͤgel führen auf weißlichgrauer Flaͤche meh⸗ rere Wellenlinien, die in der Mitte, und zuweilen am Fran⸗ zenrande, beſonders deutlich ſind. Die Franzen bleiben, wie zuvor.
Die ganze Unterſeite iſt braungrau, ohne Zeichnung, nur mit Mittelflecken und einem bindenartigen helleren Streife außer der Flüͤgelmitte. 0
| Wir finden dieſen Spanner, in den Sommermonaten, auf feuchten Wieſen. Die Raupe ſoll nach dem Wien. Verz. von der Bandweide (Salix viminalis), leben. Wahr⸗ ſcheinlich hat man hier, wie oͤfters, die Nahrungspflanze nach dem Lieblingsaufenthalte des Schmetterünges ar errathen verſucht.
32. S CRIPT UAA TA.
Acid, alis albo cinereoque variis, strigis fuscis, griseis albi- disque confertis, puncto centrali nigro.
Hübner, Geom. Tab. 55. Fig. 274. a G. Scripturata. b
Wien. Ver z. S. 3516. Fam. K. N. 3 1. (Anhang.) Matt: weißer, ſchwarzſtriemiger Spanner, G. Scripturaria.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 456. N. 11— 12. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 40 4. N. 219.—
Schwarz, Beytraͤge, Tab. XX. A. Fig. 9 — 11. S. 154. Ph. Miata. (Die angefuͤhrten Citate ſind falſch.)
Ein, TER und noch mehr den Steyriſchen Gebirgen angehörender, Schmetterling, der nach Schwarz, deſſen angefuͤhrte Abbildungen unverkennbar die jetzige Art darſtellen, auch in den Rheingegenden vorkommen ſoll. Er aͤndert in Größe, wie in Faͤrbung. Gewoͤhnlich iſt er wie Fi d. Wa- varia, zuweilen aber anſehnlicher. Die ganze Oberſeite zeigt ſich hellaſchgrau, die Zeichnung der Flügel dunkel aſch⸗ grau, auch gelblichgrau. Grün, wie Schwarz ein Exem⸗
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plar giebt, habe ich fie noch nicht geſehen. Kopf, Ruͤcken und Hinterleib ſind grau, letzterer mit dunkeln Ringen. Die Fuͤhler beyder Geſchlechter braun, eee „ die Süße braͤunlich grau.
Ueber die Vorderfluͤgel laufen eine Menge Wellenlinien, die drey Binden bilden, deren jede aus drey ſtaͤrkeren Linien beſteht. Eine befindet ſich nahe an der Wurzel, die zweyte und dritte begraͤnzen das Mittelfeld. Nach der dritten folgt ein bleicher, gewaͤſſerter Streif, von einer weißen Zackenlinie eingefaßt, hinter ihr wird der Grund einfach, bis zu den
helle und dunkelgrau geſcheckten Franzen. Vor dieſen geht
eine ſchwarze feine Linie von Halbmonden; in der Fluͤgelmitte gegen den Vorderrand befindet ſich ein kleines ſchwarzes Com⸗ mazeichen.
Die Hinterflügel haben noch mehrere und fee gleich laufende Wellenlinien, die nachjt der Wurzel am hellſten, gegen die Franzen am dunkelſten find. Der Außenrand if ganz wie oben. Man bemerkt einen Mittelpunkt.
Unten iſt Ser ipturat a mehr ſchwarzgrau, die Fran⸗ |
zenraͤnder ſind bindenartig dunkel beſtaͤubt, dann folgen nach
innen ein breiter weißlicher Zackenſtreif, und hierauf bis zur
Wurzel elenlitien; in ihnen ſtehen die vier e Mit⸗
telflecke. aste Die Naturgeſchichte iſt unbekannt.
35. COR A O A N.
Acid. alis anticis viridibus, fasciis tribus obsoletis albidis; posticis viridi albicantibus, puncto centr ali in omnibus nigro. S f
Hübner, Geom. Tab. 54. Fig. 278. (dem.) G. Co- raciata. Hi 4 e
Die wenigen Exemplare, welche ſich von dieſer Selten⸗ heit, angeblich aus Steyermark, bey uns befinden, zeugen von großer Eile und Fluͤchtigkeit bey Verfertigung der eben angeführten Huͤbner' ſchen Figur. Wahrſcheinlich wurde fie nach einer mitgetheilten Abbildung, nicht nach einem Schmetz
| San PN ee
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49
terlinge verfertigt, da ihr aller Reiz des zarten Farbenwech⸗ ſels, und ſelbſt die genaue Richtigkeit der Große mangeln. Hier wäre, wie bey fo manchen nahen Arten, um fo mehr ſtrenge Genauigkeit zu wuͤnſchen geweſen, als oberflächlich ge— nommen, eine der anderen ziemlich aͤhnlich iſt, und eben, wo Worte kaum zureichen, die Farbenkunſt ihre Ueberlegenheit be⸗ weiſen ſollte.
Coraciata, in der Groͤße von Atomaria, hat einen grasgruͤn und weißen, mit etwas Braun gemengten Kopf und Rüden, braunlich weißen Hinterleib „ dunkelbraune fa⸗ denfoͤrmige Fuͤhler, und braune Fuͤße, von denen die vorderen am unteren Gelenke ſchwaͤrzlich und weiß gefleckt find.
Die Vorderfluͤgel wechſeln in Weiß und Grasgruͤn. An der Wurzel iſt eine grasgruͤne, dann folgt eine gezackte weiß⸗ liche Binde; hierauf das ſtarkgezackte, gegen den Vorderrand breite, gegen innen ſehmale grasgruͤne Mittelfeld. Hinter ihm geht eine gezackte ſchmale, braunlich weiße Binde, worauf der Grund wieder gruͤn, bis zur deutlichen weißen Zackenlinie wird. In allen dieſen Binden befinden ſich dunkelgruͤne Wel⸗ kenſtriche und Punkte. In der Fluͤgelſpitze ſteht ein ſchwarzer Punkt, und am Hinterrande eine Reihe von dunkelgruͤnen
| Laͤngsſtrichen, worauf paarweiße Punkte die gruͤn und weiß
gemiſchten Franzen begraͤnzen.
Die Hinterflügel find weißlich, mit gruͤnem Schimmer; an der Wurzel, naͤchſt dem Vorderrande, findet ſich zuerſt ein ſchwarzes Commazeichen, dann eine Linie von gruͤnlichen Punkten, ferner nach außen eine weißliche Wellenlinie. Der Rand iſt dunkel angeflogen, die Franzen ſind wie zuvor.
2 Unten iſt Alles truͤb weiß. Ueber der Fluͤgelmitte zeigt ſich eine punktirte zackige Linie, dann wird die Flaͤche der Vorderflügel nach innen, fo wie die Fluͤgelſpitze derſelben gruͤnlich grau. Deutliche Mittelpunkte ſind auf he
Fluͤgeln vorhanden.
VI. 2. g D
2
34. FHR UST ATN A.
Acid. alis anticis fusco virescentibus, fascia obsoleta alba e obscurioribus; posticis cinereis.
Frustata iſt der eben beſchriebene Coraciata un- gemein ahnlich, und ohne genaue Prüfung dürfte hier Teich- ter, als irgendwo anders, eine Vermiſchung Beyder erfolgen. In Groͤße ſind ſie vollkommen gleich. Ihre Faͤrbung wech⸗ ſelt, wie dort, in Grasgruͤn und Weiß, nur iſt bey Fr u- stata das Erſtere durch einen Zuſatz von ſchwarzen Atomen duͤſterer, uͤberhaupt aber die bindenartige Zeichnung nicht vorhanden, ſondern Alles wolkig, oder bemooſter Baumrinde ahnlich. Der Körper und die Fühler bieten keinen Unter⸗ ſchied, als die erwahnte Duͤſterheit. Die Vorderfluͤgel gehen auf zwey Dritttheile der Flache, von der Wurzel an gerech- net, wolkig fort, dann ſteht am Vorderrande ein deutlicher weißer Fleck, in deſſen Mitte ein ſchwaͤrzlichgruͤner Strich. Eine weiße Binde zieht, oft unterbrochen „ abwaͤrts. Die weiße Zackenlinie iſt beſtimmt, in ihrer Mitte ſind meiſtens ein Paar ſchwaͤrzliche Flecke. Die Franzen haben als Ein⸗ faſſung eine weiße Linie, darauf paarweiſe ſchwarze Punkte, und ſind gruͤn und weiß geſtrichelt.
Die Hinterflügel unterſcheiden Frust at a am beſten von Coraciata, da fie viel länger geſtreckt, über den Leib herabg ehen, und durch⸗ aus ſchwarzbraun angeflogen find; nur eine blei⸗ chere Linie wird vor den, mit der Flaͤche gleichgefaͤrbten, Fran⸗ zen ſichtbar, welche letzteren wie oben Punkte fuͤhren.
Die Unterſeite iſt ſchwaͤrzlicher, als bey der Vorigen, der Rand vor den Franzen flockiger, ſonſt Alles ungefähr 5
Ihre Heimath iſt Ungarn und Oeſterreich.
Gehört vielleicht Lu ot uata Fabr. hierher, die der— ſelbe Ent. Syst. III. 2. 195. 239. beſchreibt, und die man für eine Varietaͤt von L. Ps itta cat a hielt?
581
\ 33. IR EN T A. Acid. alis anticis dilute viridibus, fascia media fusca, lineo- lis longitudinalibus nigris; posticis cinereis.
Hübner, Geom. Tab. 44. Fig. 230. (mas.) G. Vi- retata. Larv. Lep. V. Geom. II. Acguiv. G.b. Fig. 1.
a—c. —
Kleiner als die Vorigen, ſonſt ihr oberflaͤchlich len den, Arten; wie Clathrata. Der Kopf iſt grün und grau gemiſcht, die Fuͤhler ſind fadenförmig, grau und ſchwaͤrzlich geringelt, der Hinterleib iſt hellgrau, der Mann mit gelbli⸗ chem Afterbuͤſchel. Die Vorderfuͤße haben ſchwarze und weiße Flecken, die hinteren ſind grau.
Die Flaͤche der Vorderfluͤgel iſt weiß, aber mit ſo vielen grasgruͤnen Wellenlinien und Strichen uͤberzogen, daß ſie faſt ganz hellgruͤn erſcheint. Darüber bilden ſich einige dunklere Binden, welche durch ſchwaͤrzlichgruͤnen Staub oder ſchwarze, den Adern folgende, Laͤngsſtriche entſtehen. Eine ſolche ſchmale Binde findet ſich nahe an der Wurzel, dann bleibt der Grund hell, bis zum breiten Mittelfelde, in dem ſich ein oder mehrere graue Flecke zeigen, und das uͤbrigens ein der Lange nach geſtricheltes Anſehen hat. Eine ſchmale helle Binde folgt; vor den Franzen zeigen ſich wieder ſchwarze, weißpunktirte Striche, bis der Grund faſt weiß wird. Die Franzen ſelbſt ſind bleichgruͤn, mit paarweiſen Puͤnktchen und einem Laͤngsſtriche zwiſchen jedem Paare, eingefaßt. |
Die Hinterflügel bleiben glaͤnzend hellgrau. Gegen den
Hinterrand ſchimmern ſie, wie die Franzen, gruͤnlich. In der Mitte ſteht ein dunkelgrauer Punkt.
Die Unterſeite iſt einfach grau, mit einem weißlichen Bogenſtreife, ſchwach durchblickender Zeichnung von oben, und den Mittelpunkten der een
Die Raupe hat Hr. Huͤbner a. ang. O. auf Hartrie⸗ gel (Ligustrum i abgebildet. Nach ſeiner Angabe hat ſie eine gruͤngelbe, mit etwas Roth gemiſchte Grundfarbe,
D 2
U. OF H. U
„ | 52
über den Ruͤcken hochrothe, oder braunrothe Flecke, welche entweder auf den erſten Ringen zuſammenfließen, oder ein dreyeckiges Anſehen haben. Der Kopf iſt zugeſpitzt. Die
letzten Gelenke haben nur kleine Flecke, die Afterklappe wird
roth oder N PR Im 7 84 oder a erlangt fie
f 11
Der Schmetterling ſiegt i in un Sn im Sri
linge. Er iſt ſelten.
| 36. RIGUATA Acid. alis fusco cinereis, lineis numerosis albis undatis, puncto centrali nigro in omnibus.
Hübner, Geom. Tab. 69. Fig. 358. Gem) G. n.
5 0
Größe bon ia tkrute, Die Grundfarbe der Ober
r
ſeite iſt ein, in's Gelbliche uͤbergehendes, Staubgrau. Die
Fuͤhler des Mannes find eben fo, ſchwaͤrzlich befchuppt, der Hinterleib hat weiße Ringeinſchnitte, der Mann einen weißli⸗
chen Afterbuͤſchel. Die Fuͤße ſind gelblichgrau. Saͤmmtliche Fluͤgel zeigen ſich kurz und breit, die vor⸗
deren faſt dreyeckig. Viele zarte, gezackte weiße Linien, |
deren Anfänge bey'm Vorderrande am deutlichſten werden,
laufen uͤber die Flaͤche. In der Mitte der Vorderfluͤgel hat
der Grund helleren bindenartigen Schein. Drey Linien, eine auf dem erſten Dritttheil, eine zweyte außer der Mitte, vor⸗
züglich aber eine dritte, auf der gewöhnlichen Stelle der
Zackenlinien, machen ſich hier beſonders bemerkbar. Die Hinterfluͤgel ſind heller, als die vorderen; in allen ſtehen Mittelpunkte. Die Franzen wechſeln zwiſchen Hell- und dunkelgrau.
Unten iſt Alles bleicher als oben, die angefuͤhrten Zeich— nungen erblickt man, wie die Punkte, nur verloſchen.
53 — * 4
3 Rs 1 05 fliegt bey uns in den Sommermonaten, ziem⸗ lich gehen Näheres wurde noch nicht entdeckt.
37 UNDULATA.
1 alis omnibus strigis fuscis albisque undulatis confer- tis; posticis in mare mar gine imer no penicillatis.
Hübner, Geom. Lab 9 Fig. 262. Sn G. Un-
Kalle Geom. Tab. 85. Fig. 456. (mas.) —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 16. Saalweideuſpan⸗ ner, G. Undulata. | Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 453. N. 16. — Linné, S. N. 1. 2. 867. 259. G. Undulata.
| Faun. Suec, Ed. 2, N. 172. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 175. 165. Ph. Undüldtz. a e Eur. Schm. V. Th. S. 516. N. ‚ee G. = area, et De Villers, Ent. Linn. T. IL, pag. 338. N. 37 IL Onduleé. G. Undulata.
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 3 2. N. 7 — Lang, Verz. 2. ai S. 187. N. u — Berl. Magaz. 19 451 eh 5221 N. 236. PR.
Serrata.
Patusferſcher, XI. Et. ©; 72. N. 36. — Götze, entom. Beyir III. Th. 3. B. S. 321. N. 359. Ph Undulata.
e Th. 8. B. 85 574. N 43. or
Serrata. f Müller, Zool. Dan. prodı. p. 8 8 N. 1465. Ph. Undulata.
Groͤße, gie oe. Mannen von Ato- maria. Der ganze Koͤrper iſt braungrau, die Fuͤhler ſind heller, ſtark fadenfoͤrmig. Von Sai Farbe zeigen ſich die Fuͤße.
Die Fluͤgel ſind verhöltnißmäßig breit und kurz , die vor⸗
54
deren gegen das aͤußere Ende nicht gerundet, ſondern ſcharf abgeſchnitten. Ihre Grundfarbe iſt weiß, mit feinen brau⸗ nen Atomen beſtreut. Ueber die ganze Flaͤche laufen zahlloſe braune Wellenlinien, die wegen ihrer Feinheit den Fluͤgeln ein gewaͤſſertes Anſehen geben. Zuweilen wird der Grund gegen die Fluͤgelmitte und vor dem Franzenrande bindenartig dunkler braun, und dann erſcheint in der Mitte, naͤchſt dem Vorder⸗ rande, deutlich ein kleiner ſchwarzer Strich, vor den Franz zen aber eine zarte Linie von weißen Halbmonden. Die Franzen find hell- und dunkelbraun geſcheckt. Varietaͤten entſtehen überhaupt duch die hellere oder dunklere Faͤrbung des Grundes. 6
Die Unterseite it bleicher, als die obere „der Rand vor den Franzen dunkel beſtaͤubt. Vier ſchwarze Mittelflecke tre⸗ ten ſtark hervor, hinter ihnen geht eine beſtimmte braune Bogenlinie. Als Hauptkennzeichen des maͤnnlichen Schmet⸗ terlinges bemerkt man zwey graue Haarbuͤſchel, welche hier, am Innenrande der Sintefläge, gegen heyde Seiten des Leibes ſtehen. 9
Undulata fliegt zwiſchen niederen Büſchen auf gras⸗ reichen feuchten Plaͤtzen, waͤhrend der Monate May und Juny, bey uns nicht ſelten. Nach Linné lebt ihre Raupe auf der Saalweide (Salix caprea). Naͤheres iſt nicht bekannt.
38. HI U L .
Acid. flavide fuscis nitidis, strigis undatis h albidis.
Hübner, Geom. Tab. 5 1. Fig. 265. (ms) G. Ve- t
Wien. Verz. S. 10g. Fam. K. N. 1. Mattbrauner, vol⸗ ſtriemiger Spanner, G. Vetulata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 433. N. 14ꝓ.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 397. N. 156.—
Kleiner als Undulata; wie der Mann von Cla- thrata. Körper und Oberſeite der Fluͤgel ſind matt gelb:
55
lichbraun. Fuͤhler und Fuße braun. Der Hinterleib des
Mannes iſt fein, lang geſtreckt, gegen das Ende wieder dicker, und mit einem langen, in der Mitte getheilten, zu= geſpitzten Afterbuͤſchel. Der des Weibes iſt kuͤrzer, walzen⸗ foͤrmig. 5
Auf den. Vorderflügenn unterſcheidet man, nur mit Mühe, mehrere Wellenlinien nachft der Wurzel, dann eine ganz verloſchene dunklere Mittelbinde, und hinter derſelben weißliche Begraͤnzung. Vor den heller und dunkler geſcheckten,
mit zwey feinen braunen Linien uͤberzogenen Franzen, haben die Adern kleine weißliche Striche.
Die Hinterfluͤgel führen nur Wellenlinien, ohne binden⸗ artige Form. Die Franzen find ausgezackt.
Unten iſt der Schmetterling bleicher, mit einer weißlichen Bogenlinie und vier kleinen ſchwarzen Mittelpunkten, die auf der Oberſeite ſelten ſichtbar werden.
Die Raupe findet man, nach Huͤbner auf Kreuzdorn (Rhamnus catharticus). Sie hat einen braunen Kopf, und einen dunkeln, braͤunlichblauen Koͤrper. Ueber den Rücken laufen weiße Laͤngslinien. In der Seite ſteht eine breite, hellgelbe, von der Grundfarbe unterbrochene gelbe Binde. |
Die Puppe if rothbraun, laͤnglich, und leg 1 Erde. ü
Die Flugzeit gleicht jener der vorigen Art, Yan fallt in den May und Juny.
39. H L UV IAV A. Acid. alis anticis fusco cinereoque variis, fascia angusta in- terrupta maculaque apicis obscurioribus.
Hübner, Geom. Tab. 54. Fig. 280. (foem.) Fig. 281. (mas.) G. Fluviata.
In Groͤße vergleicht ſich dieſer ſeltene, in Oeſterreich | vorkommende, Schmetterling mit Pallidaria. Er ändert
56
I
Ber feiner Oberſeite, in der Grundfarbe, wie in der Deutlich⸗ keit betrachtlich ab. Die Hübner’fchen angeführten, ſorg⸗ faͤltigen Abbildungen „geben davon Beweiſe, ohne daß fie einen Geſchlechtsunterſchied bezeichneten; ich habe einen Mann vor mir, der genau mit der weiblichen Figur 280 uͤberein⸗ ſtimmt. Der Körper ift braun oder grau, der Hinterleib mit dunkleren Ringeinſchnitten. Die Fuͤhler und Fuͤße ſind braun, erſtere fadenfoͤrmig. 115 Ueber die Vorderflͤͤgel, welche gewöhnlich, wie verſtei⸗ nertes gelbbraunes Holz, zuweilen auch grau, ſtets mit et⸗ was roſtfarbigem Schimmer ſich zeigen, laufen, von der Wurzel bis zur Mitte, viele feine dunklere Wellenlinien. Quer uͤber die Mitte geht eine ſchmale, meiſt in der Haͤlfte abgebrochene, dunkelbraune oder dunkelgraue Binde. Vor ihr befindet ſich ein ſchwarzer Punkt. Dann wird die Flaͤche wie zuvor; nur zwey oder drey weiße Zackenlinien, von denen . die aͤußerſte am deutlichſten iſt, kommen zum Vorſchein. In der Fluͤgelſpitze ſteht ein dunkelbrauner Strich. Die Franzen find bleicher, als der Fluͤgelgrund, mit einzelnen kleinen ſchwar⸗ zen Pünktchen eingefaßt. Die Hinterfluͤgel find naͤchſt der Wurzel dunkler beſtaͤubt. Die ſchmale Mittelbinde der vorderen ſetzt ſich ſchwaͤcher fort, eben fo die von dort herabkommenden äußeren Linien. ur Franzen zeigen ſich wie zuvor.
Die Unterſeite iſt matter, mehr weißlich, mit vier kli nen Mittelpunkten, und der verloſchen dur enn Mittel: binde ſaͤmmtlicher Flügel,
Fluviata wurde einzeln in gras⸗ und baumreichen trockenen Gegenden während der Sommermonate gefunden, Näheres iſt noch nicht entdeckt.
40. BT LINEA A.
Acid. alis luteis testaceo undatis, fascia repanda, margine fusco alboque.
Hübner, Geom. Tab. 5 1. Fig. 264. (focm.) G. Bi-
line ata.
57
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 17. Wiederſtoßſpan⸗ ner, G. Biline at a.
IIliger, N. e dess. I. B. S. 438. N. 17. —
Linné, S. N. 1. 2. 868. 245. G. Biline ata.
— Faun. Suec. d. 2 . N. 1284. —
Pa br. Ent. Syst. III. 186. 206. Ph. Bilineata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 518. N. 148. —
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 541. N. 521. La
Bilinéaire. G. Bilineata.
n Schweiz. Inf. S. 40. N. 779. —
Neu. Magaz. II. B. 4. St. S. 557. —
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 3 2. N. 1658. —
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 187. N. 1298.—
Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 600. N. 55.— aturforſcher, XI. St. S. 77. N. 55. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 327. N. 245. —
Geoffroy, Hist. d. Ins. T. II. pag. 145. N. 68. La
HBrocatelle d'or.
Müller, Faun. Frid. p. 50. N. 445. Ph. Bilineata.
8 Zool. Dan. prodr. P. 127. N. 1467. —
Schwarz, Beytraͤge, Tab. XVII. Fig. 10. 11. S. 120.—
Scopoli, Ent. Carn. p. 225. N. 566. Ph. Bilineata.
Rossi, Faun. Etrusc. T. II. pag. 195. N. 1172. —
Ein durch ganz Deutſchland, und wohl durch ganz
Europa verbreiteter Spanner; in den meiſten Gegenden ge—
mein. Er iſt ausgezeichnet ſchoͤn, in der Größe von Gla- thrata, oder noch anſehnlicher. Kopf, Ruͤcken und Vor⸗ derfluͤgel haben ein lebhaftes Schwefelgelb, die Hinterfluͤgel ein roͤthlicheres Gelb zur Grundfarbe. Der Hinterleib iſt ebenfalls in hoͤherem Tone, mit weißen Ringeinſchnitten. Die Fuͤhler ſind weiß, braun beſchuppt, die Fuͤße braͤunlich weiß, mit gelbem Aufluge. Das erſte Feld der Vorderflügel, von der Wurzel an gerechnet, hat mehrere weiße, braungeſaͤumte Wellenlinien, auch die Adern find weiß, und geben dieſem Theile der Flache
58
ein gegittertes Anſehen. Das Mittelfeld iſt von zwey weißen, nach innen braun beſchatteten, Zackenlinien eingefaßt. Die⸗ ſer braune Schatten iſt zuweilen, vornaͤmlich bey'm Manne, nur ſchwach, oft aber wird er, beſonders neben der aͤußeren Linie, beträchtlich breit, fließt auch bey Varietäten ganz oder theilweiſe mit dem inneren zuſammen. In der Mitte des erwaͤhnten Feldes befindet ſich, gegen den Vorderrand, ein undeutliches, hellbraunes Haͤkchen. Im dritten Felde liegen mehrere ſchwache Wellenlinien, die letzte weiß; es erſcheint dadurch gewaͤſſert. Der Grund wird vor den Franzen wieder
braͤunlich, letztere ſind hell und dunkelgrau geſcheckt. Die aͤußerſte Linie des Mittelfeldes ſetzt ſich am deut⸗
lichſten, weiß mit etwas Braun geſaͤumt, auf den Hinter⸗
flügeln fort, ſonſt iſt Alles mit feinen Wellenlinien uͤber⸗ zogen. ko Be Unten ſcheint die Zeichnung von oben durch, die außere
Linie des Mittelfeldes iſt ſcharf, auch bemerkt man vier Mit⸗
telpunkte; die Faͤrbung aller Flügel wird gleich roͤthlich gelb. Der Mann bleibt meiſtens kleiner, als das Weib.
- Die Raupe lebt, nach dem Wien. Verz., auf Wie⸗
derſtoß (Lychnis dioica), nach Geoffroy, auch auf
Eichen und Ulmen. Herr v. Rottemburg fand ſie, nach
dem Naturforſcher, a. ang. O., Ende April im Graſe auf der Erde, ausgewachſen, ohne ihre Nahrung beſtimmt beobachten zu konnen. Sie ſoll auf dem Rüden weißgrau, an den Seiten und am Bauche gelblich weiß geweſen ſeyn. Durch den grauen Theil liefen fünf feine ſchwärzliehe Linien. Sie verwandelte ſich zwiſchen zuſammengeſponnenen Blattern. Mit dieſer Auskunft ſtimmt keinesweges die folgende, welche mir Hr. Freyer in Augsburg mittheilte: „Ich traf die Raupe in der Mitte May auf Gras. Zu Haufe fraß fie Loͤbenzahn und Ampferarten. Sie war ganz einfach gruͤn, ohne alle beſondere Zeichnung, nur mit ſchwachen Seitenlinien und Gelenkeinſchnitten.“ „Die Puppe lag in einem Erdkluͤmpchen, und war roth⸗ braun. Ihre Entwickelung erfolgte im Junh.“
. 7 7
*
39
Wenn Hr. v. Rottemburg wirklich dieſen Schmetter- ing beobachtete, fo war feine Raupe wohl ſchon im Ueber— gang zum Puppenzuſtande, und das Grün, wie BR, ſchmutzig und v verloſchen.
„ ul AT 4, Acid. alis anticis albido ferrugineis, strigis dentatis fuscis; posticis flavido ferrugineis, linea dentata fusca in medio.
Herr Dahl brachte im Jahre 1826 zwey Exemplare dieſer, bis jetzt unbekannten, Art aus Sardinien. Eines davon befindet ſich im k. k. Naturalienkabinette, das andere in meiner Sammlung. Die Groͤße Beyder iſt nur wenig unter Bil ine ata, die Form ganz die naͤmliche, auch die Zeichnung kommt, bis auf wenige Eigenthuͤmlichkeiten, ſehr nahe. Die Faͤrbung aber iſt hoͤchſt verſchieden.
Kopf, Rüden und Vorderflͤgel find weißlich, mit | feineren und gröberen braunen Atomen belegt. Der Hinter: leib iſt braungrau, Fuͤhler und Fuͤße zeigen ſich braun.
Das erſte Feld, an der Wurzel der Vorderfluͤgel, hat drey dunkelbraune Wellenlinien, dann folgt eine weiße, mit gelblichem Roſtbraun beſtaͤubte, Binde. Hierauf das, ſchwarz⸗ braun und weißlich marmorirte, Mittelfeld, von zwey ſchwaͤrz⸗ 8 lichen Zackenlinien begraͤnzt. Die aͤußere macht in der Mitte eine buſige Ausſchweifung, viel anſehnlicher als bey Bili- neata. Dann wird der Grund gewaͤſſert mit Weiß, Gelb und Braun gemengt. Braune, weißbegraͤnzte Flecke geben vor den Franzen eine Art von Zackenſtreif. An der Fluͤgel⸗ ſpitze ſteht eine helle, gelbliche, erſt weiß, dann auswärts ſchwarzbraun eingefaßte, Stelle. Die Franzen ſind braun. Eine ſchwarze, weißgeſaͤumte Linie zeigt ihren Anfang. Die Hinterfluͤgel find truͤbgelb, die aͤußere Linie des Mittelfeldes, welche in ihrer Mitte einen ſtark vorſpringenden Zacken hat, umſchließt das innere, mit vielen braunen Ato— men belegte, Feld. Die andere Hälfte, gegen die Franzen
60
hin, iſt heller, mehrere weiße, braͤunlichbeſtaͤubte Wellen⸗ linien ſtehen in ihm.
Unten iſt die Flaͤche ochergelb⸗ ſchwarzlich beſtäubt; eine zackige braune Mittellinie, nach innen vier Punkte, ſind am in |
42. POL YGRAMMATA. Acid. alis ex flavo albidis; anticis strigis numerosis fasciisque duabus fuscis; posticis 0 Iineatis.
Hübner, Geom. Tab. W Fig. 277. (mas.) G. Po- Pyg re inc ent
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 560. N. 3 13. a 1 G. Poly grammata. \
Etwas anſehnleher al Glarearia. Der ganze Koͤrper iſt hellbraun „ der Hinterleib mit einigen dunkleren Halbringen. Fühler und Füße find erdbraun.
Die Grundfarbe ſaͤmmtlicher Fluͤgel iſt ein braͤunliches, faſt beinfarbiges Weiß. Die Zeichnung hat Aehnlichkeit mit Asp. Lineolata, aber der Gang derſelben weicht ganz: lich ab, denn bey Lineolata macht der Hinterrand der Vorderflügel eine gerade, und jener der Hinterfluͤgel eine gleichlaufende krumme Linie, bey Poly grammata aber ſind alle Hinterraͤnder ausgeſchweift. Ueber die Flaͤche ziehen viele dunkler und heller braune, faſt gerade Streife. An der Wurzel und in der Flügelmitte iſt der Grund tiefer braun, wo⸗ durch zwey dunkle Binden entſtehen. In der mittleren breiten
befindet ſich auf den Vorderfluͤgeln ein ſchwarzer Punkt. Die Stellen dazwiſchen erſcheinen als helle Binden. Die äußere der Vorderflügel wird von dunkelbraunen Punkten begranzt. Die Fluͤgelſpitze hat ein ſchraͤges braunes Strichchen, neben einer weißlichen Stelle. Den Hinterrand umgiebt eine ſchwarze Linie vor den braunen Franzen.
In der Ruhe, bey flach ausgebreiteten Fluͤgeln, ſtoßen die Halbringe des Hinterleibes ſo an die dunklere Fluͤgelbinde,
7
u.
1
daß fich dieſe ununterbrochen über die vier Flügel und den Hinterleib zu ziehen ſcheint.
Die Unterſeite iſt ſchmutzig weiß, mit wenigem Braun gemengt. Zeichnung und Mittelpunkte ſchimmern verloſchen durch. |
Polygrammata findet ſich im Auguſt und Septem⸗ ber, bey uns ziemlich ſelten, in Alleen, und neben Gebuͤſchen, an Bretwaͤnden.
Die Raupe blieb noch unbekannt.
* 43. L I G N A ih 2. Acid. alis fuscescentibus; anticis fasciis duabus obscurioribus, altera abbreviata, altera ab angulo externo ad marginem in- ternum decurrente; Posticis fusco lineatis.
Hübner, Geom. Tab. 52. Fig. 270. (foem.) G. Lignata.
Größe von Biline ata. Die ganze Faͤrbung iſt wie verſteinertes helles Holz. = ra bleibt gelblich, der Ruͤcken iſt grau, der Hinterleib gelblich mit dunkeln Ringein— ſchnitten, welche, naͤher betrachtet, aus doppelten ſchwar⸗ zen Puͤnktchen ſich bilden. Der Mann hat einen gelblichen Alfterbuͤſchel, die Fuße find gelbgrau. 5
Ueber die Vorderflͤgel laufen zwey doppelte braune Querlinien, nach innen am dunkelſten, weiß ausgefuͤllt. Die doppelte zweyte macht am Vorderrande einen Winkel, und ein brauner, von der Fluͤgelſpitze kommender, Strich fließt in ſie hinein. Das Mittelfeld iſt gegen innen zuweilen mit Grau ſchattirt, im helleren Vorderrande fuͤhrt es einen ſchwarzen Punkt. Der Hinterrand hat vor den gelblichen Franzen eine feine ſchwarze Linie. Er iſt etwas ſichelfbrmig ausgeſchwungen.
Die Hinterflügel machen dagegen eine ſtumpfe Ecke. Auf ihrer Flaͤche haben ſie mehrere Wellenlinien, darunter
zwey doppelte dunklere. Alle verloͤſchen gegen die Wur⸗ zel hin. 7
*
7
62
Auf der bleicheren Unterſeite erfcheint die Zeichnung von oben ganz verloſchen. Nur laͤngs des Vorderrandes zeigen ſich dunkle Flecke. g
Als Vaterland wird Frankreich und Dalmatien genannt. Die Naturgeſchichte blieb unenthuͤllt.
3. N GE
Acid. alis fusco griseis, strigis punctisque obsoletis niert: tibus, linea dentata alba ad marginem externum.
Hübner, Geom. Tab. 52. Fig. 268. (A G. Ter- Sata,
Geom. Tab. 87. Fig. 448, Von] G. we mulat a.
Wien. Verz. S. 10g. Fam. K. N. 14. Helbrauner, mattſtriemiger Spanner, G. Tersata,
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. 457. N. 14. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 598. NJ. 166.—
Unſere allgemein bekannte Tersata des Wien. Ver z. und Huͤbner's, iſt ganz gewiß Eins mit Aemu- lata H br. a. ang. O., wie mir nicht nur mehrere Exemplare der Letzteren, welche ich von Augsburg empfing, ſondern auch die Abbildung der Raupe und Beſchreibung der ganzen Natur⸗ geſchichte beweiſen. Wahr iſt es, daß die beyden Bilder große Verſchiedenheit zeigen, aber Fig. 268. iſt aͤußerſt fluͤchtig gemacht, und Fig. 448. nach einem ſehr lebhaft ge⸗ zeichneten Weibe verfertigt, welches ſtets kuͤrzere, rundere Fluͤgel als der Mann, und das Weiß in der Randbinde der Vorderfluͤgel deutlicher führt.
Tersata, ſo groß, aber auch oft viel anfehnlicher, als Atomaria, hat auf ihrer ganzen Oberfläche einen braungrauen Grund, der Farbe von verſteinertem Holze aͤhn— lich. Rücken und Körper find mit ſchwarzen und grauen Harz chen gemengt, der Anfang des Hinterleibes zeigt einen ſchwar—
*. „
63
zen feinen Ringeinſchnitt, (welcher auch auf beyden we erwähnten Figuren ſich findet.)
Die Vorderfluͤgel haben, im Vorderrande, tichelle dunkelbraune Flecke, als die Anfaͤnge matter Querlinien, de⸗ ren mehrere wellenfoͤrmig über die Flache laufen. Bey deutli— chen Exemplaren iſt der Mittelraum, wie eine breite Binde, heller, zwey ſchwaͤrzliche zackige Linien begraͤnzen denſelben. Das dritte Feld iſt am dunkelſten, und hat eine weiße Linie,
kurz vor den hell- und dunkelgeſcheckten, mit ſchwarzen Stri⸗
chen eingefaßten Franzen. Auf den hin und wieder weiß aus— gezeichneten Adern ſtehen ſchwarze Punkte, auch meiſtens meh—
rere langs des Innenrandes. Die Fluͤgelſpitze hat ein ſchwar⸗
zes Hakenzeichen. Auf den Hinterflügeln, vorzüglich auf der oberen Haͤlfte, ſind alle Linien bleicher, der Grund weißlicher „ und ein Mit⸗
telpunkt iſt vorhanden.
Unten bleibt der ganze Schmetterling mehr oder minder braͤunlichweiß, vier Punkte ſtehen hinter einem oder zwey ver⸗ loſchenen Bogenſtreifen, vor welchen die Raͤnder der Vorder— flügel dunkler erſcheinen.
Die Raupe, welche ich oft erzogen habe, lebt auf Waldreben (Clematis vitalba). Man findet ſie im Septem⸗ ber, auch noch im Oktober, geſellſchaftlich, zuweilen faſt haufig. Auf den erſten Anblick ſieht fie wie ein duͤrres Stück: chen von den Ranken ihrer Nahrungspflanze aus. Sie iſt fuͤnf Viertelzoll groß, duͤnn, der Kopf zugeſpitzt, die Nach⸗ ſchieber find lang. Naͤher betrachtet, aͤndert fie, bey ſchein— barer Einfachheit, zuweilen betraͤchtlich ab. Am gewoͤhn— lichſten iſt der Körper rindeufarbig hellbraun. Der Laͤnge nach laufen viele bleichere und dunklere zarte Linien, ſonſt finden ſich noch unregelmaͤßige braune Stellen und ſchwarze Punkte. Die Mittellinie des Ruͤckens iſt unterbrochen braun, weiß eingefaßt, oder auch ganz weiß; die Seitenlinien über den Luftlöchern find grau.
Sie verwandelt fich in der Erde, mit leichtem Gewebe. Die Puppe iſt braun.
1 1
BR. 2
Der Schmetterling, der um Wien vorkommt, lebt im nachften Juny, July und Auguſt, bey Tage an Zaͤunen oder Bretwaͤnden.
Acid. alis anticis costa 1 5 grisea, vitta albida, strigis ab- brev riatis confluentibus fuscis; ‚posticis albidis fusco undatis,
Hübner, Geom. Tab. 29» Fig. 410. (dem.) G.
Aquata. 0
Kleiner als Tersata, genau wie Lignata. Die Grundfarbe der Oberflache hat Herr Hübner zu gelblich an⸗ gegeben; bey friſchen Stuͤcken ift fie entſchieden weiß. Kopf und Ruͤcken ſind braungrau beſtaͤubt, der Ruͤcken iſt weiß, der Hinterleib hat erſt einen weißen, dann einen oder zwey braungraue breite Ringe, worauf die Gelenke zwiſchen Weiß und Braungrau wechſeln. Fuͤße und Fuͤhler ſind braun, letz⸗ tere fein fadenfoͤrmig. |
Die Vorderflügel haben einen dunkeln braungrauen Bor: derrand, ber über den Halskragen fich verbindet, und viele kleine ſchwarze Punkte fuͤhrt. Aus der Wurzel laͤuft dann längs des gedachten Randes ein hellweißer, ſich ausbreitender Strahl, bis uͤber die Fluͤgelmitte. Die der Länge nach zie⸗ henden vielfaͤltigen graubraunen Wellenlinien verſchwinden in dieſem Strahle. Von der Fluͤgelſpitze zieht zur Halfte des Innenrandes ein breiter Schatten, dahinter wird der Grund wieder hell. Die Franzen ſind grau und braun geschenk In der Fluͤgelmitte ſteht ein ſchwarzer Punkt.
Die weißlichen Hinterfluͤgel haben viele Bellenfinien, zwey der außeren find bindenartig ſtaͤrker.
Unten iſt Alles braungrau, mit gelblicher Beymiſchung, grob beſtaͤubt. Die Zeichnunge chimmern matt durch.
Das Vaterland dieſer noc ſeltenen Art iſt Ungarn und Dalmatien.
>
65
46. PETRIFICARIA.
Acid. alis ex fusco flavis; anticis strigis duabus abbreviatis atris, costa maculaque ad marginem externum ferrugineis; po- sticis fascia ferruginea, atomis caeruleis adspersa.
\ Hübner, Geom. Tab. 52. Fig. 267. (mas.) G. Pe- trificata,
Petrificaria, (von Herrn Hübner Petri fi cata genannt, aber mit ſtark gekaͤmmten Fuͤhlern abgebil— det,) erreicht zuweilen die Größe von Rhamnata. Die Oberſeite iſt dunkel ſchmutziggelb. Der Koͤrper eben ſo, braun und grau beſtaͤubt, der Hinterleib fuͤhrt dieſen Staub in ſchuppenartigen abgebrochenen Ringen. Die ſchwaͤrzli— chen Fuͤhler haben bey'm Manne, wie erwaͤhnt, lange ſchwarze Federn, aber eine nackte Spitze. Bey'm Weibe find fie fa⸗ denfoͤrmig. Die Fuͤße gelbgrau.
Die Vorderfluͤgel zeigen zuerſt einen dunkelbraunen Vor⸗
derrand. Aus demſelben laufen, in ſehr ſchiefer Richtung, zwey gezackte braune Linien herab. Die erſte ſchwaͤchere Linie zieht aus der Mitte des Vorderrandes zur Wurzel, die zweyte ſtaͤrkere faͤngt unter der Fluͤgelſpitze an, und iſt gegen die Franzen, bis zur Halfte der Linie, blaulich braun gefleckt. In dem hellen Mittelfelde ſteht ein ſchwarzer Punkt.
Die Hinterflügel find ſehr ausgezeichnet. Von der Wurzel bis zur Halfte erſcheinen fie durch viele kleine braune Striche holzfarbig, durch die Mitte Läuft eine dunkler braune, mit etwas Blau angeflogene Binde zum Innenrande, dann
folgt ein weißlicher Strich, endlich wird der Grund bis zu den Franzen wieder ſchmutzig gelb. Alle Franzen ſind mit gezackten ſchwarzen Linien eingefaßt, ſonſt braͤunlich gelb, fein gezaͤhnt. '
Die Unterfeite ift gelbgrau, grob beſtaͤubt, mit einer vers floffenen breiten braungrauen Binde und vier Mittelflecken.
Als Heimath wird Italien und Suͤdfrankreich angegeben. Der Schmetterling gilt bey uns als große Seltenheit.
VI. 2. , E
\
6
47. VITALBATA.
Acid. alis anticis dilute fuscis, costa fasciaque obliqua obscu- rioribus; posticis albidis, lineis undatis fuscis.
Hübner, Geom, Tab. 52. Fig. N G. Vi- talbata. a
Wien. Verz. S. 10g. Fam. K. N. 15. Lienenſpanner, G. Vitalbata. .
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S.
ae entom, Beytr. III. Th. 3
3
438. N. 15. Ba ° . B.
8 8. 398. N. 167.—
Wie Tersata. Die ganze Oberfläche gleicht verſtei⸗ nertem gefchliffenen Holze. Kopf, Halskragen und Fühler ſind graubraun. Der Ruͤcken iſt beinfarbig weißgelb, der
Hinterleib blaͤulich aſchgrau, auf der Mitte mit einer kleinen Erhoͤhung und ſchwarzen Knoͤpfchen darauf. Die Fuͤße ſind grau, an den Enden dunkel gefleckt.
Ueber die Vorderflügel zieht laͤngs des ganzen Vorder⸗ randes, bis zur Fluͤgelſpitze, eine breite beinfarbige Binde, die ſich über den Ruͤcken fortſetzt, fo, daß fie ununterbrochen erſcheint. In ihrer Mitte liegt ein ſchwarzer Punkt. Unter derſelben laͤuft, ebenfalls der Laͤnge nach, ein roſtbraun und blaͤulich grauer, aus vielen Wellenlinien beſtehender, Streif, der im zweyten Felde am ſtaͤrkſten iſt, und, der Quere nach betrachtet, eine abgebrochene Binde vorſtellt. Der uͤbrige Theil der Flaͤche, gegen die Franzen, iſt nicht ſo dunkel als der vorige, die roſtbraunen Linien ſind bindenartiger. Vor den braunen Franzen ſteht eine blaͤulich ſchwarze Reihe von Punkten. |
Auf den Hinterflügeln jetzt ſich, bleicher als zuvor, die erwaͤhnte abgebrochene Binde aus der Mitte der Vorderflügel fort. An der Wurzel, und naͤchſt den Franzen, befinden ſich braune und weißliche Wellenlinien. Die hier helleren Franzen find fehr deutlich von ſchwarzblauen Strichen begraͤnzt.
Die Unterſeite fuͤhrt auf weißlichem Grunde viele feine
67
braune Wellenlinien und vier ſchwarze Mittelpunkte. Unweit der Franzen zeigt ſich eine bleiche helle Binde.
Ihre Raupe ſoll, gleich denen mehrerer nahen Arten auf der Waldrebe (Clematis vitalba), leben. Noch lernte ich ſie nicht kennen.
48. N H A M NAV A.
Acid. alis fuscescentibus, lineis undatis fasciaque bseu side! * bus, puncto medio in ER nigro.
Hübner, Geom. Tab. 52. Fig. 271. (mas.) G. Rhamnata.
Geom. Tab. 77. Fig. 400. (foem.) —
Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. K. b. Fig. 1. c. d. e. —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 2. Kreuzdornſpanner,
S. Rhamnata. R Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 433. N. 2. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 168. 140. Ph. Rhamnat a.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 288. N. 129. G.
Rhamnata.
— V. Th. S. 277. N. 122. G. W ta. (Nach Kleemann's Abbildung beſchrieben.)
De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 502. Ph. du Nerprun. G. Rhamnata.
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 29. N. 1651.
Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 600. N. 52. Ph. Trans-
versata. Naturforſcher, XI. St. S. 76. N. 52. — Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 397. N. 157. G. Rhamnata. —— entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 376. N. Pr Ph. Tr ans versata. entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 386. N. 9 G. Clypeata.
E 2
68 2
Schwarz, Raup. Kal. S. 140. N. 129. Ph. Cly- peata. N Kleemann, Beytr. Tab. XXVI. rig. 1-7. S. 225.
Rhamnata vergleicht ich in ihrer gewöhnlichen, doch oft ändernden Größe, mit einer anfehnlichen Crataegata, und bleibt kleiner, als die folgende Art. Dabey erreicht der Mann gewoͤhnlich weder Breite noch Faͤrbung des Weibes, ſondern iſt ſchmaͤler und einfach bleicher. Die Fühler beyder Geſchlechter ſind fadenfoͤrmig braun, ſchwaͤrzlich beſchuppt. Kopf und Halskragen braun, letzterer iſt ſchwarz eingefaßt. Der Ruͤcken braun, der Hinterleib oben braungrau mit ſchwar⸗ zen Ringeinſchnitten, die Unterſeite deſſelben aber, wie 22 5 und Fuͤße, erdfarbig.
Alle Fluͤgel haben roſtbraune Grundfarbe, durch ee | zahlloſe dunklere Linien laufen. Im erſten Felde „ hächſt der Wurzel, zeichnet ſich ein doppelter tiefbrauner Zackenſtreif aus. Das ganze Mittelfeld beſteht aus einer ſchwarzbraunen breiten Binde, welche in ihrem Inneren mehrere helle Linien 5 und Punkte führt. Auswärts, am Vorderrande, ift fie bes trächtlich ausgezackt, weniger gegen innen. Beyde Seiten haben hellere weißliche Linien zur Einfaſſung. Gegen die Franzen hin folgt eine Reihe von ungefaͤhr drey ſtaͤrkeren brau⸗ nen Linien auf gelblich braunem Grunde, dann weißliche, ge⸗ waͤſſerte Zacken. Die Franzen ſind braungrau, mit ſchwarzer Einfaſſung nach innen; auswaͤrts gekerbt. 2 4
Die Hinterfluͤgel ſetzen nur die dußeren braunen Li nien | auf gelblichem Grunde bindenartig fort, das Mittelfeld zer⸗ fließt hier in zahlloſe Wellen. Die F Franzen ſi ſind wie oben ge⸗ faͤrbt und eingefaßt „aber ſtark gezaͤhnt.
Unten zeigen ſich alle Fluͤgel erdbraun, ſchwaͤrzlich an⸗ geflogen, mit vielen verloſchenen Linien, aber vier deutlichen ſchwarzen Mittelſtrichen. |
Die Raupe wohnt auf Kreuzdorn (Rhamnus cathar- ticus). Fabr. und Borkhauſen nach ihm, beſchrieben fie gruͤn, mit einer braunen Ruͤckenlinie, die Einſchnitte an
69
den Rändern gelb, der Kopf braun. Hübner liefert von
ihr zwey, von den Vorigen und unter einander hoͤchſt ver—
ſchiedene, Varietaͤten, die eine grün, nur mit einer weißen
Seitenlinie über den ſchwarzen Luftloͤchern, und mit zarten
weißen Punkten über dem Rüden, und eben ſolchen Laͤngs⸗ linien und Ringeinſchnitten. An den drey letzten Gelenken entſteht unter der weißen Seitenlinie noch eine braunrothe. Der After iſt ganz braunroth, weiß begränzt. Die zweyte Varietaͤt hat ein ſehr buntes Ausſehen, iſt in der Grundfarbe braunroth, mit einzelnen weißen Punkten, die weiße Seiten— linie zeigt ſich deutlich, über und unter derſelben ſtehen hoch⸗ gelbe, ſchwarzpunktirte Flecke. So viele Schriftſteller aber
auch ſchon unſere Rhamnata ſchilderten, fo finde ich doch
nirgends ihrer genaueſten Beſchreibung und deutlichen Abbil⸗ dung bey Kleemann a. ang. O. erwähnt, der alle Stande, vom Ey angefangen, lieferte. Die Kleemann'ſche Raupe kommt der erſten Beſchreibung von Fabr. am naͤchſten. Sie iſt gruͤnlichgelb, mit brauner Ruͤckenlinie, mit roͤthlichen ſchie⸗ fen Strichen und dunkeln Einſchnitten auf jedem Gelenke. Kleemann fand und naͤhrte ſeine Raupe mit Zwetſchen; ganz gewiß nimmt ſie, gleich anderen verwandten Arten, mehrere Futterpflanzen, und dieſe, wie die Duͤrre oder Friſche jeden Futters überhaupt, mögen fo große Veränderungen unter ihrer en Haut hervorbringen. 100 5 Ey iſt gelb, laͤnglich, gerippt. Die Puppe roth⸗
braun, en. den Flügeldecken de he Sie liegt in in einem Gewebe mit Erdkoͤrnern. | Der Schmetterling fliegt im Fruͤhjahre, auch im July, alſo wohl in zwey Generationen. Er iſt aller Orten zu Haufe, eben nicht ſelten. ae „ DDA A.
Acid. alis anticis griseo fuscescentibus, fascia purpur ascente; posticis dentatis griseis, lineis ae obscurioribus,
b
Hübner, Geom. Tab. 52. Fig 265. (foem.) G. Du- bitata. 5
\ 70
Hübner, Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv, K. b. Fig. 1.4.b. —
Wien. Verz. S. 109. Fam. K. N. 3. Wegedornſpanner,
SG. Dubitata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 433. N. 5. —
Linné, S. N. 1. 2. 866. 255. G. Dubitata.
— Faun. Suec. Ed. 2. N. 1259. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 168. 141. Ph. Dubitata,
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 285. N. 128. G. Du- bit ata.
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 555. N. 502. La Douteuse. 6. Dubitata.
T. IV. pag. 502. L' Incertaine. —
Ai ank Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 29. N. 1652.—
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 186. N. 1291. G. Du- bit ata. Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 610. N. 80. Ph.
Piuliginata.
Naturforſcher, XI. St. S. 84. N. 80. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 5217. N. 255. Ph. Dubit ata.
Brahm, Inf. Kal. II. 1. 172. 82. —
Kleemann, Beytr. Tab. N Pigs 4. E 234.
—
Dubitata, einer 1 anſehnlichſten europaͤiſchen Spanner zweyter Groͤße, kommt in ſeinem Weibe dem Manne von Prunaria gleich. Der Mann von Dubitata aber ift meiſtens kleiner. In aͤlteren Zeiten ſtets, und noch oft gegenwaͤrtig, ſind dieſe und die zwey folgenden Arten ver⸗ mengt worden, und es iſt gewiß, daß die Unterſcheidungs⸗ zeichen der beyden erſten eben nicht auffallend vor uns liegen. Herr Hübner hat fie auf angef. Tab. 5 1. zuerſt zu trennen geſucht; nicht ohne neue Mißverſtaͤndniſſe, welche nachſtehend bey Certat a weiter eroͤrtert ſich finden.
Dubitata if von zartem Baue, die ganze Ober⸗ fläche von en Glanze, die Fuͤhler ſind braungrau,
71
bey'm Manne ſtaͤrker, von beyden Geſchlechtern fadenfoͤrmig. Kopf und Ruͤcken gleichen den Vorderfluͤgeln, der Leib kommt den Hinterfluͤgeln nahe, die Fuͤße ſind dunkelgrau.
Ueber die Vorderfluͤgel laufen ſehr viele feine braune Wellenlinien, auf braungrauem Grunde. Stellenweiſe zeigt ſich ſanfter Purpurſchimmer. Das erſte Dritttheil iſt uns deutlich gezeichnet, das zweyte Dritttheil beſteht aus einer dunkleren Binde und hat zwey Linien zur Begraͤnzung, deren äußere weiß eingefaßt iſt, und am Vorderrande einen ſtarken
Winkel mit vorſpringendem Zacken macht, wodurch ſie ſich
von jener bey Certata unterſcheidet. In dieſer Binde, gleich nach dem inneren Anfange, ſteht ein ſchwarzes Com— mazeichen, und unter ihm ein purpurfarbiger, bey Varie⸗ taͤten truͤbgelber Fleck. Im dritten Felde folgt eine gewaͤſſerte Flaͤche, am Ende mit weißer Zackenlinie und vor dieſer in's Purpurfarbige ſpielend. Naͤchſt der Fluͤgelecke iſt eine dunkle Stelle. Die Franzen ſind ſichtbar gekerbt, ſchwarz einge⸗ faßt, braun, oft auch roͤthlich angeflogen. Die Adern erha= ben, mit weißen Punkten bezeichnet, welche am deutlichſten im dritten Felde erſcheinen,
Die Hinterfluͤgel zeigen ſich mehr und minder aſchgrau oder braungrau, mit mehreren Wellenlinien und weißen und
ſchwaͤrzlichen Punkten auf den Adern. Oft bleiben fie faſt
einfarbig, und von einem braunen, ſonſt vorhandenen Mittel⸗ puͤnktchen, iſt nichts zu ſehen. Die Franzen ſind ſtark aus⸗
gezackt, und eine ſchwarze Linie zur Einfaſſung laͤuft auf die
nämliche Weiſe.
Unten ſind alle Fluͤgel braungrau; hinter der durchſchei⸗ nenden aͤußeren Einfaſſung der Mittelbinde wird der Grund mehr aſchgrau, und in ihm ſtehen vier ſchwarze Mittelſtriche, Auch hier zeigen ſich die Adern hell und dunkel punktirt.
Die Raupe lebt auf dem Kreuzdorn (Rhamnus ca- tharticus). Sie iſt gruͤn, mit vier gelben Linien uͤber dem Ruͤcken, wovon die zwey mittleren ſtärker ausgedrückt find und die Hauptader einſchließen. In beyden Seiten ſteht ein ſchmaler gelber Streif, der in die Afterklappe auslaͤuft, und
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unter welchem ſich die Luftloͤcher befinden. Zu beyden Seiten des Gebiſſes bilden einige beyſammenſtehende Puͤnktchen einen kleinen braunen Fleck. Sie liebt die Verborgenheit „ und ſpinnt immer ein oder mehrere Blatter zuſammen, in denen fie ſich aufhält.
Die Puppe iſt braunroth, kurz, Folbig. 5
Der Schmetterling erſcheint, wie der Vorige und Fol⸗ gende, zwey Mahl, im Fruͤhjahre, und dann im July.
Ho. M
Acid. alis anticis fusco ferrugineis, fascia media nigricante, medio dilutiore; posticis in lineis undatis obscurioribus.
Hübner, Verzeichn. bei. Schmettl. S. 530. N. 3185. G. Certata. |
Hübner, Geom. Tab. 51. Fig. 266. (mas.) 65 Cer- vinata.
Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. 1 a. b. Fig.
1. a. b. G. Certaf a.
Certata gehört, wie ſchon bey Dubitata erwahnt, zu den in neuerer Zeit beobachteten Arten. Früher wurde fie für Varietaͤt von Dubitata gehalten, und als ſolche findet ſie ſich in allen aͤlteren Sammlungen. Meines Wiſſens war Abbate Mazzola in Wien der Erſte, der die ſtandhaf⸗ ten Unterſchiede bemerkte, und Herrn Huͤbner mittheilte. Am ang. O. bildete dieſer unſere Dubit at a und die neue Art neben einander ab, aber indem er überhaupt Beyder Kennzei⸗ chen nur flüchtig gab, machte er noch durch Veraͤnderung des Namens neue Verwirrungen. Er nannte ſie Cervinata, und gab ſpaͤter Tab. 62. Fig. 318. noch eine andere Ce r- vinata, (unfere folgende Cervinaria), fo, daß alle Sammler über dieſe zwey und Dubitata in eine Menge Zweifel geriethen. (Mehrere davon find in III Ig. Ma gaz. II. B. S. 166 nachzuleſen). Man waͤhlte daher aller Orten für die Gegenwaͤrtige neue Namen. Bey uns hieß ſie An- eipitata, in Berlin ſoll man fie mit Cuniculata be
73 7 A
zeichnet haben. Indeſſen iſt nicht nur Herrn Huͤbner's Verz. bek. Schmettl. erſchienen, in welchem er a. ang. O. den Namen Cervinata durch Certata erſetzt, ſon⸗ dern er hat auch die Raupe gleichbezeichnet abgebildet, und fo iſt es billig, daß man ihm folge, und damit zu einer all⸗ gemeinen Ausgleichung gelange.
Certata bleibt meiſtens kleiner als Dubitata. Die Oberſeite iſt nicht ſo glaͤnzend, und ent— behrt den Pürpurſchimmer⸗ Die ganze Faͤrbung zieht mehr in gelbliches Braun. In dieſem Tone ſind Koͤrper und Fühler, ſonſt mit der Vorigen gleich. Am Wurzelende der Vorderfluͤ gel befindet fich ein kleines braunes Feld, mit einer feinen dunkeln Linie eingefaßt. Dann folgt eine hellere Binde, von braunen Wellenlinien durchzogen, dann die breite zackige Mittelbinde. Sie iſt bey genauerer Beobachtung ganz anders, als jene von Dubitata. Zwey ſchwarzbraune Linien begranzen fie, find aber näher als dort beyſammen, laufen nicht, wie
bey Dubitata, gerade herab, ſondern wen
den ſich fanft nach innen, und find viel weni⸗
ger gezadt, beſonders die äußere, welche weder
den tiefen Winkel, noch die ſtark hervorragende . Ede am Vorderrande führt. Dahinter kommt ein
gewaͤſſertes, meiſt hellbraun und weiß gemiſchtes Feld, ohne den dunkeln Fleck gegen die Fluͤgelſpitze. Eine weiße Zacken⸗
linie ſteht vor den Franzen, welche letztere einfach braun, faſt
ver „ und von einer ſchwarzen Linie umzogen erfcheinen.
In der Mittelbinde befindet ſich noch ein Commazeichen „ das viel beſtimmter, als dort iſt.
Die Hinterflügel, welche nicht ausgezackt, ſondern nur gekerbt ſind, haben braungrauen Grund, viele Wellenlinien, zuweilen am Außenrande deutliche Fort⸗ ſetzung der gewaͤſſerten Binde, und eine ſchwarze Einfaſſung ihrer, mit der Flache gleichfarbigen, Franzen.
Die Unterfeite iſt gelblich glaͤnzend, die äußere Li— nie der Mittelbinde ſcheint durch, und iſt wie
1
—,
74
oben, weniger gezackt als bey Dubitata, die vier Mittelſtriche ſind aber viel ſtaͤrker.
Certata hat gleiche Flugzeit mit der Vorgenannten. Beyde kommen zuweilen hier unter einander vor, oft aber le— ben ſie in ganz verſchiedenen Orten; manche Gegenden von Deutſchland beſitzen Du bit ata häufig, während fie Cer- tata ganz entbehren, und auch umgekehrt.
Die Raupe hat Hr. Hubner auf dem Sauerdorn oder Berberisſtrauch (Berberis vulgaris), abgebildet. Von jener von Dubitata iſt fie ſehr verſchieden. Ihr Kopf iſt braun, der Ruͤcken blaͤulichgrau, mit einem ſolchen dunkleren Streife zu beyden Seiten, nach welchem eine hellgraue Unterſeite mit pomeranzenfarbigen Flecken folgt. |
Die Puppe ift kuͤrzer und Ait „ als die der 5 erwaͤhnten We Art.
75
GENUS CII. LARENTILA1.
Die Schmetterlinge haben die Vorderflügel beynahe wie die der vorigen Abtheilung, mit geſchwungenen oder wellenfoͤr— migen Querlinien bezeichnet; doch ſo, daß dieſe, im Mittel⸗ raume mehr gehaͤuft und verdunkelt, ein faſt a ie gleichbreites Band bilden.
Die Raupen find kurz und dick, ihre Haut runzlich, „ in viele kleine Falten gelegt, insgemein von grünlicher Farbe, mit Flecken oder Streifen.
Die Verwandlung geſchieht unter der Erde.
Larentia; Zunahme der Flora.
Wien. Verz. Fam. L. Mittelſtreifige Spanner, Geom. mediofasciatae.
76
1. CERVYINARIA.
Lar. alis anticis fasco ferrugineis, fascia media obscuriore ad margines grisescente; posticis fuscescentibus.
Hübner, Geom. Tab. 62. Fig. 318. (den) G. Cer- vinata.
Larv. Lep. V. Geom. II. 1 a. b. Fig. 1. a. —
Wien. Verz. S. 111. Fin L. N. 1. Roſenpappelſpan⸗ ner, G. Cervinat a.
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. 8. 445. N. 1. —
i Borkh., ür. Schm. V. Th. S. ir N. 165. G. Cer-
vinata.
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 188. N. 1505. G. Cer- vinata. | Geoffroy, Hist. d. Ins. T. II. pag. 160. N. 100. La
Dent de Scie.
Roͤſel, Inſ. I. Th. 3. Cl. Tab. III. Fig. 1— 3. S. 14. Schwarz, Raup. Kal. S. 313. N. 310. dann S. 589.
N. 611. und S. 718. N. 787. G. Fasciaria.
Scopoli, Ent. Carn. p. 216. ” 954. Ph. Cer-
vinalis.
Die Roͤſe l'ſche ſehr gute Abbildung unſerer Cer vi- naria wurde von früheren Schriftſtellern für Fasciaria Linn. gehalten, und indem man in ihr keinesweges Cer- - vinata des Wien. Verz. vermuthete, hielt man die bey⸗ den vorigen Arten, Dubitat a und Certata dafuͤr. (M. ſ. mehr darüber bey Beſchreibung der Letzteren.) Cer vi- naria iſt kleiner, als die Ebengenannten, wie eine anſehn⸗ liche Crataegata. Kopf, Halskragen und Rüden find roͤthlichbraun, mit einzelnen weißen Punkten. Der Hinterleib iſt gelblichgrau. Die Fuͤhler ſind am Schafte weißlich, bey'm Manne ſichtbar braun gekaͤmmt, und die Entomologen, wel: che von beyden Geſchlechtern fadenfoͤrmige Fuͤhler angeben, haben ſich gewiß nicht nach der Natur, ſondern nach den No= ſe l'ſchen und Huͤb ner'ſchen Figuren gerichtet, die beyde
2
77
Weiber vorſtellen. Die Füße zeigen fich aſchgrau, weiß ges fleckk. f . Die Vorderfluͤgel zerfallen in drey faſt gleich breite Fel⸗ der. Das erſte iſt hellroͤthlichbraun, mit weißen Atomen be⸗ ſtreut, an der Wurzel dunkler, dann folgt eine hellere weiß begraͤnzte Binde. Das zweyte Feld iſt röthlichbre aun, dunkler als das erſte, von weißen Linien eingefaßt, in ſeiner Mitte am hellſten, zu beyden Seiten faſt eiſenfarbig. Das dritte Feld hat eine helle Binde, die ſich nach außen allmaͤhlich verdunkelt,
nach innen in's Weißliche uͤbergeht. In ihm ſteht, gegen den
Hinterrand, eine deutliche weiße Zackenlinie. In der Fluͤgel⸗ ſpitze befindet ſich ein ſehwaͤrzlicher kleiner Strich. Die Fran⸗ zen ſind braun, weißlich nach der Laͤnge geſtrichelt. RN
Die Hinterflügel führen ein braunliches Weiß, etwas in's Roſtfarbige ſchimmernd. In der Mitte läuft ein dunkler Bogenſtreif; hierauf wird die Flaͤche nach außen erſt heller, dann bindenartig dunkel, bis zu den grauen, weiß eingefaß⸗ ten Franzen.
Auf der Unterſeite find alle Fluͤgel braungrau, auf den Vorderflüͤgeln, nach außen, mit einer weißlichen, von oben durchſcheinenden, Zackenlinie, auf den hinteren mit dunklem bindenartigem Staube begraͤnzt. i
Die Raupe lebt auf verſchiedenen malbenartigen Pflan⸗ zen, auf der Roſenpappel (Alcea rosea), auf Malva alcea, Lavatera trimestris, und Althaea officinalis. Man fin⸗ det ſie im Juny und July. In ihrer groͤßten Länge hat fie zwey Zoll. Die Grundfarbe iſt mattgruͤn, der Körper mit vielen weißen erhabenen Puͤnktchen oder Knoͤpfchen beſetzt, auf deren jedem ein feines Haar ſteht. Der Kopf iſt bleich⸗ grün, die Abſaͤtze des Leibes find gekerbt, und in jedem Ges lenke befinden ſich einige Falten, welche eine mehr gelbliche Farbe haben, und wie Querbinden ausſehen. Die Vorderfuͤße find gelb, die übrigen grün, In der Ruhe halt fie den Koͤr⸗ per ſchraͤge ausgeſtreckt, oder fie rollt ihn ſchneckenfoͤrmig.
Ihre Verwandlung erfolgt in einem leichten Geſpinnſte, entweder unter Blaͤttern oder unter geringer Bedeckung von Erde,
78
in eine verhaͤltnißmaͤßig kleine Puppe von glänzend dunkelbrau⸗ ner Farbe mit zwey kurzen Endſpitzen. Der Schmetterling entwickelt ſich gewöhnlich nach drey Wochen.
Er iſt um Wien ſeltener, als in Franken und am Rhein⸗ ſtrome. Auch in Steyermark und Kärnthen kommt er geſell⸗ ſchaftlich vor.
92 MENS UR AR IL A.
Lar. alis Havo ferrugineis; anticis fascia puncto nigro signata limboque cervinis.
Wien. Verz. S. 112. Fam. L. N. 2. Trespeſpanner, G. Mensuraria.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 446. N. 2. —
N. Magaz. II. B. S. 167. — | dr
Hübner, Geom. Tab. 57. Fig. 195. 4 8. Mensurata.
Esper, Schm. V. Th. Tab. XLIV. Fig.6—8. S. 246. Ph. Chenopodiaria.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 542. N. 164. G. Men- durarları..
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 522. N. 465. L’Espacee. G. Mensuraria. |
Scopoli, Ent. Carn. p. 228. N. 568. Ph. Li- mit at a. i
Laspeyres, Krit. Revis. S. 135. G. Mens u-
raria
Der jetzige, in faſt allen 8 Deutfchlands ges meine Spanner, hat dennoch ſchon lange zu Zweifeln und Irrungen Anlaß gegeben, die noch nicht ganz beſeitigt fcheis nen. Ihr erſter Grund findet ſich in der Linn é'ſchen Bes ſchreibung von G. Chenopodiata, fuͤr welche unſere Mensuraria gern genommen wird. Wie kurz das dort Geſagte, und nur genügend iſt, wenn man keine aͤhn li— chen Arten kennt, fo zeigt doch die Angabe „seticornis“ und die Beziehung auf Albin, Tab. 47. Fig. 79. daß
79
Linné nicht unfere Mensuraria, ſondern die wahre Chenopodiata zuerſt vor Augen hatte. Spater mag ihm Th. Bergmann wohl ein Exemplar unſerer Men- surarla, als den Mann von Chenopodi ata, zum Beweiſe mitgetheilt haben, daß der ſelbe gekaͤmmte Fuͤhler führe, uͤnd dem großen Meiſter, deſſen Blicke nach allen Seiten gerichtet waren, konnte leicht die Entdeckung des klei⸗ nen Mißverſtandes entgehen. Nimmt man dieſe einfache Erz klaͤrung an, ſo iſt mit einem Mahle Alles in Ordnung. Dann beſeitigen ſich von ſelbſt die Es per'ſchen Angaben, a. ang.
O. Noch weniger kann auf Fabr. Rüͤckſicht genommen werden, welcher bey feiner Chenopodiata, mit der nicht felten ihm eigenen Flüchtigkeit, zwar Mensuraria W. Verz. zugleich aber auch, Kleemann Tab. XXXVI. anführt, wo nicht Mensuraria, ſon⸗ dern unſere Chenopodiata höchft deutlich ſteht. Hübner bildete beyde Schmetterlinge nachlaͤſſig, doch kennbar ab, that aber auch das Seinige zur neuen Un⸗ ſicherheit; denn in feinem fpater erſchienenen, mehrerwaͤhn⸗ ten: „Verzeichniß bek. Schmettl.“ S. 558. N.
5263. zahlt er Chenopodiata, Linn. zu Men- suraria, W. Verz. und Chenopodiata nennt er „G. 335. N. 3223. Comitata.
Selbſt angenommen, daß Linné unter ſeiner che- nopodiata unſere Mensuraria verſtanden habe, dürfte | es im vorliegenden Falle von geringerer Wichtigkeit ſeyn, das Linn é'ſche Citat wegzuſtreichen, als durch Ertheilung des Namens Chenopodiata an jetzigen Spanner, wie durch nothwendige Wahl eines neuen für Mensuraria, die beſtandene Dunkelheit auch fuͤr die Zukunft zu erhalten. Nach dieſer nothgedrungenen Weitlaͤugfikeit komme ich zur Be⸗ ſchreibung. | | |
Mensuraria vergleicht fich in Größe ungefaͤhr mit Crataegata. Die Hauptfarbe der Oberſeite iſt gelblich-
grau, zuweilen ganz truͤbgelb. Der Koͤrper iſt in dieſem Tone, die Fuͤhler ſind gelblichweiß, bey'm Manne ſichtbar
*
\
0 1 80
doppelt gekaͤmmt, mit nackter Spitze. Der Hinterleib iſt un⸗
ten, ſammt der Bruſt, gelb.
Ueber die Vorderflügel ziehen mehrere braune Linien. Nächſt der Wurzel befindet ſich ein kleines braͤunliches Feld, in der Mitte eine breite, faſt gerade, nur mit kleinen Zacken nach außen verſehene Binde, welche zu beyden Seiten kaffee⸗ braun, in der Mitte aber roͤthlich, oder roſtbraun iſt, und gegen den Vorderrand einen ſchwarzen Punkt führt, Dann wird die Flaͤche gewaͤſſert, in der Slügelfpige folgt ein ſchwar⸗ zer ſchiefer Strich, und unter ihm, vor dem Franzenrande, befindet ſich eine Reihe mehr oder weniger deutlicher Punkte. Die Franzen ſind dunkelgrau.
Die Hinterfluͤgel zeigen ſich gelblich, oder graugelblich,
gegen innen dunkler, in der Mitte mit einer oder zwey Wellen⸗
linien, welche zuweilen einen helleren Raum bindenförmig be⸗ graͤnzen. Die Franzen bleiben hier hellgrau.
Unten ſind alle Fluͤgel gelb, mit feinem braunen Staube, die vorderen mit einem ſolchen Mittelpunkte.
Von der Raupe iſt mir nichts Naͤheres bekannt, als was 5 Borkhauſen a. ang. O. ſagt: „Die Verfaſſer des Wien. Verz. naͤhrten ſie mit Ackertrespe (Bromus arvensis). Man
findet ſie Anfangs Juny. Ich fand ſie nur ein Mahl auf ei⸗ nem Getreidefelde. So viel ich mich noch erinnere, war ſie gelblichgruͤn. Sie war ausgewachſen und nahm bey mir keine Nahrung zu ſich, ſondern verwandelte ſich in der Erde. Im Auguſt erhielt ich den Schmetterling. Zu dieſer Zeit, oder auch ſchon im July, fliegt er haͤufig auf weren in Wal⸗ dern „ Gaͤrten und auf Wiesen.“ h
5. B A DIA T A. Lar. alis anticis fusco ferrugineis, fasciis duabus duplicatis nigricantibus, lunula ad marginem externum alba; posticis fuscescentibus, angulo interno obscuriore.
Hübner, Geom. Tab. 56. 1 701. (mar) G. Ba- di at a.
—
9
5
Hübner, Larv. Lep. Geom. 1: ee L. a. b. Fig 2. a. b. —
Wien. Verz. S. 111. Fam. L. N. 5. Sedenfenfpamer, G. Badiata. I
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. 8. 447. N. 3.—
e Nute Eh. 8. 168. —
Lang, Verz. 2. Ausg. S. rm N. Rn G. Ba- diata. a
Götze, entom. ach III. Th. 5 . 8. 599. N. 177. G. Badiar l. 2
en er eke Ki Revis. S. 156. — —
a, als die vorige Art, wie „ Kopf, a Halskragen und Ruͤcken ſind ſchwaͤrzlich, mit Weiß und Roſt⸗ braun gemengt. Der Hinterleib iſt röthlich weiß, ſchwarz ge⸗ fleckt, gegen den After grau angeflogen. Die Fuͤhler ſind fa⸗ denfoͤrmig, roͤthlich weiß, ſchwarz beſchuppt. MR und Füße ſchwarzgrau und roͤthlich Weiß, e er
Die Vorderfluͤgel haben, naͤchſt der Wurzel, zwey ſche⸗ fergraue Binden, zwiſchen welchen Weiß und Roſtfarbe wech⸗ ſeln. Das Mittelfeld iſt roͤthlich weiß, dann kommt eine dop⸗ pelte weiße, ſchwarzgeſaͤumte, nach innen grau ſchattirte Zackenlinie. Hierauf eine gewaͤſſerte röthliche Binde, die bis zu den Franzen allmaͤhlich dunkler, kaffeebraun, und dann ſchwarzbraun wird. An der Flägelſpitze befindet ſich ein ſchwar⸗ zer ſchiefer Strich. Vor den Franzen eine ſchwache Zacken⸗ linie, die in ihrer Mitte durch einen kleinen hellweißen Halb⸗ mond ausgezeichnet iſt. Die Franzen ſind fein gekerbt, daf braun, dunkler eingefaßt.
Die Hinterfluͤgel glaͤnzen feidenartig, „ haben auf weißl⸗ chem Grunde rothbraune Beſtaͤubung, und eine oder zwey Wel⸗ lenlinien, zwiſchen welchen die Fläche am hellſten iſt. Die Franzen bleiben wie * die Einfaſſung wird entſchieden ſchwarz.
Unten ſind alle Flügel bräunlich weiß y ſchwärzich be⸗
VI. 2. F
N
82
ſtaͤubt. Von oben ſcheint etwas Roth durch, man fi eht vier kleine Mittelpunkte. Borkhauſen's Badiata, V. Bd. S. 344. N. 165. ift nicht die jetzige Art, ſondem aue Sid Qua ri i- fasciaria. |
Die Raupe findet ſich erwachſen Ende May auf Wien Roſen (Rosa canina), in der Größe eines guten Zolles. Ihr Kopf iſt gelbbraun, und hat auf jeder Seite einen ſchwarzen Fleck. Die obere Haͤlfte des Koͤrpers iſt ſchwaͤrzlich gruͤn, die untere ſchmutzig roͤthlichweiß; wo beyde Farben an einander graͤnzen, ſteht auf dem vierten bis achten Ringe ein ſchwarzer Punkt. Auf dem Ruͤcken und in den Seiten iſt ſie mit weißen Punkten geziert. Mitten in der Seite, und zwar in der Mitte jeden Ringes, die drey erſten und zwey letzten ausgenommen, zeigt ſich ein deutlicher ſchwarzer Punkt. Die Vorderfuͤße bleiben licht, die Bauch- und Afterfuͤße, dann die Klappe find mit einem ſchwaͤrzlichen Fleck beſetzt. Unten iſt die Raupe noch mit ſchwarzen Punkten verſehen. Ihre ganze DE iſt i RE feine Querfältchen gelegt.
Bey der geringſten Erſchuͤtterung ringelt ſie ſich RN * Die Puppe iſt klein, dunkelrothbraun, vorn kolbig. Sie liegt auf der Erde oder zwiſchen Blaͤttern in leichtem Gewebe.
Der 3 8 nete e. fegt! im ente bee
& f N Lar. alis griseis; anticis Hasel duabus urtiti füseis, 4 ul
. 1 19
Hübner, Geom. Tab. 42. ig. a 220, (ben) 0. via giata.
Wien. Verz. S. 111. Ten. N. Zosemitgan ner, G. Plagiata. Ä
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 447. N. 4 —
e S. N. 1. 2. 869. 248. G. Plagiata. 5 g
Faun. Suec. Ed. 2. N. 127 1
Fa br. Ent. Syst. III. 1 195.254. , . Dapli-
- eata.
3
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 346. N. 166. G. Pla-
giata.
De Villers, Ent. Linn. T. II. pag. 343. N. 524. Tab. VI. Fig. 12. La Rayee. G. Plagiat a.
— Ent. Linn, T. II. pag. 3 5. N. 601. LaDoublee. G. Duplicata. (Nach Fabr.)
Fueßly, Schweiz. Inſ. S. 40. N. 781. Ph. Pla-
giata.
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. 8. 56. N. 1664.—
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 189. N. 1508. — Berl. Magaz. IV. B. 5. St. S. 522. N. 38. Ph. Plagiat a. | Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 530: N. 248. G. an 7 | entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 417. N. 287. Ph. Duplicata.
Kanstaog Hist. d. Ins. T. II. pag. 148. N. 78. La AKayure à trois lignes.
Schwarz, Beytraͤge, Tab. XXI. Fig. 8. S. Wa Ph. "Duplicata
Rossi, Faun. Etrusc. T. II. Pag. 194. N. 110. Ph. Duplicata. Ä
Clerk, Icon. Tab. VI. Fig. 1.
Allgemein bekannt. Größe von Progemmaria. Mit dieſer Art wurde ſeither immer eine zweyte, deutlich ver⸗ ſchiedene vermiſcht, deren Heimath auf den ſteyriſchen und kärnthner Alpen iſt. Sie befindet ſich unter dem Namen Cassiata in unſeren Sammlungen. Die Beſchreibung folgt nach der Gegenwaͤrtigen. | 9 | Kopf, Halskragen, Rüden und Vorderfluͤgel von Pla giata find hell aſchgrau. Die Fuͤhler weißlich, grau beftäubt, fadenförmig. In der Mitte des Ruͤckens ſteht ein braͤunlicher Strich. Die Gelenkeinſchnitte des Hinterleibes find
dunkler ſchattirt. Die Fuͤße lang, braͤunlich. Die Vorderfluͤgel zeigen ſich blaulich aſchgrau, mit meh⸗
F 2
84
—
reren roſtbraunen Wellenlinien bindenfoͤrmig uͤberzogen. Naͤchſt
der Wurzel laͤuft zuerſt eine braune Linie, welche aus einem,
am Vorderrande ſtehenden, gleichfarbigen Fleck ihren Anfang nimmt. Auf dieſe folgt eine ſehr blaſſe, aus drey Linien zu⸗ ſammengeſetzte Binde, dann kommen zwey ſtaͤrkere, drey oder vierlinige Binden, von denen die vordere am Vorderrande und in der Mitte, die hintere aber nur am Vorderrande braun Flecken hat. Zwiſchen beyden ſteht ein kleiner bramner Sind Hinter den ſtaͤrkeren drey Binden bemerkt man noch eine gewal= ſerte dreylinige blaſſe Binde von drey Strichen. Die Fluͤgel⸗ ſpitze hat einen roſtgelb und roſtbraun gemiſchten laͤnglichen Strich. Die Franzen ſind grau und weiß geſcheckt.
Die Hinterfluͤgel bleiben hellgrau, bräunlich gegen den Hinterrand e wieder mit einem 5 3 Striche in der Mitte. PR
Unten find alle Fügel Kent am Hfuterrande etwas rothlich, mit feinen braunen Mittelpunkten, die oft in Striche verlängert find. Am Vorderrande der Vorderflügel iſt ein grauer Fleck, von welchem eine bleiche Linie weiter lauft -
Die Raupe zeigt ſich am meiſten im July, aber auch früher und ſpaͤter, geſellſchaftlich lebend, auf dem durchſto⸗ chenen Johanniskraut (Hypericum perforatum). Sie iſt
kupferbraun, mit einer dunkeln Rücken = und hellgelben ſchma⸗
len Seitenlinie. Ihre Geſtalt iſt etwas flach an Sie er⸗ reicht die Länge eines Zolles.
Die Puppe, welche ohne Geſpiunſt auf der Erde oder
zwiſchen duͤrren Blaͤttern liegt, iſt hell erdbr N. nr ee hat eine lange Ruͤſſelſcheide. ene Der Schmetterling kommt, nicht ſelten, som 9 Juny bis
Ende Auguſt, an Zäunen und een vor. gag
5 er die ee eines ee
1 . 1
—
8. (48 81 4 1 4. Lar. alis anticis griseo glaucescentibus, fasciis duabus inter- N fusco n posticis dee albidis. ;
Noch nirgends abgebildet und beſchrieben. Nur De Villers gedenkt ihrer als Varietaͤt der vorigen Plagiata und ſchildert fie: T. II. pag. 345. „Insignis varietas hu- jus phalaenae in monte pila, major, colores lucidio- res, subtus similiter picta.“ Sie iſt aber ganz gewiß als eigene Art zu betrachten. Wie ſchon erwaͤhnt, lebt ſie nur auf hohen Alpen, auf denen ich fie fing, waͤhrend ich die gewoͤhn— liche Plagiata vielmahls zu gleicher Zeit in den Thaͤlern traf; ohne eine Cassiata darunter zu bekommen. Einige Sammler haben in ihr die wahre Plagiata Linn. vermu⸗ then wollen. Aber dieſe verglichen dort weder die genaue Be⸗ ſchreibung „ noch das Citat aus Clerck, wo wir die allge: mein verbreitete vorige At nicht die viel ſeltenere jetzige ans treffen.
Wenn RR friſch ge ecen iſt, gehoͤrt te z zu den ſchoͤnſten europaifchen Spannern. Ihre Größe iſt um ein Dritttheil anſehnlicher, als jene von Plagiata, indem fie einer großen Defoliaria gleich kommt. Die Faͤrbung von Kopf, Ruͤcken und Vorderfluͤgeln ift blaͤulichweiß. Der Hals: kragen roſtbraun eingefaßt. Die Fuͤhler ſind weiß, die Fuͤße weißgrau, der Hinterleib iſt gelblich weiß.
Die Vorderfluͤgel ſind viel mehr als bey Plagi aba geſtreckt, der Zacken naͤchſt der Wurzel macht im Vorderrande eine ſchaͤrfere Ecke. Die Flecke, von welchen dort und wei⸗ terhin die Querlinien beginnen, ſind ſehr ausgezeichnet, tief roſtbraun. In der Fluͤgelmitte iſt die Querbinde, die bey Plagiata aus drey einzelnen Linien beſtand, vom Vorder⸗ rande bis zur Haͤlfte ganz zuſammengefloſſen, und die vor ihr ‚ ‚liegende verloſchene Querbinde zeigt ſich dagegen nur einwaͤrts; auswärts, gegen den Vorderrand, iſt eine reinweiße und dann roſtfarbige Stelle. Die dritte Querbinde iſt ganz anders als bey Plagiata, fie hat gegen außen eine einzelne weiße, aus
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kleinen Halbmonden befiehende Linie, inwendig aber einen kaffeebraunen Schatten. Das helle Mittelfeld fuͤhrt einen ſchwachen Strich. An der Fluͤgelſpitze iſt eine hellweiße und hoch roſtbraune Stelle, und von ihr herab zieht ein gewaͤſſertes⸗ bräunliches und dann blauliches Feld. Die Franzen find mit einer zarten Linie und ſchwarzen Punkten darauf begrängt, deut⸗ lich weiß und grau geſcheckt.
Die Hinterfluͤgel bleiben heller als bey Plagiata, der Mittelpunkt ift felten zu entdecken.
Die Unterſeite bietet keine Verſchiedenheit gegen * Vo⸗ rige, als hoͤhere Faͤrbung.
Von den erſten Standen iſt nichts bekannt.
6. CNC
Lar. alis anticis griseis, atomis fuscis, fasciis duabus age ferrugineis, externa alboeincta dentata.
üer Geom. RR 68. Fig. 555. (ey 6.
Sororiata.
Größe von Clathrata. Die Oberfeite 93 5 | zuweilen weißlichaſchgrau. Kopf, Ruͤcken, und die fadenfoͤr⸗ migen Fühler, find in dieſem Tone, der Hinterleib iſt braungrau, die Füße find wieder heller. Die Vorderfluͤgel führen „neben brauner Beſtaͤubung, auf der erſten Hälfte naͤchſt der Wurzel, mehrere matte Wellen: linien, und zwey roſtbraune, ſchwach mit Roth gemengte Binden, welche am Vorderrande am dichteſten ſind, gegen den Innen⸗ rand aber durchſichtig werden, oder ganz abbrechen. Sie um⸗ ſchließen ein helles Mittelfeld, in dem, gegen den Vorderrand, ein ſchwarzer Punkt fich befindet. Die zweyte Binde hat nach außen ſtarke, von einer weißen Linie begranzte Zacken, und einen braunlichen Schatten, der auf der erſten Halfte deutlich mit Roth gemengt iſt. Die Fluͤgelſpitze führt einen weißen Punkt. Die Franzen wechſeln ſichtbar in Grau und Weiß. Die Hinterflügel find hellbraͤunlich, mit einem verloſche⸗
87 AND
nen weißlichen Zackenſtreife in ihrer Mitte. Die Franzen ein⸗ fach grau. Die ganze Unterſeite iſt braun. Eine Zackenlinie geht uͤber alle Fluͤgel, die hinteren ſind roſtbraun angeflogen, 5 alle Franzen braun, mit Weiß geſcheckt.
Herrn Huͤbner's Abbildung iſt ſehr fluͤchtig. Den t. ro⸗ then Schimmer an der äußeren Querbinde der Vorderfluͤgel hat er mit zwey ſtarken Strahlen nach innen verſehen, welchen ich bey allen hieſigen Exemplaren nicht finde, und der alſo wohl eine Varietät bezeichnet. Mehrere Entomologen find ferner in der Meinung, daß unſere, aus der Schweiz kommende, So-
roriata, vielmehr zu Hübner's Peribolata, Tab.
92. Fig. 4 1. gehoͤre. Ich kann hier mit Sicherheit wider:
ſprechen. Nicht nur empfing ich Sororiata, von Hubner ſelbſt beſtimmt, aus Augsburg, ſondern ich ſah auch, durch Mittheilung, die wahre Peribolata, eine ganz verſchiedene
Art, angeblich aus Andalufien, Dieſe letztere mangelt noch den Wiener Sammlungen.
Gegenwaͤrtige Sororiata blieb noch bg ſelten; ihre erſten Stände find unbekannt.
7. BIP UNCTARTA.
Lar. alis anticis cinereis fusco undatis, fascia media obscu- riore, punclis duobus nigris. |
Wien. Verz. S. 111. Fam. L. N. 5. ce G.
Bipunctaria.
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. S. 447. N. 5.
Fabr. Ent. Syst. III. 2 145. 58. N Bipunctari 14.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S 348. N. 167. G. Bi- punctaria. i
i be K. Geom. Tab. 55. Fig. 276, (mas.) G. Bi- punctata.
enk, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 36. N. 1663. G. Bipunctaria.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. ber N. 237. Ph. Undulata.
88 0
'Scopoli, Ent. Cara, p. 225. N. 555. Ph. Undu- | lata. ee LEHE
Nn
Bipunctaria, (von Hrn. Hübner Bipuncta- ta benannt, dennoch richtig mit gekaͤmmten Fuͤhlern abgebil⸗ det,) iſt in der wechſelnden Größe von Cxratae gata. Die Oberſeite zeigt ſich gewoͤhnlich hellaſchgrau, mit feinen ſchwar⸗ zen und braͤunlichen Atomen beſtreut. Zuweilen iſt faſt die ganze Beftaubung braun, in's gelblich Erdfarbige übergehend. Friſche Stuͤcke ſind bey aller Einfachheit ſehr ſchoͤn. Ich habe dieſen Spanner oft gefangen, ihn aber ſtets auf Bergen Be und ſchwaͤrzlicher, als in der Ebene gefunden.
Der ganze Koͤrper hat auf grauem Grunde ae weiße Härchen. Die Fuͤhler find braun, bey'm Manne mit Kammfedern, welche ſich nach dem Tode gern an den Schaft ſchließen, und nackter Spitze. Das Weib 150 ſie at Die Fuße find hell braunlich. |
Die ganze zeichnung der Vorderfluͤgel löst fich. 105 nur mäßiger Vergrößerung in einzelne Staͤubchen auf. Naͤchſt der Wurzel iſt ſie dunkler; hinter einer weiß bleibenden Linie folgt eine hellere Binde, e die deutliche, nach außen gezackte, Mittelbinde, die inwendig am hellſten, au beyden Seiten aber mit braͤunlichen Wellen eingefaft iſt. In ihr ſtehen zwey ſchwarze Punkte, wie ein Colonzeichen. Der Grund dahinter iſt weißlich gewäffert, in der Fluͤgelſpitze befindet ſich ein braͤnn⸗ licher oder auch ſchwaͤrzlicher Strich, der ſich längs des Fran⸗ zeurandes als ſchattige Wellen fortſetzt. Die Franzen ſelbſt find bräunlich , mit paaxweiſe ſtehenden Pünktchen „ zuweilen auch mit kleinen Laͤngsſtrichen eingefaßt. 5
Die Hinterfluͤgel bleiben aſchgrau, gegen die Wurzel mit gelblichem, gegen die Franzen aber mit blaͤulichem Scheine. Quer durch zieht ein hellerer bindenartiger Streif. Die Fran⸗ zen und ihre Einfaſſung von Deppe , ſind wie vorer⸗ wähnt.
Unten zeigen ſich alle Fluͤgel duͤſter aſchgrau, ebenfalls
89
gelblich ſchimmernd nur zuweilen mit der Spur von Mittel⸗ ate: 1 Pitti Ihre Raupe ſtheint ur mer ſten Aublicke eher einem an⸗
| deren Inſekte, als einem Schmetterlinge anzugehoͤren. Die
Grundfarbe iſt blaßerdgrau, uͤber den Rücken und zu beyden Seiten deſſelben hat ſie dunkle Laͤngslinien, die aber nur wie
von unten durchſcheinen. Sie iſt nicht ſchlank, ihr Kopf iſt klein, und nach Art der Eulenraupen, iſt fie mit aͤußerſt feinen ſchwarzen Waͤrzchen oder Pünktchen beſetzt, deren jedes ein einzelnes ſtärkeres Haͤrchen führt. Sie naͤhrt ſieh von Lolch (Lolium pereune) ,. Wiefenftee (Trifolium pratense) u. a. niederen Pflanzen. Im July iſt ſie erwachſen, und Ende dieſes Monats oder im Auguſt 1 der a uns wan PRO:
„ 4 E SIAT se
0 Lar. alis 1 albidis, ‚atomis caerulesce ntibus fuscisque, fascia obscuriore, initio bipartita, puncio medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 53. Fig. 375. (mas. G. Caesiata.
Wien. Verz. S. 112. Fam; L. N. 6. een dun⸗
kelſtriemiger Spanner, G. Caes lata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 448. N. 6— .
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 351. N. 169. G. Cae- sata.
Lang, Verz. 2. Ausg. S. 189. N. 1309. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 5. B. S. 399. N. 178.—
Gewoͤhnlich etwas kleiner als 125 vorige Art. Die Gum farbe des Kopfes und Ruͤckens iſt blaulich aſchgrau, mit wei⸗ ßer, zuweilen auch gelblicher Beymiſchung. Der Hinterleib iſt hellgrau. Die braunen Fühler find fadenfoͤrmig und fuͤhren dunkle Ringe. Die Fuͤße bleiben einfach braun.
Die Vorderfluͤgel haben eigentlich einen weißen Gand, find aber mit vielen feinen und groͤberen Staͤubchen belegt. Die erſteren Staͤubchen ſind blaugrau, die letztereu braun;
\
90
—
oft, auch bey friſchen Stuͤcken, in's Gelbliche stehend, Nahe
an der Wurzel faſſen zwey zackige braune Linien eine ſchmale Binde ein. In der Flügelmitte ſteht eine zweyte, am ne derrande breite, auf der inneren Halfte ſchmale Binde. wendig iſt ſie lichter und hat dort einen kleinen 5 Strich. Dann folgt ein gewaͤſſertes helles, hierauf dunkel⸗ geflecktes Feld, bis zu einer abgebrochenen weißen Zackenlinie. Die Franzen ſind mit paarweiſen 1 N „ 66 751 braun und grau geſcheckt.
Die Hinterflügel zeigen ſich weiß, mit bläuch grauem
Schimmer. Gegen den Vorderrand findet man einen kleinen
Punkt. Zuweilen ſtehen in der Mitte ein oder zwey verlo⸗
ſehene Querſtreife. Die weiß und bräunlich gefleckten Franzen ſind von einer dunkelbraunen, mit Weiß durchſchnittenen Linie ein gefaßt.
Die Unterſeite der Vor berflügel iſt glanzend blaugrau, mit .
dur chſcheinenden Zeichnungen, jene der Hinterflügel weißgrau, mit einem oder zwey e Alle vier Punkte m deut⸗ lich ſichtbar. Herrn Hubner E Bo 6bildung ift durch 3 Gate
rirung faſt entftellt. | Caesiata wird in der Schweiz, in Tyrol, Bayern,
beſonders ſchoͤn auch auf unſeren ſteyriſchen Gebirgen, im July gefunden. Von den erſten Staͤnden iſt nichts en
S E R T 4 T. 4.
Lav. alis anticis albis, atomis fascüsque bann lineis puncto- que ınedio nigris.
Hübner, Geom. Tab. 95. Fig. 489. (mas.) Fig. 490.
(boem.) G. Sertata.
Von unſeren ſeynſthen und kaͤrnthner Apen Die Größe iſt wie von Clathrata, die Geſtalt etwas ausge⸗ zeichnet, indem die Vorderfluͤgel verhaͤltnißmaͤßig kurz und breit, die Hinterflügel aber ſehmal und lang, beträchtlich über den Leib hinausgezogen, erſcheinen. Der Körper ift braun
—
1
und weißlich en „ der Hinterleib weiß geringelt. Die
Fühler ſind braun, fadenförmig; die Fuͤße braͤunlichweiß. Die Vorderfluͤgel haben einen weißen Grund, mit brau⸗
nen Binden „ Linien und einzelnen Staͤubchen. An der Wur⸗
zel ſteht eine ſchmale, gegen den Körper ſchwarz begraͤnzte Binde. In der Mitte der Flache befinden ſieh zwey zackige, nach innen ſehwarze Binden. Das dazwiſchen liegende ſehmale Mittelfeld iſt hell, zart beſtaͤubt. Ein kleiner ſchwarzer Com⸗ maſtrich zeigt ſich am Vorderrande. Hierauf bleibt ein heller weißlicher Streif leer, dann wird der Grund vor den Franzen wieder braun, von einer undeutlichen weißen Zackenlinie, wie mit Flecken durchſchnitten. Die Franzen ſind bräunlich weiß, mit Puntten und Strichen geziert. Die Hinterflügel zeigen ſich weiß, mit braunlichem An⸗
fut, die Franzen weißlich, nach innen braun punktirt.
VAnten iſt Alles braunlich weiß, die Zeichnungen ſcheinen verloſchen durch. Vier Mittelpunkte ſind deutlicher. 5 Dieſe Art fliegt, mit der verwandten naͤchſten, zu glei⸗
cher Zeit. Sie if noch ſelten.
10. PL AV ICIN OTA TA.
Lar. alis anticis albidis, atomis caeruleis, fascia initio Bine tita, fusco flavoque 3 puncto medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 68. Fig. 354. me G. Fla-
vicinctata.
Auch dieſer ſeltene, ungemein ſchoͤne Spanner, deſſen ſanfte Farbenmiſchungen nur hart in der angeführten Abbil⸗ dung wiedergegeben ſind, iſt ein Bewohner der ſteyriſchen und kärnthner Gebirge, wo er, in beträchtlicher Höhe, in den Sommermonaten fliegt. Die Größe iſt etwas unter Bi- punctaria. Kopf und Rücken find ſchwarz, weiß und hochgelb gemiſcht. Die Fühler grau und ſchwarz, fadenfoͤr⸗ mig. Der Hinterleib iſt blaugrau, mehr oder minder mit Gelb gemengt. Die Vorderfuͤße find 3 mit Weiß gesteckt, Die hinteren einfach grau.
Die Grundfarbe ſaͤmmtlicher ige er Weiß, welches aber von blauen Staͤubchen faſt überall dicht bedeckt wird. Dabey führen die Vorderfluͤgel noch bindenartig ein lebhaftes Pomeranzengelb. Gleich an der Wurzel ſtehen ein oder zwey ſolche Flecke am Vorderande, wie abgebrochene Binden. In der Fluͤgelmitte iſt das Blau wie eine breite Binde am dun⸗ kelſten, faſt ſchwarz, und hier begraͤnzen es zwey ganze po⸗ meranzenfarbige Binden. Eine vierte ſolche, aber wieder abgebrochene Binde, ſteht in dem letzten, helleren gewaͤſſerten Felde. Alle gelbe Binden find ſehwarzblau begranzt, mit Ausnahme der letzten halben, welche an die gewoͤhnliche weiße Zackenlinie ſchließt. Gegen den Innenrand bleibt dort eine Stelle faſt ganz weiß. Die weißen Franzen ſind mit paar⸗ weiſe ſtehenden ſchwarzen Puͤnktchen und einem ſie ran She darüber eingefaßt.
Die Hinterflügel bleiben blaͤulich weiß; in 155 Mitte zeigt ſich eine faft weiße ieee Die Stangen wie vor⸗ erwaͤhnt. f Unten ſind die Vorderſtägel e die Steen weiß, einzeln mit Blau beſtaͤubt. Die Zeichnungen von oben ſchei⸗ nen matt durch.
Varietaͤten nehm durch Anhäufung des Gelb, auch des Dunkelblau. Die gegenwartige Beſchreibung iſt nach ganz friſchen Exemplaren genommen. Naſſe und Sonnen⸗ licht wirken gleich ſchnell auf die Zerstörung der Farben.
11. MOLLUGINATA.
Lar. alis albidis atomis griseis; anticis fasctis undatis rufo fuscis, puncto medio nigro; posticis limbo obscuriore. *
Hübner, Geom. Tab. 7 1. Fig. N Alan G. Mor
| luginata.
—— Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. M. a. b. Fig 1. 6. d.
Groͤße, etwas . Atomaria Der Kopf it belle braun, der Halskragen hellbraun und weiß, der Ruͤcken faſt . (
x.»
93 weiß. Der Hinterleib weißgrau, mit zwey Reihen ſehwarzer Punkte. Die Fuͤhler ſind fadenfoͤrmig, , braun beſchuppt. Die Fuͤße grau und gelblich weiß.
Ueber die, auf dem Grunde weißen, Vorderflͤgel gehen mehrere zackige braune Binden, und zwiſchen denſelben, auf der Flaͤche, liegt einzelne aſchgraue, grobe Beſtaͤubung. Naͤchſt der Wurzel befinden ſich, nahe aneinander, zwey kleine, et- was blaͤſſere Binden. Dann folgen in der Fluͤgelmitte, zwey breitere deutlichere. Jede derſelben hat zu beyden Seiten und in der Mitte ſchwarze Linien, die dann und wann auf den Adern noch ſchwarze Flecke oder Knoͤpfe haben. Oft fließen dieſe zwey Binden in der Mitte zuſammen, und trennen ſich wieder gegen den Innenrand. Nahe am Vorderrande ſteht hier ein ſtarker ſchwarzer Punkt. Hinter den Binden wird
der Grund hellweiß, gewaͤſſert, nur von einer feinen hell⸗
braunen Linie durchzogen, dann folgt ſchuppenartige braune Zeichnung, bis zur weißen Zackenlinie. Endlich, von ihr bis zu den Franzen, zeigt ſich ein helles Aſchgrau. Ein ſol⸗ cher verwiſchter Strich zieht von der Fluͤgelſpitze abwärts. Die Franzen ſind ſchwarz en 1 braun und weißlich ges ſcheckt. Die Hinterflügel bleiben e an der Wurzel weiß, mit Grau beſtaͤubt. Hinter kleinen Mittelpunkten finden ſich viele blei⸗ che, nach außen dichter und dunkler werdende, Wellenlinien. Die Zackenlinie der Vorderfluͤgel ſetzt ſich oft deutlich fort.
Der Grund vor den Franzen iſt am dunkelſten, dieſe ſelbſt find,
wie Ber erwähnt. Die ganze Unterſeite ift weißgrau, die Zeichnungen von ur erſcheinen hellbraun, dunkler 1 Alle Mittel⸗ bunte find beftimmt vorhanden. | |
Der Schmetterling kommt, ziemlich ſelten / „in Oeſter⸗ tach, „öfter in Steyermark, Ungarn und Bayern, in Ge
birgsgegenden vor. Seine Raupe lebt im Auguſt und Anfang September auf dem Sternkraut (Galium verum). Sie iſt trübgelb, mit mehreren feinen braͤunlichen Laͤngslinien. Ueber den Rücken zieht eine braunliche Linie, und auf den mittleren
N
1 h 94 N
Gelenken if dieſelbe noch mit ſolchen Flecken beſett „ die eine dreyeckige, weißliche Einfaſſung haben.
Die Puppe iſt röthlichgelb: und uͤberwintert in der Ei. Die Gatwidelung erfolgt im naͤchſten May.
12. PSITTACATA
Lar. alis anticis viridibus nigro undatis, fasciis albo ferru- gineoque variis.
Hübner, Geom. Tab. 45. Fig. 227. (mas.) 0. Psit- tacata, |
Wien. Ver. S. 112. Fam. L. N. 8. ole fer ner, G. Psittacata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 4a. N. 8. —
N. Magaz. II. B. S. 168. .
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 195. 238. Ph. Prittacdtn:
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 358. N. K 6. Psit- ta cata. |
De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 509- Ph. du Tilleul: G. Psittacata. |
8855 Verz. 2. Ausg. S. 190. N. 1312. —
Berl. Magaz. IV. 3 5. St. S. en N. 5 Ph. Si-
terata. |
Natur forſcher, XI. St. S. 75. N. * — m — 3
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8. 574. N. 44. Ph. Siter at a. | i
—— entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 399. N. 180 6. Psittacata. m
Laspeyres, Krit. Revis. S. 156. G. Psittacata.
Ulgemein bekannt Größe von Atomaria, Körper 30 mann Kopf und Ruͤcken auf Haie Weise; der Hinterleib, welcher ſchlank und laͤnglich iſt, zeigt ſich aſch⸗ grau, auf der Mitte der Höhe ſtehen weißliche Buͤſchel. Die Fuͤhler find arc ee * rer ‚ al a born und weiß gefleckt.
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Unmeit der Wurzel lauft über die Vorderflügel eine helle, mit Roſtroth gemiſchte⸗ und von zarten gruͤnen Linien durch⸗ zogene Querbinde. Eine zweyte weißliche Binde, aber auch mit rothem Schimmer und einzelnen ſchwarzen Flecken, ent⸗ ſpringt aus einem hellweißen Flecke im Vorderrande. Das breite ſchwaͤrzlichgruͤne Mittelfeld zwiſchen beyden hat am Vorder⸗ rande ein Commazeichen, und unter dieſem oft einen ſchwar⸗ zen Fleck. Hinter der aͤußeren Binde geht noch eine weißliche, rothgemiſchte Zackenlinie. Vor ihr, bis zu den Franzen, iſt der Grund, der Laͤnge nach, ſchwarz geſtrichelt. In der Fluͤgelſpitze zeigt ſich ein hakenfoͤrmiger, ſehwarzer Strich. Die Franzen find fehwärzlich und gruͤnlichgrau geſcheckt. Die Hinterflügel bleiben aſchgrau, mit einem dunkeln
Mittelpunkte und einigen lichteren Streifen. Vor dem Hin⸗
terrande wird die Beſtaͤubung dunkler, zuweilen bindenartig. Die Franzen ſind hier gelbgrau, ſchwarz geſtrichelt.
Unten find die Vorderfluͤgel ſchwaͤrzlich grün, mit einer gezackten weißen Binde gegen außen, am Vorderrande ſtehen ſchwarze und weiße Striche. Die Hinterflügel zeigen ſich bleichgelb, mit ſchwarzgruͤner grober Beftäubung. Alle Fluͤ⸗ gel haben ſchwarze Mittelpunkte.
Die Vorderflügel ſind kurz und breit, die hinteren laber
im Verhaͤltniß eine ungewöhnliche Lange.
e Abaͤnderungen kommen ſehr häufig vor, manche ſo ver⸗ fehieen daß man verleitet werden koͤnnte, ſie zu eigenen Ar⸗ ten zu erheben. Man findet den Schmetterling zuweilen ſehr klein, das Mittelfeld gegen den Innenrand ſchmäler, und die angraͤnzenden, mit Roſtfarbe vermiſchten, Binden verdunkelt. Bey manchen Stuͤcken ſieht man, ſtatt der zweyten Binde, nur am Vorderrande einen hellweißen, und am Innenrande einen weißlichen Fleck.
Oder, die an das Mittelfeld ſchließenden beyden Binden ſind wenig oder gar nicht mit Roſtfarbe gemifeht , die vordere iſt truͤb, die hintere etwas reiner weiß, und in gie Zn ſich nme Wellenlinien deutlich aus.
Noch erſcheint Ps ittacata bedeutend ige: als ge⸗
=
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woͤhnlich. Ihre Farbe iſt heller gruͤn, und das Mittelfeld nimmt gegen den Innenrand in der Breite ſehr wenig ab. Uebrigens iſt die ganze Fläche zuweilen ſehr ſtark mit Reſtfarbe gemiſcht. Die Raupe lebt auf Linden (Tilia case pad, Aepfel⸗ baͤumen (Pyrus Malus), Kirſchbaͤumen (Prunus Cerasus), Roſen (Rosa centifolia), und Eichen (Quercus Robur). Sie iſt ſehr ſchlank, oben gelbgruͤn, unten dunkelgruͤn; die gelbgrime Farbe faͤngt vorn in Geſtalt zweyer Streifen au, die zu beyden Seiten des Ruͤckens liegen, oder ſich nach hinten ſo verdicken, daß ſie ſchon auf dem vierten Ringe die ganze obere Hälfte des Körpers bedecken. Unter der Afterklappe ſtehen zwey etwas verlängerte rothe Spitzen nach hinten hinaus. Varietäten find meergruͤn, mit gelben Einſchnitten, violett⸗
nem Kopf, gleichfarbigen Fuͤßen, und eben ſolcher unterbro⸗ chener Rückenlinie. Manche Stucke haben auch noch eine blaßcarminrothe Linie in jeder Seite, oder de dem Ruͤcken, auf jedem Ringe, einen rothen Punkt. Sie er⸗
ſcheint in zwey Generationen, im May, und im July oder
Auguſt. Ihre Verwandlung erfolgt in der Erde, oder auch außerhalb aich den e der Baume, 77 in hn Ge⸗ webe. Die Puppe if gelbbraun, mit 98 daun beſetzt, und ein wenig bereift, nicht ganz gerundet.
Der Schmetterling, uͤberall in Deubſchlund und in an⸗ BER Ländern einheimifth 550 ſich zwischen Me Tagen und vier 19. |
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‚133 CYANATA. TREND ER TE ‚Lars alis niveis, atomis Venn kesgzenzihnsen anticis a initio bipartita obscuriore.
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Hübner, Geom. 3 62. 1 555 ben) 6. e mata. 0 nr | 1 5 ira | un ni mil ig n At
Ein Fee ; zarter Spanne } ‚au: unsern fue
Alpen. Die Huͤbner'ſche Abbildung iſt ſehr gelungen.
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Ganz friſche, noch feltene Stuͤcke, haben auf dem Weiß der |
Vorderflügel einen gelblicheren Duft, als dort angegeben wurde. Die Größe iſt wie von Bi pu nct ar ia. Der Kopf weiß, mit Gelb und Blau angeflogen, der Hinterleib weiß, blaͤulich beſtaubt. Die Fühler find fadenfoͤrmig, weiß und
Om Fa
braun geringelt, die Vorderfuͤße ſchwarz und weiß gefleckt, die
übrigen grau, mit feinem blauen Dufte.
Der Grund der Vorderfluͤgel ift weiß, doch mit bunter Beſtaͤubung faſt bedeckt. Die Wurzel hat blaͤulichen Staub, bis zu einer ſchmalen kornblumenblauen Binde. Hierauf folgt ein weißes Feld, mit wenigen blauen, aber vielen ſtrohgelben Staͤubchen. Aus zwey Flecken im Vorderrande entſpringt die, von blauen Atomen zuſammengeſetzte, breite Mittelbinde. Dann folgt wieder ein gewaͤſſertes weißes Feld, gelb und blau beſtaͤubt, darin finden ſich größere blaue Flecken, vor⸗
züglich am Vorderrande. Vor den Franzen wird die Fläche
noch einmahl matt blau, dieſe ſelbſt aber ſind ſchwarz und gelblichweiß geſcheckt.
Die Hinterfluͤgel haben, von der Wurzel bis zur Mitte, blaͤulichen, muſchelartigen Schein, dann eine breite weiße Querbinde, vor den Franzen wieder dunkleren Staub. Die Franzen zeigen ſich weiß, und ſind ſchwarz eingefaßt, gegen den Innenrand hin auch einige Mahle ſo geſtrichelt.
Unten iſt der ganze Schmetterling weiß; das Blau von oben ſchimmert als eine Mittelbinde und vor den Franzen durch.
f Die Flugzeit fallt in den July und Auguſt. Naͤheres iſt nicht bekannt.
14. RECTANGULATA.
Luar. alis anticis viridibus, fascia En maculisque fuscis,
Hübner, Geom. Tab. 45. Fi. 255. (foem.) G. Re- etangulata.
Geom. Tab.72. Fig. 372. (mas. ) Fig. 57 5. (foem.) G. Coronata.
VI. 2. G
*
98 Wien. Verz S. 112. Fam. L. N. g. Aepfel G.
Rectangulat a.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. 8. 449. No. 9%
N. Magaz. II. B. S. 168. — |
Linne, 8. N. 1. 2. 872. 270. G. elek
—— Faun. Suec, Ed. 2. N. 1295. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 195. 240. Ph. Rectan-
gulata. |
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 556. N. 172. ” Re- ctangulata,
De Villers, Ent, Linn. T. II. pag. 352. N. 545.
La e G. Rectangulata.
Berl. Magaz. IV. B. 5. St. S. 524. N. 45. Ph. vi- ridulat a.
Na turforſcher, XI. St. S. 75. N. 453. — Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. 8 8. 346. N. 270. 8. Rectangulata, | ji Müller, Zool. Dan. prodr. p. 125 N. 1478. — Laspeyres, Krit. Revis. S. 137. —
Rectangulata, und Coronata, Hbr. a, ang. O. ſind eine und dieſelbe Art. Nur ſcheinbar unterſcheiden ſich beyde durch Deutlichkeit der Mittelbinde auf den Vorderfluͤgeln, und durch ein mehr oder weniger mit Braun vermiſchtes Gruͤn. Wenigſtens finden wir unter den vielen Stuͤcken unſerer Samm⸗ lungen, bey Rectangulata, genau ſolche, die denen als Coronata uns zugeſandten, vollkommen gleichen. Vielleicht duͤrfte man noch einen Schritt weiter gehen, und
-Subaerata, Hbr. Tab. 90. Fig. 465. ebenfalls hier⸗ her rechnen, doch fah ich von Letzterer nur zwey Stücke, aller⸗ dings entſchiedene Varietaͤten des jetzigen Schmetterlinges, bey denen aber zufällige oder abſichtliche Verwechslungen mög⸗ lich waren.
Die Größe von Rectangulata iſt ungefähr wie jene von Ochrearia. Die Oberſeite iſt dunkelſaftgruͤn, mit ſchwarzbrauner Beſtaͤubung. Kopf und Ruͤcken find grün,
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gewoͤhnlich der Halskragen ſtark mit Braun gemiſcht. Die Fühler find grün, ſchwaͤrzlich geringelt, fadenfoͤrmig. Der Hinterleib iſt hellbraun, mit ſchwaͤrzlichen ien. Die Fuͤße ſind hellbraun.
Die Vorderflügel wechſeln, wie oben erwaͤhnt, zwiſchen einem braͤunlichen und entſchiedenen Grün. Langs des Vorder— randes ſtehen ſtarke ſchwarze Flecken, aus denen feine braune Zackenlinien entſpringen. Die erſte befindet ſich nahe an der Wurzel. Die zweyte und dritte faſſen einen breiten Mittel⸗ raum ein, der oft ganz mit Braun verfinſtert erſcheint. Die dritte Linie macht in ihrer Mitte einen vorſpringenden Winkel, und iſt weiß begraͤnzt. Hierauf wird der Grund erſt gruͤn, dann braun, oder ganz braun, zuweilen auch abgeſetzt braun ges fleckt, bis zur weißen Zackenlinie vor den Franzen. Dieſe letzten ſind braun, dann und wann mit Gruͤn gemiſcht. f
Die Hinterfluͤgel ſind ebenfalls braun und gruͤn, aber die 1 Zeichnungen der vorderen laufen nur verlo⸗ ſchen fort. In der Fluͤgelmitte wird ein kleiner Punkt und eine eckige Linie ſichtbar. Zuweilen find aber alle dieſe Zeich⸗ nungen gar nicht vorhanden, die Flaͤche bleibt hell, nur mit einem oder zwey Streifen. Die Franzen find ſchwarz einge: faßt, grau, mit etwas Gruͤn.
Unten zeigen fich alle Fluͤgel hellbraun, mit ſchwarzen Punkten und einer ſcharfen Zackenlinie, die ſich, ſowohl auf den vorderen als hinteren, in einem rechten Winkel bricht. Der Hinterrand iſt in betrachtliche Breite dunkel beſchattet.
Die Raupe von Rectangulata iſt apfelgruͤn, ver⸗ haͤltnißmaͤßig kurz und dick, hinten und vorn etwas duͤnner, mit einem kleinen braunen Kopf und ziemlich tiefen Ringein⸗ ſchnitten. Die Vorderfuͤße ſind dunkelbraun, uͤber den Ruͤcken geht ein breiter Purpurſtreif, der mitten auf jedem Ringe brei⸗ ter wird. Sie kommt im Herbſte aus dem Eye, uͤberwintert in Baunrirtzen, und erreicht im naͤchſten May oder Juny ihre ganze Größe, Ihre Nahrung findet fie auf Stein- und Kern⸗ obſtbaͤumen, doch zieht fie Apfelblaͤtter den übrigen vor. Die aͤußerſten Raͤnder eines ſolchen Blattes verbindet ſie gewoͤhnlich
G 2 |
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*
durch Faden, und verzehrt dann nur die obere SER Haut, ohne ein Loch zu machen.
Die Verwandlung erfolgt ebenfalls in einem zuſammen⸗ gezogenen Blatte, zwiſchen leichtem weißlichen Gewebe. Die Puppe iſt kurz, vorn siemfich dick, hinten zugeſpitzt, an Kopf⸗ und Fluͤgelſcheiden gruͤnlichbraun, uͤbrigens gelbbraun. Derr Schmetterling entwickelt ſich vierzehn Tage ſpaͤter. Er iſt in Oeſterreich und uͤberall in Deutſchland nicht ſelten.
15. ISOGRAMMATA.
x Lar. alis cinereo fuscis, lineis undatis albidis.
Dieſen einfachen, aber zierlichen kleinen Spanner er⸗ hielt ich für meine Sammlung von Herrn Kindermann, der ein ſchoͤnes weibliches Exemplar, (das einzige mir bekannte,) bey Ofen gefangen hatte. Die Geſtalt iſt wie von Rectan- gulata, die Größe etwas geringer. Die ganze Oberſeite zeigt ſich erdbraun, mit Weißgrau vermiſcht. In dieſem Tone find Körper, Fühler und Füße, der Hinterleib iſt etwas blei⸗ cher als der Ruͤcken.
Ueber die Slügel laufen viele weißgraue Wellenlinien ohne Zacken, deren eine an der Wurzel, und zwey neben einander, mit einer braunen Linie dazwiſchen, ſich beſonders deutlich ausnehmen. Die letztere ſteht uͤber der Fluͤgelmitte, dahinter wird der Grund bis zu den Franzen dunkler, nur die gewoͤhnliche Zackenlinie tritt noch hervor. Die Franzen ſind braun und grau geſcheckt. |
Die Hinterfluͤgel jegen die Wellenlinien der vorderen fort, der aͤußere Rand, wie dort, breit hudemtig am dun⸗ kelſten.
Die bleichere Unterſeite zeigt an den Vorderfluͤgeln einen dunkelgefleckten Vorderrand; dieſe Flecke als Anfaͤnge brauner Querlinien, welche in der Mitte abbrechen. Auf den Hin— terflügeln find dieſelben aber ganz. Gegen außen bilden zwey ſchaͤrfere Linien mit hellem Grunde dazwiſchen eine deutliche Binde. Die Franzen bleiben wie oben, doch eben—
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falls matter. Der Adernlauf iſt erhaben, und weißlich punktirt.
16. C VDO NTA + 4. Lar. alis griseo fuscis, fascia media undata obscuriore, linea dentata alba ad marginem externum, puncto medio nigro.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 554. N. 17 G. Cydoniata. un Inſ. I. Th. 5. Cl. Tab. VIII. Fig. 1 — 3. 5 31.
Dieſe hier noch unbeobachtete ſeltene Art iſt mir aus der Rheingegend mitgetheilt worden. Sie naͤhert ſich in Groͤße und Geſtalt der Rectangulata, iſt aber durch mehrere Auszeichnungen als fichere eigene Art zu betrachten. Bork— hauſen hat ſie zuerſt geſchildert. Die Grundfarbe der Ober— ſeite iſt braungrau. Ruͤcken und Fuͤhler ſind dunller braͤunlich, als der Hinterleib, welcher Ringeinſchnitte hat.
Auf den Fluͤgeln, von denen die hinteren bleicher als die vorderen ſind, ziehen mehrere zackige Wellenlinien. Der Mittelraum iſt ganz verfinſtert, und ſtellt eine breite Binde vor, welche auf den Vorderfluͤgeln beyderſeits ſcharf begraͤnzt iſt, auf den Hinterfluͤgeln aber, gegen die Wurzel hin, ſich in die Grundfarbe verläuft. Dieſer dunkle Grund wird durch dunklere Wellenlinien in ihm noch dunkler gemacht. Auch der Hinterrand faͤrbt ſich in betrachtlicher Breite dunkel, und in dieſem Grunde ſteht, als Hauptkennzeichen, eine weißliche, feinzackige Linie auf allen Fluͤgeln. Am Außenrande der Vor⸗ deren, innerhalb der Linie, iſt ein dunkler Fleck, darunter ein weißlicher, gleichſam abgewiſchter Schein. In der Mitte eines jeden Fluͤgels befindet ſich ein ſchwarzer Punkt.
Die Unterſeite iſt weißgrau. Quer uber alle Flügel laufen mehrere dunkelbraune Wellenlinien, von denen einige ſich ſehr deutlich ausnehmen, und eine auf den Hinterfluͤgeln in einen rechten Winkel bricht. In der Mitte eines jeden Flu gels ſteht auch hier ein ſchwarzer Punkt, dann folgt eine weiß—
10% liche Binde und in dem dunkel beſchatteten Hinterrande noch eine lichte Linie. Ueber die Raupe giebt vorgeht Schri iftſteller, in⸗
dem er ſich auf Roͤſel, a. ang. O. bezieht, (deſſen Abbil⸗ dung des Schmetterlinges aber ganz unkenntlich iſt,) folgende genaue Nachricht: „Sie wohnt im May und Juny auf Aepfel⸗ und Quittenbaͤumen. Schon im Herbſte des vorher⸗ gehenden Jahres kommt ſie aus dem Eye, uͤberwintert in den Ritzen der Baumrinde, und erreicht in den angefuͤhrten Mo⸗ naten ihre vollkommene Groͤße. Sie iſt kaum einen halben Zoll lang, aber nach Verhaͤltniß ziemlich dick. Ihre Grund⸗ farbe iſt grasgruͤn, und über den Rücken hin lauft nach der Lange des Körpers ein ſchmaler hochrother Streif. Die Ring⸗ einſchnitte des Korpers find ziemlich abgeſondert.“ BR
„Zur Verwandlung macht ſie in einem zuſammengezo⸗ genen Blatte ein weißes Geſpinnſt, und wird darin ein kurzes, vorn ziemlich dickes und hinten ſpitziges Püppehen, welches an Kopf- und Fluͤgelſcheiden eine gruͤnliche, übrigens aber eine gelbbraune Farbe hat.“
„Der Schmetterling entwickelt ſich nach zehn bis vier⸗ zehn Tagen. In der Ruhe breitet er die Flügel flach aus. 10
17. INTURBATA.
Lar. alis anticis ex fusco cinereis, versus marginem exiernum dilutioribus, lineis obscurioribus, puncto medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 90. Fig. 461, (ſoem.) G. In-
turbata.
Wie Rectangulata, oft noch kleiner. Intur- pata iſt oberhalb hellbraun, mit erzfarbig grauem glaͤnzen⸗ den Staube. Der Koͤrper etwas dunkler, die Fuͤhler ſind 7750 ‚ fein ſchwarz geringelt, die Füße grau, unten hell ge⸗ fleckt. | |
Die Vorderflügel bleiben bis über die Hälfte dunkler braun, mit gelblicher Beymiſchung. Das Feld naͤchſt der Wurzel iſt mit einer feinen ſchwarzen Querlinie eingefaßt.
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In der Fluͤgelmitte ſteht ein kleiner ſchwarzer Commaſtrich; ein haarfeiner Schatten geht mit einer Ecke daruͤber weg. Dann folgt eine helle, zu beyden Seiten dunkel beſchattete Querbinde, in welcher feine Wellenlinien ſichtbar werden. Vor den Franzen, nach einer weißen Zackenlinie, iſt der Grund wieder hell, die Franzen ſelbſt haben eine Einfaſſung von ſchwarzen Strichen, und ſind hell und dunkel geſcheckt.
Die Hinterfluͤgel fuͤhren die Fortſetzung der helleren Querbinde durch ihre Mitte; nach innen, und noch mehr nach außen, bleibt die Flaͤche dunkler. Vor den Franzen, welche, wie zuvor erwahnt, geſcheckt und ſchwarz begraͤnzt find, laͤuft auch hier die weiße Zackenlinie.
Die Huͤbner ' ſche Figur iſt ſehr treu, nur die doppelte Faͤrbung der Franzen wurde vergeſſen.
Unten iſt Alles weißlicher, vorzuͤglich NR innere Halfte der Flügel; der Außenrand der vorderen hat braune Flecke, (die ſich oft auch oberhalb zeigen,) und ſaͤmmtliche Fluͤgel fuͤhren Mittelpunkte. Unweit des Hinterrandes ſteht eine Binde von dunkleren Schatten, ohne Einfaſſung. Der Adernlauf iſt erhaben „ die Franzen ſind einfarbig.
In Oeſterreich, im Juny und July. Ziemlich ſelten und unbrobachtet. |
18. „ A L E RTI N A 7 A. Lar. alis rufo fuscescentibus, anticis medio obscurioribus, puncto nigro.
| Hübner, Geom. Tab. „6. Fig. 395. (mas.) G. Va- lerianata.
Geom. Tab. 76. Fig. 394. (mas) G. Tenuiata. Larv. Lep. V. . II. Aequiv. H. b. Fig. 1.
a. b. c. G. Valerianata.
Valerianata kommt ſehr abwechſelnd in der Größe vor; gewoͤhnlich iſt ſie kleiner als die angefuͤhrte Abbildung, und nur wie eine unanſehnliche Ochrearia. Unbedenklich ziehe ich auch Huͤbner's Tenuiata zu ihr; es iſt nicht
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möglich, allen vorhandenen Eremplaren einen einzigen ſtand⸗ haften Unterſchied abzugewinnen. |
Gegenwaͤrtige Art hat eine hellbraune, faſt in's Röth⸗ Tiche übergehende Oberſeite, der ganze Körper iſt in diefem Tone, nur die Fühler find weißlich braun.
Die Vorderflügel fuͤhren am Vorderrande eine Reihe von doppelten weißlichen Strichen, aus welchen undeutliche Binden oder Linien laufen. Naͤchſt der Wurzel zeigt ſich nur eine dunkle Linie als Einfaſſung des erſten Dritttheils der Flaͤ⸗ che. Das Mittelfeld iſt dunkler, als das erſte und dritte; in ihm befindet ſich ein ſchwacher Punkt. Hinter dem Felde folgt eine weißliche Binde, durch einen braunen Strich ge= theilt, dann ſtehen kleine braune Laͤngslinien oder Punkte bis zu den Franzen; eine weiße Zackenlinie zieht nach der Quere durch. Die hellbraunen Franzen ſind mit einer Reihe von dun⸗ keln abgebrochenen Strichen eingefaßt. |
Die Hinterflügel bleiben inwendig etwas heller; ſie ba. ben dort einen kleinen Mittelpunkt, dann folgen nach außen mehrere Wellenlinien, meiſtens zwey ſtaͤrkere unter ihnen; end⸗ lich ein dunklerer Grund, und die Franzen ſammt Seen ſind wie vorerwaͤhnt. a
Die bleichere Unterſeite bietet durch die Mitte eine helle Binde, ſonſt feine dunkle Wellenlinien und ſchwarze Punkte auf allen Flügeln.
Die Raupe kenne ich nur aus der ob. angef. Abbildung.
Nach dieſer iſt fie durchaus grasgrün, mit einigen ſchwaͤrzli⸗ chen Laͤngslinien und deutlichen Ringeinſchnitten. Ihre Nah: rung ſoll der kleine Baldrian (Valeriana officinalis), ſeyn.
Die Puppe iſt auf den Fluͤgelſcheiden 0 y ſonſt braͤunlich.
Heimath: be Gegenden von Deutſchland. Fug⸗ zeit: wie von den vorigen Arten. 5 |
103 19. R ESI DU AT A.
Lar. alis obscure cinereis; anticis linea margineque externo obscurioribus, puncto medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 9 1. Eich 467. 8 G. Re-
siduata.
‚Größe von RE a. Die Grundfarbe der Ober- ſeite, des Kopfes „Ruͤckens und Hinterleibes iſt hell erd— braun; letzterer mit dunkleren Ringeinſchnitten und unter dem Anfange mit einem ſolchen Gürtel. Die Fühler zeigen ſich fein fadenfoͤrmig, (nicht, wie bey Hrn. Huͤbner, Paß mit duͤnner Spitze.)
Die Vorderfluͤgel haben einzelnen dunkeln Staub ‚und mehrere dunkelbraune Querlinien. Die erſte begranzt das Feld naͤchſt der Wurzel, und hat feinere Wellen in ſich ge— ſchloſſen. Das Mittelfeld iſt am hellſten, in ihm ſteht, am Vorderrande, ein deutlicher ſchwarzer Punkt. Hierauf fol⸗ gen eine dunkelbegraͤnzte, inwendig aber helle Binde; außer ihr, vor den Franzen, noch eine Zackenlinie. Die Franzen bleiben einfach grau, vor ihnen ſtehen ſchwarze Punkte oder Linien. |
Die Hinterflügel find an der Wurzel hell, dann zeigt ſich ein Mittelpunkt, hierauf eine Fortſetzung der oberen hel— len Binde, zuletzt ein dunkler Grund, alles durch Linien ge: waͤſſert.
Die Unterſeite iſt braͤunlich weiß; dunklere Binden ziehen naͤchſt den Franzen und Wellenlinien inwendig „ wo ſich auch Mittelpunkte finden.
Der Schmetterling iſt ſehr ſelten. Wir erhielten ihn aus Ungarn und Dalmatien. |
\ 20. MINUTATA
Lar. alis hepaticis, anticis maculis nigris, linea alba puncto gemino terminante ad marginem externum.
Hübner, Geom. Tab. 88. Fig. 4 4. (foem.) G. Mi-
Uutat a.
19006 Wien. Verz. S. 110. Fat. K. N. 970 Wermuthſpanner, G. Minutata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. Reh: N. 27. — Götze, entom, Beytr. III. Th. 3. B. S. 399. N. 175.—
Nachdem Hr. Hübner, Tab. 45. Fig. 257. einen hier unbekannten Schmetterling als Minutata geliefert hatte, verbeſſerte er nachträglich. dieſen Irrthum, und gab a. ang. O. ſehr genau die echte Art des Wien. Ver z. Ob Scabiosata, Borkh. V. B. S. 356. N. 161. hierher zu rechnen ſey, wie Laspeyres in Illig. Magaz. II. B. S. 166. vermuthete, muͤſſen wir, bey nicht ganz paſſen⸗ der Beſchreibung der Letzteren, auf ſich beruhen laſſen. Fabr. Minutata, Ent. Syst. III. 2. 205. e ift ganz gewiß nicht die Unſtige.
Minutata, W. V. hpicht ſich in ihrer Größe mit Rectangulat a. Ihre Oberfeite iſt röthlich leberfarben.
So ſind auch Kopf und Ruͤcken, der Hinterleib zeigt ſich mehr aſchgrau, und iſt hell und dunkel geringelt. Die fadenförmiz gen Fuͤhler ſind braun und ſchwaͤr zlich, die Fuͤße hellen un⸗ ten gefleckt.
| Laͤngs des Vorderrandes ſtehen, bey deutlich. gezeichne⸗ ten Stuͤcken, ſchwarzbraune und dazwiſchen weißliche Flecken, als die Anfaͤnge von Querlinien, welche aber gewoͤhnlich ſchon vor der Flͤͤgelmitte verloͤſchen. Eine naͤchſt der Wurzel, und zwey hinter einem ſchwarzen Commaſtriche, ſind deutlicher, letztere bilden, gleichlaufend „ am Vorderrande einen Winkel. Vor den Franzen ſteht eine weiße Zackenlinie, und an ihrem Ende, am Innenrande, finden ſich zwey helle weiße Punkte, welche nebſt den ſchwarzbraunen Flecken des Vorderrandes ein Hauptkennzeichen dieſer Art geben, obgleich bey anderen Nächſtoerwandten auch die Doppelpunkte und Flecken „ doch ſtets trüber und undeutlicher erſcheinen.
Die Hinterfluͤgel ſind aſchgrau, mit etwas Braun ge⸗ mengt, die weiße Zackenlinie findet ſich neben anderen matten Wellenlinien, unfern der Franzen vor. In der Mitte der
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Flaͤche ſteht ein kleiner ſchwarzer Punkt. Alle Franzen ſind hell und dunkel geſcheckt, und mit kleinen abgebrochenen Strichen eingefaßt.
Die Unterſeite iſt braungrau. Hinter den Mittelflecken und vor den Franzen laͤuft eine, mit Je braunen Linien ein⸗ gefaßte, „ hellere Binde.
In allen hier befindlichen Exemplaren von Indigata, Hb r. Tab. 77. Fig. 399. erkannte ich bey genauerer Unter⸗ ſuchung bleiche Varietaͤten von Minutata. Doch moͤgen dieſe nur falſch beſtimmt worden ſeyn; die Hübner’fche Abbildung traf zwar nahe, aber nicht vollkommen zu. Fer⸗ ner gab Hr. Hübner, Tab. 88. Fig. 455. eine Abs in- thiata, von welcher ich nicht zweifle, daß ſie gleichfalls hierher gehöre. Die Linné e'ſche, nicht mit Sicherheit zu deutende, G. Absinthiata, Faun. Suec. Ed. 2. N. 1296. kann nicht mit dieſer zuſammengezogen werden; ſchon die dort angezeigte Grundfarbe, „dunkel aſchgrau,“ wi— derſpricht.
Die Raupe naͤhrt ſich vom Wermuth (Artemisia Ab- sinthium). Ich hoffe ihre Beſchreibung nachtragen zu koͤn— nen. Der Schmetterling, in Oeſterreich, Ungarn, auch in
anderen Ländern einheimiſch, fliegt im Juny und July.
21. 1 UST EAR ATA.
Lar. alis dilute fuscis; anticis strigis albidis, externa denti- culata, BR medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 89. Fig. 4575 Sa G. Au-
. sterata.
Austerata, zu welcher ich auch, als Weib, Hüb: ner's Castigata, Fig. 456. auf gleicher Tab. 8g. zie⸗ hen möchte, ift größer als Rectangulata. Ihre Grund: farbe erdbraun, mehr oder weniger mit Weiß gemiſcht. Die
Fuͤhler ſind hellbraͤunlich, fadenfoͤrmig, der Koͤrper hat Be |
liche Ringeinſchnitte, die Füße find graubraun.
—
Auf den Vorderfluͤgeln ſtehen ae und tee Linien
6
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neben einander, fo, daß ungefähr vier ſchwale 9 Binden von - der einen, und eben fo viele von der anderen Farbung vor⸗ handen ſind. Alle machen am Vorderrande kleine Winkel und beginnen mit age teren Flecken. In der Fluͤgelmitte, naͤchſt dem Vorderrande, befindet ſich ein kleiner ſchwarzer, zuweilen kaum ſichtbarer Fleck. Die weiße Zackenlinie zeich⸗ net ſich am deutlichſten aus. Sie geht, faſt gerade, in ab- geſetzten Strichen, nahe am Hinterrande. Die Franzen ſind hell⸗ und dunkel⸗ graubraun geſcheckt, mit einer ſchwarzen,
von Weiß unterbrochenen Linie eingefaßt.
Die Hinterfluͤgel haben mehrere zackige, hellere Linien uͤber ihre Flaͤche, von denen die mittelſte beſonders deutlich iſt. Innerhalb derſelben iſt wieder ein feiner ſchwarzer Punkt. Die Franzen bleiben „ wie vorerwaͤhnt.
Unten iſt Alles weißlich, mit Grau beſtaͤubt, vornehmlich ſtehen auf der aͤußeren Haͤlfte, zwey graue Binden, und eine ſolche Einfaſſung vor den Franzen. Die Mittelflecken erſchei⸗ nen als kleine matte Striche. |
Heimath: Oeſterreich. Ziemlich felten, und unbeobachtet.
3a e RA IE
Lar. alis rufo fuscis nitidis; anticis lineis albis interruptis, puncto medio nigro.
Hübner, Geom. Tab. 85. Fig. 459. (mas.) G. Sa- tyrata.
Große von Rectangulata. Die ganze Oberſeite dunkelbraun mit Gelb gemengt. Kopf und Ruͤcken haben auf braunem Grunde einzelnen gelben Staub, der Hinterleib hat gelbe Einfaſſung der Ringe. Die Fuͤhler ſind hellbraun und ſchwaͤrzlich, eben ſo die Fuͤße.
Auf den Vorderfluͤgeln zeigt ſich zuerſt ein dunkel- und hellbraun, auch gelblich, gefleckter Vorderrand. Statt der gewoͤhnlichen Querlinien ſieht man weiße oder gelbliche ſchwache Langsſtriche. Ausgezeichnet iſt ferner der Adernlauf; alle Zweige deſſelben ſind gelblich und ſchwaͤrzlich gefleckt. Nur
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vor den hell- und dunkelbraunen Stangen fteht eine deutliche, ſchwarze Linie als Einfaſſung.
Die Hinterflügel find braungrau, die Zeichnung darauf matt, wie verwiſcht; allein am Innenrande werden Wellen— linien ſichtbar. Die Franzen bleiben, wie vorerwaͤhnt.
Die ganze Unterſeite iſt mattbraun, vor den Franzen
laͤuft eine breite Schattenbinde, nach innen zeigen ſich einzelne
Linien und kleine Mittelpunkte. In Oeſterreich, in grasreichen Waldungen.
23. S U BNOT ATT A. Lar. alis ex rufo flavescentibus, atomis nigris; anticis lineis albidis, puncto nigro. |
Hübner, Geom. Tab. 89. Fig. 458. (foem.) G.
Subnotata.
Subnotata iſt größer als die vorbeſchriebenen Span⸗
ner, wie Rufaria; vorzüglich anfehnlich find die Weiber. Die Färbung bey allen hieſigen Exemplaren iſt höher roͤthlich— gelb, als ſie Hr. Huͤbner gegeben hat. Auch zeigte der— ſelbe einen deutlichen Guͤrtel auf dem Hinterleibe an, den ich nirgends finde. Der Körper iſt, wie erwahnt, roͤthlichgelb, der Hin— terleib hat eine helle Linie in der Mitte, und zu beyden Seiten kleine ſchwarze Puͤnktchen auf jedem Gelenke. Die Fuͤhler ſind weißlich, gelbbraun angeflogen, die Fuͤße hell, dunkel gefleckt.
Die Vorderfluͤgel werden von vielen undeutlichen Quer— linien durchſchnitten, der Vorderrand fuͤhrt mehrere dunkle Flecken, und unweit von ihm, gegen die Mitte, ſteht ein ſchwarzer Commaſtrich. Zwiſchen zwey weißen Querlinien bildet ſich nach außen eine hoͤher rothgelbe Binde, durch welche zuweilen einige Adern dunkler geſtrichelt der Laͤnge nach laufen. Vor den Franzen iſt der Grund wieder matter, und in ihm er— ſcheinen die erwaͤhnten Längsſtriche noch beſtimmter. Die Franzen find, hinter einer ſchwarzen Linie, roͤthlichgrau.
110
Die Hinterfluͤgel zeigen einen weißlicheren Grund, mit mehreren dunkeln und hellen Wellenlinien. Gegen die Franzen liegt bindenartig rothgelber Staub. Mittelpunkte ſind nicht im⸗ mer ſichtbar.
Die Unterſeite iſt weißlich; die Vorderfluͤgel ſind mehr aſchgrau, die hinteren mehr hellbraun beſtaͤubt. Man bemerkt mehrere Wellenlinien, die gegen außen eine hellere Binde aus⸗ ſcheiden, und vier Mittelpunkte.
Es wechſelt dieſer Spanner nicht nur bedeutend im Aus⸗ maße, ſondern auch in der Geſtalt der Vorderfluͤgel, welche bald geſtreckter, bald mehr gerundet ſich finden.
Vaterland, Oeſterreich und Ungarn. Flugzeit, July.
24. S TN OBI LAV A.
Lar. alis albidis; anticis strigis fasciisque fuscis, puncto medio nigro, linea externa dentata Aba.
Hübner, Geom. Tab. 97. Fig. 449. Ga Fig. 450. (foem.) G. Strobilata. -
Borkh., Eur, Schm. V. Th. S. 552. N. 170. G. Stro- bil at a.
De Geer, Ueberſ. v. Goͤtze, II. B. 1. Th. S. 540. Tab. IX. Fin, 10—12,
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 459.N. kei, Ph. EUREN
Ungefaͤhre Größe von Clathrata. Die Oberfeite ift glänzend hellafchgrau, mit einzelner braͤunlicher Beftaubung. Der Körper dunkler, braunlich, unter dem Anfange des Hin: terleibes zeigt fich ein ſchwacher Gürtel. Die Fühler find braun, fein grau geringelt. Die Bartſpitzen länger als ge⸗ woͤhnlich, ſchwarz, die Fuͤße weißgrau. ö L
Ueber die ziemlich breiten Vorderfluͤgel, gegen welche die hinteren kurz erſcheinen, ziehen mehrere braune, ſtaͤrkere und ſchwachere Querſtreifen. In der Mitte befinden ſich zwey ftarfere gewajferte Streife, die eine breite Binde begranzen, welche einen 1 ſchwarzen Punkt, gegen den Vorderrand l
4
111
hin, fuͤhrt. Dann wird der Grund licht, vor dem Hinterrande aber bedeckt ihn ein gewaͤſſerter braunroͤthlicher Bandſtreif, von einer weißen Zackenlinie durchſchnitten. |
> Die Hinterflügel find, wie die vorderen, gewaͤſſert, doch ſieht man in ihrer Mitte nur einen Wellenſtreif deutlich. Vor ihm ſteht ein ſchwarzer Punkt. Die braunroͤthliche Binde ſetzt ſich auch hier, nur ſchmaͤler fort. Die Franzen wechſeln
auf allen Flügeln in Braun und Grau, und ſind mit ſchwarzen
abgebrochenen Strichen umgeben. Die Unterſeite aller Flügel iſt weißgrau, mit mehreren ſchwarzbraunen Wellenlinien, wovon die ſtaͤrkſte auf den Hin: | teiflügeln in einen rechten Winkel ſich bricht. Die ſchwarzen Mittelpunkte find ſtark, der aͤußere Rand aller Fluͤgel iſt braun r „De Geer fand die Raupe zu Ende July, in den noch gruͤnen Tannenzapfen, welche von ihr inwendig ausge⸗ freſſen wurden. Man kann ſie leicht durch den Koth entdecken, welchen fie zu den Löchern, die fie in die Tannenzapfen graͤbt, herausſtößt. Sie ift, nach Verhältniß ihrer Dicke, nicht ſehr lang. Ihre Farbe iſt hellgruͤn und fallt etwas in's Fleiſchfar⸗ bige. Auf den Ringen liegen verſchiedene kleine ſchwarze, hornartige Punkte, aus deren jedem ein feines, nur durch Vergrößerung ſichtbares, Haar hervorſteht. Der Kopf und ein hornartiger Fleck auf dem erſten Ringe, desgleichen ein ſolcher Fleck auf dem letzten Ringe und an den beyden Hinter⸗ fuͤßen find glänzend ſchwarz. Gleiche Farbe haben die ſechs Vorderfuͤße. Die Ringe ihres Leibes ſind deutlich eingeſchnit⸗ ten, und überhaupt ift fie ziemlich biegſam.“ RN | „Im Gange weicht fie von anderen Spannerraupen da⸗ durch ab, daß fie wie eine fechsfüßige Raupe geht, ohne einen Buckel zu machen.“ | 9 . „Sie verwandelt ſich in ihrer Wohnung, und der Schmet⸗ terling erſcheint im naͤchſten May. (Nach Borkhauſe n.) In Defterreich und mehreren Gegenden von Deutſchland. Zuweilen nicht ſelten.
*
112 | .
25. SOBRINATA.
Lar. alis rufo fuscis; antieis albido nigroque marmpunllt, lineolis punctoque medio atris.
Hübner, Geom. Tab. 90. Fig. 465. (mas) 0. So-
brinata.
Sobrinata if 1100 Röctaneulaikh Die Oberſeite roͤthlichbraun, mit Weiß und Schwarz marmorar⸗ tig bezeichnet. Der Körper hat gleiche Faͤrbung; über die vorderen Gelenke des Hinterleibes geht ein dunkler Guͤrtel. Die Fuͤhler ſind braungrau , die Fuͤße grau und braun ge⸗ ringelt. 5 | | | |
Die Vorderflügel haben 1 2 der Wurzel bis zur Haͤlfte undeutliche Spuren ſchwarzer Linien und Punkte. In der Fluͤgelmitte ſteht ein ſchwarzer Fleck, uͤber den eine ſchwaͤrz⸗ liche Schattenlinie lauft. Eine andere, mehr nach außen, geht mit der erſten gleich. Die dazwiſchen entſtehende Binde hat zwey Paar kleiner ſchwarzer Laͤngsſtriche am Vorder-und am Innenrande. Dann kommt eine deutliche weiße Zacken⸗ linie, hinter derſelben wird der Grund wieder dunkel. Die lichter und tiefer braun wechſelnden Franzen werden von einer weißen Linie begraͤnzt.
Die Hinterflügel haben einen ſchwachen Mittelpunkt, durch die Flaͤche eine helle Binde, mit einer dunkleren Linie in ihr, und auswaͤrts einen bindenartig braunen Saum. Die Franzen wie zuvor.
Unten ſind alle Zeichnungen von oben „ nur weißlicher, zu finden. Er
Das Vaterland ſoll Ungarn und Heſterreich ſeyn. Noch kam mir aber dieſe Art nicht lebend vor.
26. S VB UM BN ATI A.
Lar. alis anticis fuscis, strigis interruptis fasciaque obscu- rioribus, puncto nigro; posticis dilutioribus.
Huber. Geom, Tab. 45. FR 255. (foem.) G.Sub-
umbrata.
3 113
Hübner, Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. H. a. b. Fig. 1. c. d. —
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 25. Hellgrauer, dun⸗
Felgerandeter Spanner, G. Subumbrata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 442. N. 25.—
In wechſelnder Größe, zwiſchen Rectangulata und Strobilata. Der Grund der Oberſeite zeigt ſich bräunlichweiß, mit graubraunen Stäubchen, ſtellenweiſe duͤn⸗ ner oder dichter beſtreut. Kopf und Rücken find roſtfarbig, der Hinterleib iſt weiß und braͤunlich gemengt, die Fühler find grau, braun geringelt, die Füße weiß, braͤunlich anges flogen.
Auf den Vorderfluͤgeln ſteht, nachft der Wurzel, eine ſchwarze zackige Linie, dann folgt auf hellem Grunde eine halbe roſtfarbige Binde, hierauf, aus einem breiten Flecke im Vorderrande entſtehend, ein fehwärzlicher Schattenſtreif, an dem ein großer dunkler Punkt hangt. Das nun kommende Mittelfeld hat eine ganz braune Binde zur äußeren Einfaſ⸗ ſung. Hinter letzterer befindet ſich ein roſtbraunes, breites, gewaͤſſertes Feld, durch welches, oft undeutlich, die gewöhns liche weiße Zackenlinie zieht. Die weiß und roſtfarbig ges mengten Franzen ſind von einer Reihe abgebrochener ſchwarzer Striche mit weißen Zwiſchenraͤumen begraͤnzt.
Auf den bleicheren Hinterfluͤgeln ſetzen ſich, ſtark ausge⸗ zeichnet, die aͤußere braune Binde und die außere Zackenlinie fort, nicht ſo die inneren Linien, welche in viele braͤunliche Wel⸗ len aufgelöft erſcheinen. Der Mittelpunkt iſt vorhanden, die Franzen und ihre Umgebung bleiben wie zuvor. 5
Die ganze Unterſeite iſt truͤbweiß, die braunen Zeichnun⸗ gen ſchimmern matt durch, die vier Mittelpunkte aber ſind ſehr deutlich. Eine oder zwey braune Linien ſchließen gegen außen, bindenartig, einen heller weißen Raum ein.
Aus dem Vorſtehenden ergiebt ſich, daß die Hübner’ ſche Abbildung nicht gelungen genannt werden kann. Vor- VI. 2. H
114
zuͤglich iſt der Farbeton des Grundes zu duͤſter grau, und die in der Natur ſtark hervortretende Zeichnung damit verdeckt.
Die Raupe bildete Hr. Hübner auf Birken ab, gewoͤhn⸗ licher wird ſie auf Nadelholz, beſonders auf Fichten, gefunden. Sie iſt im May erwachſen, truͤbgelb oder gelblichgruͤn, mit zarten roͤthlichen Laͤngslinien, und einer doppelten ſolchen weiß⸗ lichen Linie über den Füßen.
Die kleine Puppe iſt hellbraun, Gelenkringe und Fluͤgel⸗ ſcheiden find ſchwaͤrzlich eingefaßt.
Der Schmetterling fliegt, bey uns ſeltener als in ande: ren Gegenden von a „im Juny und Ju.
27. O X T DA + A.
Lar. alis anticis fuscis, area ferruginea, puncto medio ni- gro, strigis obsoletis albidis; posticis cinereis, strigis inter- ruptis albidis.
Ich habe dieſen Schmetterling, der ſich in der Groͤße ungefaͤhr mit Strobilata vergleicht, auch hinter dieſer zuruckbleibt, in den meiſten Wiener Sammlungen, aber ſehr verſchieden beſtimmt, vorgefunden. Dennoch iſt weder eine Abbildung noch Beſchreibung von ihm zu entdecken, welche beyde, bey ſo manchen ausgezeichneten Charakteren, leicht zu geben geweſen waͤren.
5 Oxy data hat ein marmorartiges „ lebhaftes, mit etwas Weiß, vorzüglich aber mit röthlicher Roſtfarbe ge⸗ mengtes, Schwarzbraun uͤber die ganze Oberflaͤche verbreitet. Nur der Hinterleib iſt mehr aſchgrau, die letzten Gelenke wer⸗ den weißgrau. Die Fuͤhler ſind braͤunlich, die Fuͤße weiß und braun gefleckt. Neun
Die Zeichnung der Vorderfluͤgel iſt ſo verworren, daß nur Folgendes beſtimmter angegeben werden kann. Eine Menge weißlicher Wellenlinien zieht uͤber dieſelben. Etliche deutlichere nebeneinander, begraͤnzen zu beyden Seiten das Mittelfeld, indem ſie erſt nach außen eine Ecke machen, dann wieder gegen innen laufen. Im Mittelfelde ſteht ein ſcharfer ſchwarzer Punkt. Von der Wurzel an fließt laͤngs des In⸗
115
nenrandes, von jenem Punkte aber durch die ganze Flaͤche,
eine mehr oder weniger lebhaft rothe Roſtfarbe. Die Zacken⸗
linie iſt weiß, braun gefleckt, gegen die Franzen hin ſchwaͤrzlich
geſtrichelt „ dieſe aber find grau und braun gemengt, und mit
einer ſchwarzen Linie eingefaßt.
Die Hinterfluͤgel ſind dunkel aſchgrau, naͤchſt der Wur⸗ zel am hellſten, die Linie als Einfaſſung der Franzen iſt ab— gebrochen; vor ihr ſieht man die Fortſetzung der Zackenlinie, am Innenrande aber die Anfänge mehrerer Wellenlinien.
Die Unterſeite iſt bräunlich weiß, eine hellere Binde, die aͤußere Zackenlinie und die vier Mittelpunkte, zeigen ſich am deutlichſten.
Man hat in ihr Huͤbner's Disparata, Tab. 45.
Fig. 247. erkennen wollen; ich kann aber nicht beyſtimmen;
nie ſah ich von der gegenwaͤrtigen Art ſo hoch gefaͤrbte Exem⸗
plare, auch trifft die Geſtalt der Fluͤgel nicht zu, die dort ganz abgerundet, bey meiner Oxy data aber mehr in die
Lange gezogen if. Ueber Fig. 247. ſ. m. mehr bey S u e-
eenturiata,
'PIMPINELLATA.
Lar. alis ec flavido fuscis, strigis obscurioribus, externa albida, puncto medio nigro; posticis dilutioribus.
| Hübner, Geom. Tab. 86. Fig. 443. (mas.) Fig. 444.
(foem.) G. Pimpinellata. Larv. Lep. V. Geom. II. e H. b. c. Fig.
ü. b.
—
Wie Rectangulat a; mit etwas langeren und ſchmaͤ⸗ leren Fluͤgeln als jene, oder die anderen vorigen Arten. Die Grundfarbe der Oberſeite iſt gelblich erdbraun. Der Koͤrper am dunkelſten. Die Fühler find braunlich,, fadenfoͤrmig, die Fuͤße hellgrau.
Die Vorderfluͤgel haben keine beſtimmte Zeichnung. Nur vom Vorderrande laufen, aus vielen ſchwärzlichen Strichen, braune, halbverloſchene Querlinien herab. In der Mitte
H 2
116 ſteht ein ſchwarzer Punkt, und hier iſt die Flaͤche am hellſten. Dahinter iſt ſie bindenartig dunkler beſtaͤubt, und kurz vor den Franzen von einer faſt geraden weißen Linie eingefaßt. Die Franzen ſelbſt ſind hell und dunkel geſcheckt, braun nach innen begraͤnzt. Die Adern erhaben, und längs des Innenrandes, zuweilen bis an den Vorderrand verbreite, liegt iger Schimmer.
Die Hinterfluͤgel zeigen ſich mehr aſchgrau, mit ſchwa⸗ chen Mittelpunkten, und zwey oder drey weißlichen Wellen⸗ linien. Sie find faltig, ihre F Franzen wie erwaͤhnt, aber | ſchwarz eingefaßt.
Unten iſt Alles weißgrau, die Vorderfluͤgel am dunkelſten. An ihrem Vorderrande ſtehen mehrere Striche, und eine oder zwey punktirte Linien laufen uͤber alle Fluͤgel, wo ſich ure braune Mittelpunkte vorfinden.
Die Raupe hat Hr. Huͤbner auf Pimpernell im- pinella saxifraga), in zwey Varietäten bekannt gemacht. Die gewoͤhnlichere iſt einfach gelbgruͤn, mit feinen abgebroche⸗ nen dunkeln Laͤngslinien. Die zweyte dunkel fleiſchfarben, mit einer weißen Seitenlinie.
Verpuppung und Flugzeit feen mit den me 2 75 ten zuſammentreffen.
E XI GVA NT A.
Lar. alis dei ex albo rufis, strigis ſasciaque externa in- terrupta fuscis, puncto medio obscuriore ; posticis dilutioribus.
Hübner, Geom. Tab. 73. Fig. 359. (foem.) G. Bsi- guata. — Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. H. a. b. is.
2. e Kir
\
In der Größe, faſt wie Centaureata. Auf braͤun⸗ lich weißem Grunde ſieht man fleckige und punktirte braune Zeichnungen. Ruͤcken und Hinterleib zeigen ſich dunkelbraun; ein ſchmaler heller Gürtel, und darunter ein dunkler, find auf letzterem deutlich vorhanden. Die Vorderfluͤgel erfcheinen bey
117 der jetzigen und den folgenden Arten lang geſtreckt und ſchmal, die Hinterflügel dagegen kurz und rund; nur von Spar sata, bis Ende dieſer Abtheilung, kehren fie wieder mehr zur gewoͤhn⸗ lichen Form zuruͤck. Die Fuͤhler ſind hell und dunkelbraun ge⸗ ringelt, die Süße bräunlich, dunkler gefleckt. ö
Drey ſtarkgezackte, fleckige Querlinten entſpringen im Vorderrande der Vorderflügel aus breiten dunkelbraunen Flecken, und ziehen auch über die weißlicheren Hinterfluͤgel, mit eckiger Wendung, zum Innenrande. Ueberall find braune Mittel⸗ punkte. Hinter der dritten Querlinie zeigen ſich an den Vor⸗ derfluͤgeln, ſowohl unweit der Fluͤgelſpitze, als in der Mitte und am Ende des Hinterrandes, anſehnliche braune Flecke, die zuſammen eine verwiſchte Binde bilden. Die Franzen ſind mit einer Reihe brauner abgebrochener an eingefaßt, weiß⸗ lich und braͤunlich geſcheckt.
Unten iſt die ganze Flaͤche bräunlich weiß, die Mittel⸗ punkte und drey Querlinien ſchimmern durch, von den ein⸗ zelnen braunen vorerwaͤhnten Flecken iſt aber wenig oder nichts zu ſehen.
Die Raupe findet ſich auf dem Berberisſtrauch (Ber- beris vulgaris). Sie iſt dunkelgruͤn, mit rothbraunen Sei⸗ ten= und einer ſolchen Ruͤckenlinie, auf welcher letzteren rothe viereckige, mit einer Spitze gegen einander gekehrte, Flecke ſtehen. | | Die Püppe iſt auf dem Vordertheile gruͤnlichbraun, auf dem Hintertheile hellbraun, mit ſchwaͤrzlichen Gelenkringen.
Flugzeit: Juny und July. Bey uns ſelten.
30. CONSIT GNA T A. Luar. alis glaucescentibus; anticis maculis costae strigisque tenuissimis hepaticis, lunula media atra. \
Hübner, Geom. Tab. 47. Fig. 245. (foem.) G. Con-
signata.
— Beyträge, II. B. 4. Th. Tab. 3. Fig. U. S. 97. G. Insigniata,
118 Borkh., Eur. Schm. V. 6 S. 315. N. 146. G. Con-
| signata. — f 0
7
Größe und Geſtalt der vorigen Art. Die 4 5
iſt hell braungrau, der Koͤrper faſt grau, mit braͤunlichen
Ringeinſchnitten. Eben fo find die fadenfürmigen Fühler, die Füße aber weißlichbraun.
Die Vorderfluͤgel zeichnen ſich durch mehrere ſcharfe Li⸗ nien und durch die laͤngs des Vorderrandes ſtehenden, ver⸗ haͤltnißmaͤßig großen, leberbraunen Flecke, deutlich von den vorigen Arten aus. An der Wurzel laͤuft eine faſt gerade braune Linie, dann folgen zwey ſolche gezackte Binden, aus doppelten, oder dreyfachen Linien beſtehend, die aus den
Flecken des Vorderrandes entſpringen. Die aͤußere Binde führt einen großen ſchwarzen Commaſtrich. Der letzte Fleck
—
des Vorderrandes macht den Anfang der Zackenlinie, hinter
welcher Alles aſchgrau wird. Die Franzen ſind grau und braun geſcheckt, mit einer braunen Linie eingefaßt.
AUuoeeber die weißlichen aa gehen zwey doppelte braͤunliche Querlinien.
Die Unterſeite iſt weißlich braun, alle Zeichnungen ſchei⸗
nen durch, auch ſieht man vier braune, oben nicht bemerkbare Mittelpunkte.
Der Schmetterling fliegt in Oeſterreich, im July. Er iſt ſelten. In anderen Gegenden von Deutſchland ſoll er ebenfalls vorkommen.
Hierher wird gewöhnlich auch G. Insignata, H br. |
Beytr. I. B. 4, Th. Tab. 2. Fig. G. S. g. gezogen. Aber Abbildung und Beſchreibung geben einen verſchiedenen, uns un⸗ bekannten Schmetterling. Insigniata, aus gleichem Werke, a. ang. O. muß davon wohl unterſchieden werden, und gehört allerdings zu unferer Gods ans
+
>
119
e,, DATA;
Lar. alis albidis, fusco subundatis, fascia s obscu-
| riore, lunula atra; posticis dilutioribus.
Hübner, Gehm. Tab. 5 3. Fig. 37 8. (foem.) G. Pu- sillata. — Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. H. a. b. Fig.
1. a. b. —
Wien. Verz. S. 110. Fam. K. N. 26. Wachholder⸗ ſpanner, G. Pusillata.
IIliger, N. Ausg. dess. I. B. S. 442. N. 26. —
— N. Magaz. II. B. S. 165, —
Fabr., Ent. Syst. III. 2. 204. 279. Ph. Pusillata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 555. N. 160. G. Pu- sillata. De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 512. Le Crois-
sant- noir. G. Pusillata.
Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 34. N. 1662.—
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 599. N. 174.— Laspeyres, Krit. Revis. S. 155. —
Groͤße einer kleinen Centaureata. Die Grund⸗
farbe iſt hellbraun, mit eingemengtem Grau. Der Leib zeigt
ſich mehr aſchgrau, die Fuͤhler find braͤunlich, fein fadenfoͤr⸗ mig, die Fuͤße braun.
Ueber die Vorderfluͤgel gehen aus ſtaͤrkeren Flecken am Vorderrande, mehrere braune Wellenlinien. In der Mitte ſteht ein ſchwarzer Halbmond. Bey deutlich gezeichneten
Sthuͤcken erkennt man zwey gezackte gelbliche Querbinden, die
innere nahe an der Wurzel, die aͤußere theilt ſich oft in zwey nur halb verfloſſene Linien, hinter ihnen iſt der Grund fleckig gewaͤſſert, die Fluͤgelſpitze am hellſten, die nach der Länge ges ſtrichelten Franzen ſind mit einer Reihe abgebrochener Striche eingefaßt,
Die Hinterflügel find gelblich, zwey braune Zackenlinien ſchließen i in der Mitte der Flaͤche bindenartig ei einen hellen Raum ein, die Franzen bleiben wie zuvor. |
120 ;
Unten iſt Alles braͤunlich weiß; am Vorderrande, naͤchſt der Fluͤgelſpitze, ſteht ein verwiſchter Fleck neben einer hel⸗ leren Stelle; zwey gleichlaufende Zackenlinien und Mittel⸗ punkte auf allen Flügeln finden ſich deutlich vor. |
Von der Raupe werden die verſchiedenſten Nahrungs⸗ pflanzen angegeben, und wenn auch hin und wieder Ver⸗ wechslungen Statt gefunden haben, ſo iſt doch wahrſcheinlich, daß Hübner ung dieſelbe Art nach ihren verſchiedenen Staͤn⸗ den lieferte. Das Wien. Verz. Fabr. und Borkhau⸗ ſen nennen den Wachholder (Juniperus communis), Huͤb⸗ ner bildet ſie auf Birken (Betula alba) ab, Hr. Freyer fand ſie auf Gras und niederem Strauchwerk. Nach Aller Beſchreibung iſt ſie gewoͤhnlich gelblichgruͤn, mit einer bleichen Ruͤcken⸗ und Seitenlinie. Die Huͤb ner'ſche Figur, und eine von Hrn. Freyer empfangene ſorgfaͤltige Mahlerey, zeigen aber auch braͤunlichrothe viereckige, mit den Spitzen ſich beruͤhrende, Mittelflecke, mehrere ſolche feine Querlinien, und einen ſchiefen gleichen Seitenſtrich auf jedem Gelenke. Sie iſt im May oder Jun y erwachſen. | {
Die kleine Puppe liegt in einem, mit Erdkoͤrnern der: mifchten, leichten Gewebe auf der Oberfläche der Erde, und iſt am Kopfe und den Flügelſcheiden dunkelgrün, an den ande⸗ ren Theilen hellbraun.
Ihre Entwickelung erfolgt nach drey Wochen. Bey uns um Wien kommt Pusillata nur ſelten vor.
32 ES PN
Lar. alis pallide hepaticis; anticis maculis costae strigaque 75 95 punctum nigrum tangente fuscis, 5
ine Geom. Tab. 45. Fig. 236. (mas. ) G. Suc-
centuriata.
Die vollguͤltigen Urſachen, welche mich bewogen haben, gegenwartigen Schmetterling mit einem neuen Namen zu vers ſehen, finden ſich ſpaͤter bey Cent aureat a ausführlich ans gemerkt. Herr Hübner, der ihn a. ang. O. Succentu-
121
—
riata nannte, verbeſſerte ſpaͤter zwar ſeinen Irrthum, indem er Fig. 459, die wahre Linn é'ſche Art abbildete, gleiche wohl waͤhlte er fuͤr die jetzige keine andere Benennung, denn in ſeinem „Verz. bek. Schmettl.“ hat er S. 324. N. 3135. die Eine, ſo wie S. 325. N. 3. 59. die 9 neuerdings beyde Succenturiata geheißen.“)
Hospitata iſt hell leberbraun, mit gelblich toſtfar⸗ bener Beymiſchung. Ihre Groͤße iſt, wie eine mindere Cen- taureata. Die Vorderfluͤgel find ſtark lanzettfoͤrmig, lang geſtreckt, zugeſpitzt, und ſehr ſchmal. Der Koͤrper iſt braun und gelb geringelt, die Fuͤhler ſind braun, fadenförmig, die Fuͤße dunkler braun.
Die Vorderfluͤgel fuͤhren laͤngs des Vorderrandes unge⸗ faͤhr fuͤnf dunkelbraune Flecken. Die Stelle naͤchſt der Wurzel iſt mit einer kleinen Linie eingefaßt, roſtbraun, dann bleibt eine breite helle Fläche, bis zu einem braunen Schattenſtreife, der mit einem ſtarken Zacken den ſchwarzen Mittelpunkt be⸗ ruͤhrt. Weiter hinten folgt ein zweyter, ungefaͤhr mit dem vorigen gleichlaufender, aber nicht ſo deutlicher, Streif, und zuletzt eine einfache, oder doppelte Zackenlinie. Vor der Fluͤ⸗ gelſpitze ſteht, im Vorderrande, der groͤßte braune Fleck, den Hr. Hübner nicht andeutete, ſonſt iſt Alles ſehr genau gege⸗ ben. Die Franzen ſind mit einer Linie und kleinen Halbmoͤnd⸗ chen davor eingefaßt, braun, dunkler geſtrichelt. Auf der Fluͤgelſpitze findet man, bey deutlichen Stuͤcken, kleine braune Laͤngsſtriche, vornehmlich unweit des Mittelpunktes.
| 9 In der, dem k. k. Naturalienkabinette jetzt ges 15 hörenden, Schiffermäller’fhen Sammlung, ſteckt Hospitata, aber anders geſpannt und mit ans derer Schrift bezeichnet, als Succenturiata Linn., welche durchaus nicht mit der Beſchreibung in der Faun. Suec. 1294. vereinigt werden kann. Vielleicht ver⸗ fuͤhrte Herrn Hübner eben dieſe Sammlung zur Anz nahme des Namens, da er dieſelbe bey ſeinem Aufenthalte in Wien oͤfters benutzte. Zugleich kann ich aber verſichern, daß fi onſt faſt alle uͤbrigen Spanner mit meinen Citaten aus dem Wien. Verz. auf das Genaueſte uͤbereinſtimmen.
. 9
Die Hinterfluͤgel zeigen ſich biken, mit den An⸗ fängen mehrerer Wellenlinien. Die Franzen ſind ſtaͤrker als zuvor geſcheckt. a |
Diͤe ganze Unterſeite ift weißlichbraun. Man ſieht vier deutliche Mittelpunkte, und zwey ſtaͤrkere Bogenlinien, auch einen bindenartig dunkler beſtaͤubten Rand vor den Franzen.
Dieſer noch wenig beobachtete Schmetterling findet ſich, angeblich im Oktober, an Baumſtämmen „ Bretwänden u. ſ. w. Als Heimath wurde mir nur Oeſterreich und Ungarn be⸗ kannt. |
#85, ET NAR TA R Lar. alis anticis ferrugineo cinereoque ſasciatis, medio fascia lata, apice maculis fuscis.
Hübner, Geom, Tab, 46. Fig. 242. (mas) G. Linariata.
Larv. Lep. V. Geom. II. Aequiv. H. b. Fig. I a—d. —
Wien. Verz. S. 113. Fam. M. N. 20. wan e G. Linariata.
Illiger, N. Ausg. dess. I. B. S. 454. N. 10. —
Fabr. Ent. Syst. III. 2. 190. 224. Ph. Linariata.
De Villers, Ent. Linn. T. IV. pag. 508. Ph. de la Länastes G. Linariata.
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 400. N. 184.—
Größe von Rectangulata. Dieſer kleine Spanner iſt von den naͤchſten Arten bedeutend ausgezeichnet. Kopf und Ruͤcken ſind gelblich roſtbraun. Der Hinterleib falt mehr in's Graue; unter den zwey erſten Gelenken hat er eine dun⸗ kelbraune Binde. Die Fuͤhler fi ſind weiß und braͤunlich, fa⸗ denfoͤrmig „ bey'm Manne ſtaͤrker. Die Fuͤße fi nd bräunlich.
Ueber die Vorderfluͤgel ziehen zwey hell roſtbraune, und zwey aſchgraue Binden. Erſt eine roſtbraune unweit der Wur⸗ zel, dann folgt ein aſchgraues Mittelfeld, in ihm ein ſchwar⸗ zer Punkt; dann wieder eine mit Weiß gewaͤſſerte roſtbraune,
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nach außen eckige Binde, endlich ein aſchgrauer Rand vor den Franzen. Alle Binden ſind mit weißen, ſchwarzgeſaͤum⸗ ten Linien eingefaßt. In der gewaͤſſerten roſtbraunen Binde zeigen ſich auf der Mitte und am Innenrande hach Flecke.
Die Hinterflügel ſind ganz mit zarten Wellenlinien be⸗ deckt; gegen die Franzen haben ſie gelben und grauen Schim⸗ mer, als Fortſetzung der äußeren Binden der Vorderflügel.
Durch den grauen Rand lauft eine weiße zackige Linie. Alle Franzen ſind braun und gelblichweiß geſcheckt.
Die ganze Unterſeite iſt braunlich weiß, mit einzelnem dunkeln groben Staube. Vor den Franzen findet ſich eine breite braune Binde, inwendig ſtehen ſolche Wellenlinien und vier ſtarke Mittelpunkte. Zuweilen iſt dem Braun gelblicher Schimmer beygegeben.
Borkhauſen hat im V. Bd. S. 381. 186. eine Linari aria beſchrieben, welche aber nicht dieſer Schmet⸗ terling, ſondern unſere Cy d. Ferrugaria iſt, wie ſchon die verſchiedene Angabe der Groͤße, und die Vereinigung mit Hufnagel's Corculata beweiſen. (M. ſ. darüber mehr bey Ferrugaria.) ,
Die Raupe wohnt auf dem Leinkraut (Antirrhinum Linaria). Man findet ſie in mehreren Abaͤnderungen, ent⸗ weder einfach gruͤn, mit kleinen Punkten beſtreut, und einer dunkeln Seitenlinie über den ſchwarzen Luftloͤchern, oder mit ſchwaͤcheren, aber auch mit ſtaͤrkeren ſchwaͤrzlichgruͤnen abge⸗ brochenen Laͤngsſtrichen. Der Kopf der erſten Varietät iſt roͤthlich, der letzteren dunkler braun. Gelb mit rothen Flecken, wie Fab r. ſagt, kam fie uns nicht vor, vielleicht wurde die Beſchreibung kurz vor ihrem Uebergange zur dare genommen.
Diaieſe letztere iſt klein, kolbig, auf den Fluͤgelſcheiden dunkel⸗, ſonſt hellbraun. Ihre Entwickelung und die Flugzeit des Schmetterlinges fallen in den Juny oder July. f
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34. IRRIGUATA.
‚Lar. alis albidis; anticis strigis duabus fasciaque externa u- terrupta fuscescenlibus, puncto medio nigro,
Hübner, Geom. Tab. 77, Fig. 397. (mis) G. Irriguata. f
Unter Rectangulataz einer der afferfeinften Span⸗ ner. Der Koͤrper iſt braun, mit feinen weißlichen Ringen am Hinterleibe, und bey'm Manne mit einem ſolchen Afterbuͤſchel. Die Fuͤhler und Fuͤße ſind bräͤunlichweiß. f
Die Vorderflügel zeigen ſich in der Grundfarbe weiß, bach an mehreren Stellen dunkelbraun und 11% beſtaͤubt. Vorzuͤglich iſt der Vorderrand verfinſtert. In der Mitte der Flache gehen zwey Querlinien von einzelnen braunen Punkten mit einer Ecke nach innen, in der dadurch begraͤnzten Binde findet ſich ein deutlicher ſchwarzbrauner Punkt. Dahinter folgt ein roſtgelbes Band, vor den Franzen und gegen den Innen⸗ rand noch ein Mahl in Weiß uͤbergehend. Dieſe letzteren ſind roſtgelb und weiß gemiſcht, mit einer Reihe von braunen abs gebrochenen Strichen eingefaßt.
Die Hinterfluͤgel bleiben weiß, braͤunlichgelb beftaubt, mit fchwachen Mittelpunkten und von ein Paar Deheniinien bindenartig gegen den Innenrand durchſchnitten.
Die Unterſeite iſt gelblichweiß „ die Zeichnungen von oben ſcheinen durch, vor den Franzen bleibt der Nau! rein weiß.
In Dalmatien und Ungarn. Sehr ſelten.
Lar, alis fusco griseis; anticis fasciis duabus quadrilineatis nigris undatis, puncto nigro.
Hübner, Geom. Tab. 86. Fig. 44 1. (mas.) Fig. 442. (foem.) G. Innotata.
Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 352. N. 158. G. Innotata.
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Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 616. N. 95. Ph. In- notata. 8 Naturforſcher, XI. St. S. 87. N. 95. —
Götze, entom. Beytr. III. Th. 3. B. S. 584. N. 79.— Knoch, Beytr. I. St. S. 22. Tab. I. Fig. 7. 8. 9. — Schwarz, Raup. Kal. S. 751. N. 800. —
Größe und Geſtalt von Centaureata. Die Vor⸗ derflägel find, noch mehr als dort, eee „ namlich ſcharf am äußeren Hinterrande zugeſpitzt, der Hinterrand aber
läuft gerade nach dem viel kuͤrzeren Innenrande herab. Die Hinterflügel zeigen ſich abgerundet, im Verhaͤltniß zu den vor⸗ deren klein, nicht wie bey'm G. Chesias, wo fie in die Laͤnge ausgedehnt vorkommen. | Die ganze Oberſeite ift hell leberbraun. Die Fühler ſind fadenfoͤrmig, mit einzelnen Haaren, hell- und dunkel⸗ grau geringelt. Kopf, Ruͤcken, Hinterleib und die dors nigen Fuͤße haben etwas dunkleren Staub, als die uͤbrige Flache. |
Ueber die, bald 9 grauen, „ bald mehr e Vorderflügel ziehen, nicht weit von der Wurzel, und dann wieder in der Mitte, vier feine ſchwaͤrzliche Querlinien, wel⸗ che hin und wieder unterbrochen ſind, und zuſammen zwey Binden bilden. Jede Linie macht am Vorderrande einen ſchar⸗ fen Winkel nach außen. In der Mitte, gegen den Vorder⸗ rand ſteht ein kleiner ſchwarzer Strich. Eine weiße Zacken⸗ linie geht unweit der braunen, einfachen Franzen, die eine dunklere Linie begranzt. Nicht ſelten finden ſich Exemplare, wo dieſe ganze Zeichnung verloſchen iſt, und dann charakteri⸗ ſiren die erwähnte Fluͤgelform und die doch immer deutlichen Anz faͤnge der Querlinien, durch ihre ſcharfen Winkel im Vorder⸗ rande, am beſten dieſe Art. | |
Die Hinterflügel find hell braungrau. Am Innenrande findet man die Anfaͤnge mehrerer wellenfoͤrmigen Linien, in der Mitte ein ſchwaches braunes Puͤnktchen.
Die Unterſeite iſt weißlicher, die Querlinien werden wenig
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bemerkbar „ die Mittelpunkte ſind dunkler braun, eben ſo iſt bindenartig der aͤußere Rand aller Fluͤgel.
„Die Raupe, (die Knoch vollſtaͤndig beobachtete) findet man im Auguſt auf Wermuth (Artemisia absinthium L.) und auf Beyfuß (Artemisia vulgaris et campestris), von deren en fie lebt. Sie iſt entweder ſittichgruͤn, oder hellbraun. In jeder Seite zieht ſich eine weiße Schlan⸗ genlinie vom Kopfe bis an die Schwanzſpitze, und unter dieſer ſteht auf jedem Ringe ein hellbraͤunlich rother Fleck. Von
eben der Farbe ſind auch die Lippen und Freßſpitzen, desglei⸗ chen eine feine, etwas gebogene Linie am Kopfe und den drey erſten Ringen uͤber der weißen Linie, und ein Punkt in weißem
Grunde, gerade über den Bauchfüßen, von welchem noch ein
gleichgefaͤrbtes gerades Strichelchen unter der weißen Linie fortgeht. Langs dem Unterleibe befindet ſich ein grüner, abe ſtehender Strich.”
„Wenn ſie fich verwandeln will, ſo wach ſie ein leich⸗ tes Geſpinnſt, an der Oberfläche der Erde, in welches fie Erdkluͤmpchen einwebt. An der Puppe, die eine etwas kahn⸗ foͤrmige Geſtalt hat, ſind die Fluͤgeldecken und die Kopfdecke gruͤn, das Uebrige iſt gelblichbraun, mit dunkleren Einſchnit⸗ ten des Hinterleibes.“
„Sie liegt uͤber Winter, und der Schmetterling ent⸗ wickelt ſich im nächften May oder Juny. Man findet ihn als⸗ dann an Baumſtaͤmmen, Bretwaͤnden, Zaͤunen u. dergl. mit ahnen Fluͤgeln ſitzen.“
In Oeſterreich und mehreren eee von on Dentſchland; eben nicht ſelten.
b 36. CENTAURBATA.
Luar. alis albidis; anticis macula costali W ſascia externa ferr uginea, N atra.
Hübner, Geom. Tab. 46. big. 40 aa G. OCentaureata.
Geom. Tab. 88. Fig. 452. (foem.) —
—
Ss RE 2
x 127
"neh, Larv. Lep. V. Geom. II. edu H. b. Fig.
2. a. b. o. —
Wien. Verz. S. 114. Fam. N. N. 7. Stodenblumfpan ner, G. Centaureata.
35 BAR er, N. Ausg. dess. I. B. 8.465.N. 7. —
N. Magaz. II. B. S. 164. N. 24. (bey Succen- ‚ Auziata,) Fahr; Ent. Syst. III. 2. 186. 209. Ph. enn dt esta. Borkh., Eur. Schm. V. Th. S. 329. N. 157. G. Bwe- ; centuriata, De Villers, Ent, Linn. T. IV. pag. 506. Ph. de. la Centaure&, G. Centaureata. Schrank, Faun. boic. II. B. 2. Abth. S. 34. N. 1661. Ph. Bet. Berl. Magaz. IV. B. 6. St. S. 606. N. 68. Ph. Succenturjata. 5 Götze, entom, Beytr. III. Th. B. B. S. 40 1. N. 199. — Laspeyres, Krit. Revis. S. 125. (bey Succentu- riata.) Geaffroy, Hist. d. Ins, T. II. pag. 141. N. 64. La Phalöne blanche à ta che et bande noire. Thunberg, Diss. I. pag. 14. N. 33. et Tab. adj G. Oblongata. Röſel, Inſ. I. Th. 3. Cl. Tab. VII. Fig. 13. S. 30. Friſch, Beſchr. d. Inſ. IV. Th. Tab. XVI. Fig. 15. S. 5 1. Brahm, Inſ. Kal. II. 1. 39 1. 270. G. Succenturiata. Schwarz, Raup. Kal. S. 135. N. 125. und S. 722. N. 793. G. Succenturiata,
S8copoli, Ent. Carn. p. 23 1. N. 57 8. Ph. .
Freyer, Beytrage, I. Heft, Tab. VI. Fig. 2. S. 25. 6. Centaureata.
) Der ganze Titel dieſes, ſeit vorigem Juny erſt begonne⸗ nen, Werkchens iſt folgender: „Beytraͤge aus dem „Ta ſchenbuche meiner eee nchen
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Nicht leicht findet man einen Spanner, welcher größer ren Misverſtaͤndniſſen unterworfen gewefen ware, als gegen⸗ waͤrtige Centaureata. Linne ſelbſt gab die erſte Ver⸗ anlaſſung. Er bei chrieb im Syst. Nat. 1. 2. 872. 267. die folgende Succenturiata nur kurz, bezog ſich aber auf feine Faun. Suec. Ed. 2. N. 1294. wo man ihre Be⸗ ſchreibung unverkennbar genau findet. Zugleich citirte er an letzterem Orte Clerck, Tab. 8. Fig. det 11. Hier ſte⸗ hen nun zwey ganz verſchiedene Schmetterlinge abgebildet, namlich Fig. 8. unſere Succenturiata, Fig. 11. aber Centaureata. Alle ſpaͤteren Schriftſteller, welche die wahre Succenturiata nicht kannten, gingen ſeitdem in der Irre, und bemuͤhten ſich, den Namen des Wien. Verz. Centaureata, in Succenturiata umzuändern. Huͤb⸗ ner bildete Succenturiata Fig. 246. als Dis par a- ta ab, — doch davon bey der folgenden Art. Laspey- res und IIli ger, a. ang. O. ſuchten, zum Theil vergeblich, das Raͤthſel zu loͤſen, weil auch ihnen die Linn E ' ſche Suc- centuriata unbekannt war. Mit vorſtehenden Citaten glaube ich die Sache für immer abgethan; — es blieb dabey
„linge. In einzelnen Heften abgebildet, be⸗ „ſchrieben und herausgegeben, von C. F. „Freyer. Augsburg, bey'm Verfaſſer, Lit. „H. N. 25. und in Commiſſion bey der J. „Wolff'ſchen Buchhandlung.“ Herr Stiftskaſſi⸗ rer Freyer in Augsburg, der ſchon oft als eifriger For⸗ ſcher erwaͤhnt wurde, liefert hier in Abtheilungen von ſechs Blaͤttern, in Sedez, mit kurzem erlaͤuternden Texte, ſolche Schmetterlinge nach ihren verſchiedenen Ständen, von des nen zur Zeit gar keine, oder nur einzelne, oder nur in gro—
ßen koſtſpieligen Werken befindliche Abbildungen beſtehen.